Eine tolle Rose und eine bewundernswerte Frau

Wie schön, dass nun auch mal wieder die Sonne scheint. Die Gartenschirme aufgestellt und heute einmal nur den Garten genießen. Die Rosen recken ihre Blüten gegen den blauen Himmel.

Heute möchte ich euch meine englische Rose Munstead Wood vorstellen.

Sie ist eine meiner ältesten Rose in meinem Rosengarten. Gezüchtet wurde sie vom englischen Rosenzüchter David Austin und wurde 2007 vorgestellt. Sie ist eine Strauchrose. Ihre Farbe ist karminrot und ihr Duft ist eine Mischung zwischen Heidelbeere und Brombeere. Wenn ich im Garten an ihr vorbei gehe, betört sie durch ihren Duft und ihre unglaubliche Farbe.

Munstead Wood war der Name des Hauses von Gertrude Jekyll in Surrey, England. Es war ein ganz besonderer Ort für die Gärtnerin und Gartengestalterin Getrude Jekyll. Hier hat sie gewohnt und ihre Ideen zu Papier gebracht. In Munstead Wood hat sie ihren eigenen Garten mit der Verbindung von Architektur und Natürlichkeit zu einem ganz besonderen Garten gemacht. Heute steht der Garten unter Denkmalschutz.

Gertrude Jekyll wurde 1843 in London geboren und gestorben ist sie 1932 in Munstead Wood. Sie war ihrer Zeit weit voraus. Ihr künstlerisches Können war unglaublich. Sie studierte Malerei in London, sie entwarf Stickmuster und Tapeten, sie fotografierte und gestaltete Schmuck. Als sie wegen eines Augenleidens diese Arbeiten nicht mehr ausführen konnte, entschied sie sich zu Gärtnern. Ohne eine spezielle Ausbildung wurde sie zu einer international bekannten Gartengestalterin. Sie war es, die die strenge Gestaltung englischer Gärten durcheinander brachte und mit Farbenvielfalt und Stauden eine neue Sicht auf die Gartengestaltung zeigte. Sie war Autorin von über 1000 Artikeln in renommierten englischen Gartenzeitschriften. Sie schrieb mehrere Bücher über Gartengestaltung und über das Gärtnern. Sie gilt als Begründerin des englischen Landhausgartens. Von ihren vielen Reisen hat sie bestimmt viele Anregungen für ihre Gartengestaltungen mitgebracht. Sie war eine Frau, die zur damaligen Zeit durch ihre eigene Arbeit für ihren Lebensunterhalt selbst sorgen konnte. Das war schon sehr außergewöhnlich für eine Frau. Sie hat um die 400 Gärten gestaltet von denen nicht mehr alle Gärten vorhanden sind. Allerdings sind einige noch erhalten und wurden restauriert. Ihre großartigen Ideen und Gartengestaltungen leben in ihren Büchern weiter. Ihre Bücher sind nicht ins Deutsche übersetzt. Da muss ich schon mal den Übersetzer benutzen. Sie sind sehr interessant und können bei der Gartengestaltung hilfreich sein. Was für eine ungewöhnliche und großartige Frau.

Genau wie diese wundervolle Rose.

Eine kleine Anekdote am Rande. Der Schriftsteller Robert Louis Stevenson („Dr. Jekyll und Mister Hyde“) war mit dem Bruder von Getrude Jekyll befreundet. Wilhelm Jekyll und Robert Louis Stevenson lebten kurz zur selben Zeit in Bournemouth.

Zurück zu dieser wundervollen Rose. Sie schafft es in meinem Rosengarten immer wieder mit ihrer unglaublichen Farbe und ihrem Duft zu glänzen. Ich wünsche Euch noch einen wundervollen sonnigen Sonntag.

Sich inspirieren lassen

Um etwas Kreatives zu schaffen, braucht man manchmal nur eine Inspiration. -Sylvie Naumann-

Heute habe ich mir einmal die Zeit genommen, in meinen Zeitschriften zu lesen.

Nun kommt die Wahrheit ans Licht.

Ich liebe Zeitschriften, besonders die Garten- und Dekorationszeitschriften.

Ich liebe es, in Gartenzeitschriften zu stöbern. Ich lese gerne die Artikel was andere so aus ihrem Garten machen. Und natürlich gehören auch die Dekorationszeitschriften dazu. Ich lese gerne, aber ich schaue auch gerne Bilder. Vielleicht kann man es Hobby nennen oder ich habe einen kleinen Spleen. Es macht einfach Spaß und entspannt total. Meine älteste Zeitschrift ist von 2003. Ich habe von jeder Jahreszeit Zeitschriften. Jedes Jahr kommen immer ein paar neue Zeitschriften dazu. Ich müsste sie einmal zählen. Habe ich gerade getan. Es sind 167 Zeitschriften.

Geht ja noch. Es sieht gar nicht nach so vielen Zeitungen aus.

Inspiration unterstützt Kreativität. -Sylvie Naumann-

Ich schneide keine Schnipsel aus den Zeitungen. Wenn ich etwas sehe was mir gefällt, lege ich einen Merkzettel hinein. Einige Zeitungen sind voll von Merkzetteln. Jedes Jahr zum passenden Monat hole ich sie hervor, blättere herum und lasse mich inspirieren. Erstaunlicherweise entdecke ich doch immer noch etwas Neues und manchmal lese ich die Artikel auch mehrmals. Ein gutes Buch kann man ja auch öfters lesen. Berichte über Landschaften in Europa, Kochrezepte, über Menschen die ihren Garten neu gestalten oder in ein altes Haus gezogen sind und es umbauen. Ich finde es einfach toll darüber zu lesen. Diese Zeitschriften sind voller Inspiration.

Und heute Nachmittag habe ich mich ganz gemütlich in den Garten gesetzt und einen Espresso und einen kleinen Cognac getrunken. Es war total entspannend und ich bin wieder voll neuer Ideen.

Ich wünsche Euch noch einen wunderschönen Abend voller neuer Inspirationen und Ideen.