Unser Plan B

Vor zwei Tagen kam dann die Nachricht, dass unsere Flusskreuzfahrt nicht stattfindet. Wir bekamen eine email, in der wir einige attraktive Angebote als Alternative erhielten. Der Reiseveranstalter zeigt sich hier sehr großzügig. Aber wir nehmen keines der Angebote in Anspruch, sondern konnten jetzt auch die Flusskreuzfahrt stornieren. Was wir dann gemacht haben. Vielleicht versuchen wir es nächstes Jahr noch einmal, dann zu einer anderen Jahreszeit.

Am vergangenen Wochenende haben wir uns allerdings schon über einen Plan B Gedanken gemacht. Wir fragten uns, was machen wir denn, wenn die Flusskreuzfahrt nicht stattfindet? Was wir wussten, wir fahren mit dem Auto. Aber wohin sollen wir fahren? Nach den ganzen Tagen, die wir mit der Flusskreuzfahrt beschäftigt waren, waren wir ratlos. Nicht, das wir unsere Reisen immer so weit im voraus planen, dieses mal war es irgendwie anders. Wir können ja eine große Deutschlandkarte nehmen und mit dem Dartpfeil werfen. Da wo er landet fahren, wir dann hin. Nur, wir haben gar keine Straßenkarten von Deutschland mehr. Die haben wir vor kurzem alle weggeworfen, weil man hat ja Navi und google maps. Da mussten wir anders rangehen. Also, wollen wir überhaupt in Deutschland bleiben? Die Entscheidung fiel auf Deutschland. Lieber in den Süden, oder Norden? Wir haben uns für den Süden entschieden und fahren ins Allgäu.

Wir haben ein sehr schönes kleines Hotel, quasi im Nirgendwo gefunden. Abseits von allem. An einem kleinen See mit Blick auf die Berge. Nur Ruhe und Entspannung. Mit Frühstück und abends ein vier Gänge-Menü. Wir können wandern gehen, Ausflüge machen oder einfach mal nichts tun, die Seele baumeln lassen.

Morgen geht es los. Es sind von uns aus bis Oberstdorf knapp 700 km, könnte man in einem durchfahren. Aber wir fahren ganz entspannt bis Sinsheim und am Sonntag genauso entspannt bis Oberstdorf. Dort bleiben wir fünf Tage und dann wissen wir noch nicht wie es weiter geht. Das lassen wir offen und schauen mal wohin die Reise uns führt.

Schade, das alles anders gekommen ist, aber wir freuen uns doch jetzt sehr auf unsere kleine Reise ins Allgäu.

Reise oder Nicht Reise, das ist hier die Frage

Am Sonntag beginnt unsere Reise, die wir schon vor über einem Jahr gebucht haben. Ich bin nicht so optimistisch, dass sie stattfindet, aber wir wissen es nicht genau.

Letztes Jahr im Juni saßen wir auf unserer Terrasse und sprachen über unseren Hochzeitstag. Da wir in dem Jahr nichts Besonderes machen wollten, überlegten wir, was wir den 2026 unternehmen. Es ist unser 48. Hochzeitstag. Wir wollten schon immer mal eine Flusskreuzfahrt machen. Also wäre das doch eine gute Idee, wir machen eine Flusskreuzfahrt auf der Donau. Gesagt, getan, heute geht es ja alles super einfach. Wir schauen ins Internet und suchen uns eine Reise auf der Donau aus. Es gab eine Fahrt, die genau an unserem Hochzeitstag einen Aufenthalt in Wien macht. Die Fahrt geht von Passau nach Budapest und zurück. Da gab es nicht viel zu überlegen, wir wollten schon immer mal nach Wien. Also haben wir kurzerhand gebucht. Wir haben eine Kabine auf dem obersten Deck genommen, mit französischem Balkon. Dann mussten wir eine Anzahlung leisten und ein Jahr warten. Freunden haben wir immer mal wieder erzählt, wir machen eine Flusskreuzfahrt auf der Donau.

Nun sind wir keine erfahrenen Flusskreuzfahrturlauber. Es ist unsere erste Reise auf einem Fluss. Wir wissen nicht, muss man auf besondere Dinge achten. Was wir gemacht haben, ein Parkplatz für unser Auto gebucht. Vielleicht hätten wir uns vorher informieren sollen, was es heißt eine Flusskreuzfahrt zu machen.

Im Frühjahr haben wir das Hotel für unserer Anreise gebucht und das Hotel in Passau. Wir fahren dann noch eine Woche mit dem Auto an der deutschen Donau entlang bis zur Donauquelle. Auch diese Hotels haben wir schon gebucht. Wir haben uns einfach auf die Reise gefreut.

Seit Juni ist unsere Vorfreude getrübt, denn die Flüsse haben immer weniger Wasser. Naja, aber bis August wird sich das sicher noch ändern. Nun haben wir August und es ist noch viel schlimmer geworden. Seitdem schauen wir jeden Tag, wie es mit den Pegeln aussieht. Seit drei Wochen sitzen wir nun hier und wissen nicht, ob unsere Reise stattfinden kann. Denn vor drei Wochen ist das Schiff, mit dem wir fahren wollten, in Wien gegen die Schleusenmauer und das Schleusentor gefahren. Der Bug ist so kaputt, dass es jetzt in der Werft liegt und repariert wird. Jetzt kommt mit dem Niedrigwasser noch der Unfall dazu. Das Wenige was man erfährt ist aus den Medien oder aus Facebook-Gruppen.

Von dem Reiseveranstalter hört man nichts. Keine Benachrichtigung an uns persönlich, wie es nun weitergeht. Der Veranstalter hat dazu auf seiner Webseite geschrieben, dass die Reisen stattfinden, wenn auch mit kleinen Veränderungen. Dann schreiben sie noch, man sollte sich nicht mit ihnen in Verbindung setzten, sie würden sich rechtzeitig melden. Nur was bedeutet rechtzeitig?

Ich habe in einer Facebook-Gruppe gelesen, dass sich Reisende darüber beklagen, dass sich der Reiseveranstalter erst zwei Tage vor Reiseantritt meldet, um Reiseänderungen mitzuteilen, oder die Möglichkeit umzubuchen oder die Reise zu stornieren. Ich hoffe, dass wir in irgendeiner Weise doch ein paar Tage früher etwas erfahren werden. Ich kann auch den Reiseveranstalter verstehen. Es steht viel auf dem Spiel, wenn die Flusskreuzfahrten nicht stattfinden können. Ich kann auch verstehen, dass sie so lange wie möglich warten, ob sich das Wetter noch verändert und endlich den lang ersehnten Regen bringt.

Aber auch ich möchte verstanden werden. Ich sitze hier und weiß nicht, kann die Reise so wie wir sie gebucht haben stattfinden. Wenn nicht, muss ich meine Hotelbuchungen stornieren. Wenn das nicht mehr geht, was für Kosten kommen da auf uns zu. Anstatt mich auf eine schöne Flusskreuzfahrt zu freuen, sitze ich hier und fühle mich nicht sehr wohl dabei. Ich möchte mich nicht beklagen, ich schreibe einfach wie es im Moment ist. Vom Veranstalter erwarte ich mehr Kommunikation als bisher, das war nämlich keine mit der wir etwas anfangen können. In den diversen Foren wird viel geschrieben, wenn man eine Flusskreuzfahrt bucht, dann muss man damit rechnen, dass es Änderungen gibt in Bezug auf Niedrigwasser, auf Hochwasser oder andere Begebenheiten. Dadurch bekommt man das Gefühl, dass keine Flusskreuzfahrt normal verläuft.

Und so auf dem Trockenen gelassen zu werden, ist nicht schön.

Den Beitrag habe ich am letzten Freitag entworfen, heute ist es Dienstag, fünf Tage vor Reisebeginn und wir warten immer noch…… Können wir überhaupt noch in Urlaub fahren?

Trotz allem, wie wir uns jetzt dabei fühlen, ist dieses trockene Wetter natürlich für die Natur, die Wirtschaft, den Tieren und uns Menschen eine Katastrophe.

Was für ein langer Weg

und er ist noch lange nicht zu Ende.

Seit über 100 Jahren begehen wir weltweit den Internationalen Weltfrauentag.

In vielen Ländern gingen die Frauen auf die Straßen. Schon im Jahr 1860 setzten sich die Aktivistinnen von Frauenorganisationen, die Sufragetten, im Vereinigten Königreich für ein Frauenwahlrecht ein. Auch in anderen Ländern z.b. Vereinigte Staaten und Australien waren Sufragettinnen aktiv. Später griffen sie auch zu Mitteln wie passivem Widerstand, Hungerstreik und Störung offizieller Veranstaltungen.

In Deutschland, Schweiz, Dänemark, Österreich-Ungarn wurde am 19. März 1911 der erste internationale Frauentag gefeiert. Am 8. März 1917 demonstrierten russische Textilarbeiterinnen in Petersburg. Um an den Tag zu erinnern, wurde 1921 in Moskau von den Kommunisten der 8. März als Frauentag festgelegt. Und 1977 hat die UNO-Generalversammlung sich dafür entschieden, den Tag für die Rechte der Frau und den Weltfrieden auch am 8. März zu begehen. Bis heute wird der Tag genutzt, um auf Gleichberechtigung und Diskriminierung aufmerksam zu machen.

Dieser Tag macht auf die Probleme der Gleichberechtigung aufmerksam. Leider gibt es immer noch viel zu viele benachteiligte Frauen auf dieser Welt. Was für ein langer Weg war es für die Frauen bis hierhin. Unsere Ur-Großmütter, Großmütter und Mütter haben für uns den Weg erkämpft. Im März 1911 gingen sie auf die Straße und forderten die ersten Rechte für sich. Und der Kampf ist noch nicht zu Ende.

In Deutschland hatten die Frauen ab 12. November 1918 das Recht, zu wählen und gewählt zu werden. In der Schweiz dauerte es noch bis 1991, bis alle Frauen ihr Wahlstimmrecht hatten.

Wenn man sich überlegt, dass vor 1958 Frauen in Deutschland nicht ohne Genehmigung ihres Ehemannes arbeiten durften. Erst am 1. Juli 1958 kam das Gleichberechtigungsgesetz, das es Frauen erlaubte, ohne Erlaubnis ihre Ehemannes eine Arbeit aufzunehmen, und sie durften dann auch ihr eigenes Vermögen besitzen.

Es ist sicher schon viel passiert. Aber es gibt auch noch eine Menge Luft nach oben.

Auf diesem Bild sieht man die Großmutter von meinem Mann an ihrer Arbeitsstelle.

Es muss noch immer weltweit für die Rechte der Frauen gekämpft. Wir leben im 21. Jahrhundert, da dürfte das Patriarchat doch eigentlich der Vergangenheit angehören.

Auf diesem Bild sieht man meine Großmutter, meine Mutter, meine Tante und meine Schwester.

Es wird wahrscheinlich noch eine lange Zeit dauern bis Männer und Frauen gleichberechtigt sind. Und es wird Länder geben, da werden die Frauen wohl immer unterdrückt sein. Aber wenn wir Frauen nicht weiter kämpfen, wird sich auch nichts ändern.

Bin ich eine hoffnungslose Optimistin?

Ich bin froh, heute, hier und jetzt zu leben und die Ziele zu genießen, die Frauen für uns bis heute erkämpft haben.

Man kann soviel über dieses Thema schreiben, und es wird auch noch viel über die Ungerechtigkeit gegenüber Frauen auf dieser Welt geschrieben. Auch ich könnte noch viel mehr schreiben, aber heute will ich einen kleinen Teil meiner Gedanken mit euch teilen.

Heute ist Weltfrauentag und ich hoffe auf eine gleichberechtigte Zukunft für alle Frauen auf dieser Welt.

Die Zeit verbraucht sich so schnell

Ich sitze hier und schaue in den Garten. Die Sonne versucht durch die Wolken zu blinzeln. Karneval ist nun auch schon wieder vorbei. Dieses Jahr war Karneval wirklich früh. Wo ist die Zeit geblieben von Silvester bis jetzt. Wird dieses Jahr auch wieder so schnell vergehen? Ich muss es mit vielen Erinnerungen auffüllen. Die Zeit, sie geht so schnell vorbei.

Ist es nicht so mit der Zeit:

wenn man auf etwas wartet, die Zeit viel zu langsam vergeht;

wenn man traurig ist, die Zeit nie vergeht;

wenn man glücklich ist, die Zeit wie im Flug vergeht

Wir erinnern uns an die Zeit die vergangen ist. Wir können die Zeit nicht mehr zurückdrehen. Oft vertreiben wir uns die Zeit einfach nur mit schönen Dingen. Wir warten in unserem Leben eine lange Zeit. Wir denken an die Zeit die uns noch bleibt.

Leben wir in schwierigen Zeiten? Leben wir nicht in einer guten Zeit? Ist es uns je besser gegangen als in dieser heutigen Zeit?

Die Zeiten haben sich verändert. Die Zeit hat die Menschen verändert. Die Menschen haben keine Zeit mehr. Für viele ist das Leben nur noch stressig. Sie werden aggressiver. Nur die eigene Meinung zählt. Es wird nicht mehr diskutiert.

Die Menschen meinen sie können sich über jeden anderen Menschen eine Meinung bilden und diese auch laut herausschreien oder wie es heute ist, in jeder sozialen Plattform sein Gift verteilen. Egal wie verletzend es ist. Mein Motto ist, wenn du nicht willst was man dir tut, das füg auch keinem anderen zu.

Die Zeit soll ohne Risiko vergehen. Aber das Leben war nie ohne Risiko.

Im Moment leben wir in einer schwierigen Zeit. Aber hat es nicht immer schwierige Zeiten gegeben?

Die Zeit heilt alle Wunden, mit der Zeit gehen, Zeit die vergeht, Zeit nutzen,

ich habe keine Zeit, es war Zeit zu gehen, es war Zeit zu reden, sich Zeit nehmen

die Zeit läuft einem davon, aber das hat doch noch Zeit, das ist eine lange Zeit,

Zeit zum Nachdenken.

Die Zeit heilt alle Wunden. Wer kennt ihn nicht diesen Satz, wenn Freunde, Bekannte, liebe Menschen trösten wollen wenn etwas Schlimmes passiert ist. Die Zeit heilt keine Wunden. Es wird vielleicht leichter, aber sie heilt nicht. Ein Mensch kann mit Wörtern verletzen, oder mit dem was er macht. Das heilt nicht. Selbst wenn er sich entschuldigt, bleibt immer etwas in der Seele zurück. Man vergisst es nicht. Es wird nur ein bisschen leichter.

Mit der Zeit gehen. Was bedeutet mit der Zeit gehen. Mit der Mode gehen. Da bin ich wohl zeitlos. Sich den Ansichten der Anderen anpassen. Ist auch nichts für mich. Den jeweiligen Verhältnissen anpassen. Ich denke, das muss sein, sonst kommt man nicht vorwärts. Fortschrittlich sein. Das gehört zum Leben. Jeder Fortschritt bringt Positives. Der Fortschritt hat uns so einiges gebracht, nicht nur Gutes.

Manchmal hat man das Gefühl, man hängt in einer Zeitschleife fest. Nichts bewegt sich, keine Veränderung. Vielleicht möchte man manchmal die Zeit zurückdrehen um Dinge anders zu machen. Aber man lernt aus der Erfahrung die uns die Zeit bringt und dann muss man die vergangene Zeit so hinnehmen wie sie nun einmal war.

Die Erde dreht sich immer weiter, egal wie schnell die Zeit für uns vergeht oder was wir aus der Zeit machen. Das Leben und die Zeit sind so kostbar und deshalb sollten wir das Beste aus beidem machen.

Es könnte alles schlimmer sein

Wo immer das Glück sich aufhält, hoffe, ebenfalls dort zu sein. Wo immer jemand freundlich lächelt, hoffe, dass sein Lächeln dir gilt. Wo immer die Sonne aus den Wolken hervorbricht, hoffe, dass sie besonders für dich scheint. Damit jeder Tag deines Lebens so hell wie nur möglich sei.

Irischer Segenswunsch

Ich will ehrlich sein, ich habe meinen Blog etwas vernachlässigt. Es war mal wieder viel los. Eigentlich hat es schon im Oktober 2024 angefangen. Probleme mit meinen Zähnen. Am Anfang war ich drei mal die Woche beim Zahnarzt zum Ausspülen. Ich hatte Bakterien an einem Implantat. Im November eine kleine Operation, dazu die erste Antibiotikaeinnahme. Das brachte keine wirkliche Besserung, also wieder zum spülen. Dann im März letzten Jahres nahm ich eine Woche lang jeden Tag zwei starke verschiedene Antibiotika und das hat dann geholfen. Seitdem ist es in Ordnung. Hoffe, das bleibt auch so.

Im Mai dann, wurden meine Rückenschmerzen schlimmer und ich war beim Orthopäden. Nach Röntgen meines Rückens stellte er fest, dass ich im oberen Rückenbereich Wirbelsäulenathrose habe. Nicht gut. Zur Schmerzlinderung bekam ich einmal die Woche eine Spritze. Eine Dreierkombination unter anderem mit Kortison. Das ganze dann sechs Wochen lang. Die Spritzen haben sehr gut geholfen. Allerdings bekam ich zur selben Zeit starke Schweißausbrüche. Ich dachte, das wäre ein hormonelles Problem. Das war es aber nicht. Dann auf einmal ließen die Schweißausbrüche nach und so wie sie gekommen waren, sind sie auch wieder verschwunden. Nach vier Wochen bekam ich nochmal eine Auffrischungsspritze für den Rücken. Als ich dann am Abend auf dem Sofa saß, kamen die Schweißausbrüche wieder. Na so was!! Ich habe mich an den Laptop gesetzt und gegoogelt ob das von den Spritzen sein kann. Drei Wirkstoffe waren es und beim Kortison bin ich dann fündig geworden. In seltenen Fällen kann es zu schweren Schweißausbrüchen kommen. Ich habe den Arzt gefragt, ob so etwas sein kann. Er meinte, es ist nicht auszuschließen, aber nur in ganz, ganz seltenen Fällen. Na dann bin ich wohl so ein seltener Fall. Da ich aber auch seit meiner Kindheit Schmerzen im Lendenwirbelbereich habe, hat der Arzt mir Akupunktur empfohlen. Ich habe 15 Behandlungen bekommen. Leider hat es nicht geholfen. Danach habe ich mit Physiotherapie und Krankengymnastik angefangen. Die Termine liefen dann bis kurz vor Weihnachten. Mein Rücken ist für den Moment besser geworden. Aber es wird nie wieder zurückgehen.

Dann fiel mir im Sommer auf, wenn meine Hände kalt wurden fingen sie an zu jucken und ich bekam Pusteln auf der Haut. Komisch, dachte ich, aber es wird schon wieder verschwinden. Nun im Sommer war es nur, wenn ich mit kaltem Wasser in Berührung kam. Dann kam die kalte Jahreszeit und es wurde schlimmer. Sobald ich draußen war wurden meine Hände und auch meine Oberschenkel rot, hatte Pusteln und es juckte stark. Also ging ich im Dezember zu einem Hautarzt in unserer Nähe. Er meinte, ich habe wohl eine Kälteallergie. Ich hatte noch andere Symptome und er sagte, dass ich vielleicht ein Problem mit meinem Histamin haben könnte. Er nahm mir Blut ab und verschrieb mir Antihistaminika und im neuen Jahr sollte ich für die Ergebnisse wiederkommen. Er sagte er mache einen Histamintest. Ich habe mich dann informiert, was eine Histaminintoleranz bedeutet. Ist nicht gut. Bei meinem Termin stellte sich heraus, dass er nur einen allgemeinen Allergietest gemacht hat. Da kam allerdings nichts neues raus und eine Kälteallergie kann man nicht über das Blut feststellen. Ich fragte ihn, was ich den jetzt machen kann. Er meinte, ich sollte in eine wärmere Gegend ziehen. Ich fragte ihn, wenn ich Probleme mit meinem Histamin habe, was ich tun soll. Auf meine Angst, das es schlimmer werden könnte sagte er, wenn sie merken, das sie einen Apfel nicht vertragen, was machen sie dann? Dann essen sie eben keinen Apfel. Ich war etwas irritiert, eigentlich war ich sehr irritiert. Dachte dann aber, was bist du den für ein Arzt und bin gegangen. Ich hätte natürlich auch noch etwas gegen seine blöden Kommentare sagen können, aber ich dachte was soll es, geh zu einem anderen Arzt.

Das ließ mir alles keine Ruhe und bin dann zu meinem früheren Arzt nach Düsseldorf gegangen. Er bestätigte die Diagnose. Da ich aber auch noch andere Symptome habe, hat er mir empfohlen in die Uni nach Düsseldorf zu gehen und alles mal genauer untersuchen zu lassen. Da habe ich jetzt einen Termin im März. Irgendwie war ich gefühlt letztes Jahr jeden Tag beim Arzt oder in einer Behandlung.

Im Moment kann ich mich nur sehr kurz draußen aufhalten und total geschützt vor der Kälte, denn ein paar Minuten reichen schon aus. Und wenn ich mich doch für längere Zeit draußen aufhalte, nehme ich Tabletten ein. Daher hoffe ich, das es ganz schnell wärmer wird.

So ist das letzte Jahr nun mit vielen Terminen vergangen und ich hoffe, das neue Jahr wird besser. Aber manchmal ist es einfach so und es könnte alles noch viel schlimmer sein.

Bei mir beginnt schon der Herbst

So langsam verlässt uns der Sommer. Wobei ganz so langsam war es dann doch nicht, denn eigentlich ging es wieder von heute auf morgen. Aber so richtig traurig bin ich nicht. Ich mag den Sommer sehr, aber ich bin eben ein Herbstkind. Ich habe heute schon angefangen die Sommerdekoration zu entfernen. Dachte so bei mir, ist doch ein bisschen flott. UND was war das gestern für ein wundervoller Sommertag. Ich hoffe, ihr habt ihn genauso genossen wie wir.

Nach dem Frühstück haben wir uns ins Auto gesetzt, einen Freund abgeholt und sind nach Düsseldorf zum Trödelmarkt gefahren. Es war schön durch über den Markt zu gehen, zu stöbern und dann auch etwas zu finden. Was manche so für ihre Sachen verlangen ist schon abenteuerlich. Mir gefiel eine schöne kleine Schale aus Porzellan. Die kann man gut für Pralinen oder Plätzchen benutzen. Ich fragte, was sie dafür haben wollten und sie sagte: 28 Euro. Wow, das ist viel mir ging gleich durch den Kopf, zum Verhandeln bleibt da nicht viel Spielraum, denn sie würde nicht unter 20 Euro gehen. Also dann nicht. Direkt nebenan ein anderer Stand hatten sie doch selbe Schale. Ich frage wieder und sie wollte 27 Euro. Naja, dann eben auch hier nicht. Und als wir weiter gingen, sagt die eine Frau zur anderen: DIE hat schon bei mir gefragt und nichts gekauft. Ich drehe mich um und sage, na ja bei dem Preis sollten sie sich nicht wundern. 15 Euro hätte ich für die kleine Schale noch ausgegeben, obwohl das auch schon zu viel ist. Wir gehen gerne über den Trödelmarkt und ich finde meistens auch etwas. Es sind nicht immer Sachen die man unbedingt braucht, aber das macht ja auch den Reiz eines Flohmarktes aus.

Bei einer schönen Sammeltasse kann ich nicht vorbeigehen. Ich habe schon ein paar. Wenn Gäste zu Kaffee und Kuchen zu Besuch da sind, kommen die Sammeltassen auf den Tisch. Ich mag es, wenn es so abwechslungsreich ist. Und unsere Gäste auch.

Danach haben wir in einem schönen Biergarten etwas getrunken und gegessen. Es war einfach rundum ein schöner Nachmittag.

Zuhause angekommen, haben uns dann unsere Nachbarn gefragt, ob wir mit zum Feld gehen um die Mondfinsternis zu sehen. Klar, ich wollte die Finsternis fotografieren. Also sind wir um 20 Uhr losgezogen. Ich mit meinem Stativ und der Kamera. Die anderen mit Klappstühlen. Es war noch so schön warm. Leider haben wir den Blutmond nicht gesehen. Am Horizont war es leicht bewölkt und diesig. Also haben wir auf einem Feldweg gewartet. Es kamen Autos vorbei, Radfahrer, Fußgänger, und immer kam die Frage haben sie den Mond schon gesehen? Endlich kam der Mond dann zum Vorschein, aber er trat schon wieder aus dem Schatten hervor.

Also ich habe keine Fotos vom Blutmond, aber das macht nichts, denn wir hatten viel Spaß. Zu Hause haben wir gemeinsam noch etwas getrunken und so den wunderschönen Tag beendet.

Allerdings habe ich im Januar 2019 bei der letzten Mondfinsternis Fotos gemacht. Darüber habe ich auch einen Blogbeitrag geschrieben. https://sylviesrosentraum.blog/2019/01/22/meine-mondfinsternis/

Heute fing der Tag mit Regen an. Das freut die Natur, denn der muss sein. Allerdings glaube ich, dass gestern der letzte warme Sommertag gewesen ist. Die nächsten Wochen werden sicher noch schön, aber wahrscheinlich nicht mehr mit ganz so hohen Temperaturen. Also mache ich mit meiner Herbstdekoration weiter.

Heute Nacht soll es Starkregen geben, also passt auf euch auf, wo immer ihr seid.

Warten auf…………….

Wenn wir in den Urlaub fahren ziehe ich immer die Stecker von der Waschmaschine und dem Wäschetrockner aus der Steckdose. Und ich stelle das Wasser ab. Auch vor unserem letzten Urlaub habe ich es wie immer gemacht. Als wir wiedergekommen sind und ich die erste Wäsche waschen wollte, traf mich im wahrsten Sinne des Wortes der Schlag. Eine der beiden Steckdosen war angeschmort. Mein erster Gedanke war, was hätte da alles passieren können. Die andere Steckdose war schon leicht angeschmolzen. In dieser Situation haben wir den ersten Gedanken den wir hatten, nämlich das reparieren wir selbst, schnell verworfen.

Also haben wir vor drei Wochen den Elektriker angerufen, der schon einmal bei uns war. Da heute kaum noch jemand ans Telefon geht, haben wir unser Anliegen, dass uns zwei Steckdosen angebrannt sind und wir einen Fachmann brauchen, der diese beiden Steckdosen repariert, auf den Anrufbeantworter gesprochen. Wir haben auf einen Rückruf gewartet und gewartet. Es gab keinen Rückruf. Nach ein paar Tagen haben wir uns einen anderen Elektriker ausgesucht. Das selbe Spielchen. Auf den Anrufbeantworter gesprochen und gewartet. Auch dieser Elektriker rief nicht zurück. Uns kam der Gedanke, dass für so eine kleine Sache kein Elektriker mehr rauskommt. Aber wenn wirklich etwas passiert und wir haben die Steckdosen selbst repariert, heißt es dann, warum haben sie keinen Fachmann gerufen. Letzte Woche dann, noch ein Versuch beim nächsten Elektriker. Auch dieser hat sich nicht mehr zurückgemeldet.

Heute nun haben wir es beim vierten Elektriker versucht. Ich sollte dazu sagen, alle Elektriker kommen aus unserem Ort. Dieses mal ging nicht der Anrufbeantworter an, sondern ein menschliches Wesen. Wir trugen unser Anliegen vor und eine nette Stimme sagt uns, das sie erst einmal nachfragen muss, denn sie nehmen keine Neukunden mehr an. Ok, dann suche ich schon mal den nächsten Elektriker raus. Da kam der Rückruf, sie wollen es machen, aber erst nächste Woche. Gerne haben wir dieses Angebot angenommen.

So schnell regen wir uns nicht auf. Wir waren etwas verwundert und wir können verstehen, dass es heute schwierig ist einen Fachmann zu bekommen. Sie haben alle zu wenig Personal. Es ist ja überall das gleiche. Aber so gar nicht zu reagieren, finde ich nicht professionell.

Dieser Elektriker nun, hat uns als Kunden gewonnen und da wir einen neuen Backofen brauchen, werden wir ihn sicher auch dort kaufen und installieren lassen. Eine Hand wäscht die andere.

Update: Der Elektriker war heute da, hat in kurzer Zeit die Steckdosen ausgewechselt und fertig. Ich hoffe, dass die nächste Zeit nicht noch etwas kaputt geht. Habt noch eine schöne Zeit.

Ehe ist……….

„Wir sind auch Freunde. Wir lieben uns, aber wir mögen uns auch – und das ist ein wichtiger Unterschied. Liebe ist Leidenschaft und all das Zeug, aber jemanden wirklich zu mögen und die Gesellschaft von jemandem zu genießen, ist etwas ganz anderes und hält länger an. Man kann also beides haben, und ich denke, das ist wichtig. Sei mit deinem besten Freund verheiratet.“
Sting

Heute feiern mein Mann und ich unsere Kaschmirhochzeit. Das sind sage und schreibe 47 Jahre. So viel Zeit, so viele gemeinsame Erinnerungen, so viele wunderschöne Jahre. Wo ist die Zeit nur geblieben.

Was bedeutet schon das Alter. Wenn man jung ist, kann man sich nicht vorstellen wie es ist, wenn man mal 66 Jahr alt ist. Was soll ich sagen, man fühlt sich einfach noch jung. Ich fühle mich immer noch wie mit 19 Jahren. Nur wenn ich in den Spiegel schaue sehe ich, wie die Jahre an mir gearbeitet haben. Aber was heißt das schon.

Wir haben damals in einem Haus gewohnt, da durfte niemand wissen, das wir noch nicht verheiratet waren. An unserem Hochzeitstag haben wir uns aus dem Haus geschlichen. Ich hatte kein weißes Kleid. Ich trug ein langes Sommerkleid. Und mein Mann einen Anzug. Den Brautstrauß haben wir direkt im Blumenladen abgeholt.

Wir hatten ein kleine Hochzeit. Mit uns waren wir fünfzehn Personen. Alle waren mit auf dem Standesamt. Nach der Trauung sind wir zu einem Restaurant außerhalb von Düsseldorf gefahren. Dort gab es dann einen Sektempfang, ein leckeres Menü. Nach einem Spaziergang gab es Kaffee und Kuchen. Damit war unsere kleine Hochzeitsfeier beendet. Am übernächsten Tag sind wir in die Flitterwochen gefahren. Es war ein wunderschöner Tag und eine wundervolle Hochzeitsreise. Eine dreiwöchige Fahrt mit dem Auto durch Frankreich. Es kommt mir vor, als wäre es erst gestern gewesen.

Wir haben so unglaubliches Glück, dass wir die vielen Jahre gemeinsam, gesund und glücklich verbringen konnten.

Wenn ich daran denke, dass wir in wilder Ehe gelebt haben, so nannte man das damals. Es erinnert mich an das Lied von Udo Jürgens „Ein ehrenwerten Haus“. Wir haben in einem Sechsfamilienhaus gelebt und die Spießigkeit kam unter jeder Wohnungstür hervor. Ich bin froh und dankbar, dass diese Zeiten sich geändert haben. Dass man heute leben kann wie und mit wem man will. Es ist immer noch nicht alles perfekt, aber doch gut, was schon erreicht wurde. Drei Jahre haben wir dort gelebt, unser erster Sohn wurde noch in Düsseldorf geboren. Dann sind wir aus Düsseldorf an den Niederrhein gezogen. Hier leben wir heute noch und unser zweiter Sohn wurde hier geboren.

Natürlich gab es auch Hindernisse, aber nie zwischen meinen Mann und mir. Meine Schwiegereltern waren nicht begeistert von mir. Einfach gesagt, sie mochten mich nicht. Ich war zu jung, zu selbstbewusst, ich war einfach nicht die Richtige. Sie haben bei unserer Hochzeit gewettet, wie lange die Ehe wohl hält. Wenn ich heute höre, dass Eltern immer etwas an ihren Schwiegertöchter zu beanstanden haben, dann sage ich, wenn ihr eure Söhne liebt, dann akzeptiert die Frau eures Sohnes. Es ist seine Liebe, sein Leben. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Außer, dass es für alle Partner von Kindern gilt. Auch Freunde fanden, dass es keine gute Entscheidung ist zu heiraten. Wir kannten uns ein Jahr und der Altersunterschied wäre zu groß, meinten sie. Ich war 19 Jahre und mein Mann war 29 Jahre alt. Nun was soll ich sagen, wir sind immer noch verheiratet.

Gibt es ein Geheimnis für eine gute Ehe? Ich es weiß nicht. Vielleicht sollte man nicht versuchen, den Partner zu ändern, man muss Kompromisse eingehen und vor allen Dingen den Partner respektieren. Die gleichen Interessen sind von Vorteil. Und selbstverständlich ein Füllhorn voll Liebe.

Liebe besteht nicht darin, dass man einander anschaut, sondern dass man zusammen in dieselbe Richtung blickt. Antoine de Saint Exúpery

Manchmal schleichen sich Gedanken ein, wie lange bleiben wir noch gesund und fit. Ich wünsche mir, dass wir noch viele gemeinsame Jahre zusammen erleben dürfen. Wir tun alles dafür. Und wenn es einem von uns nicht mehr so gut geht, wird der andere für ihn sorgen. Ich sehe uns schon händchenhaltend auf einer alten Bank sitzen und uns unsere vielen Erinnerungen erzählen. Aber wir leben im Hier und Jetzt und genießen jede Zeit, die wir miteinander haben.

Mittelalterisches Flair

Ich sitze in unserem Wintergarten und denke an unsere nächste Reise. Am Sonntag geht es los. Für eine Woche nach Norddeutschland. Allerdings wollte ich euch doch noch von unserer Reise nach Rothenburg ob der Tauber ein paar Bilder zeigen. Wobei ein paar ist gut. Ich habe viele Fotos gemacht und ungefähr vierzig ausgesucht, die ich euch zeigen möchte. Allerdings ist das doch viel zu viel, also suche ich welche aus um euch ein bisschen von dieser wunderschönen romantischen Stadt zu zeigen.

Unsere Fahrt vom Sankt Goar am Rhein nach Rothenburg ob der Tauber dauerte so etwas drei Stunden. Ich denke von Rothenburg hat sicher der eine oder andere schon gehört, denn sie gehört zu den beliebtesten Städten in Deutschland. Touristen aus aller Welt sind hier zu sehen. Das ist kein Wunder, denn ihr mittelalterliches Flair beeindruckt sehr.

Wir haben uns irgendwie zurückversetzt gefühlt in alte Zeiten. Durch die Gassen zu bummeln und das Gefühl zu haben gleich kommt ein Ritterfräulein mit ihrem stolzen Ritter um die Ecke.

Wie ihr seht, war es im Mai noch nicht so überfüllt, was uns natürlich sehr gefallen hat.

Rothenburg ob der Tauber hat sage und schreibe 42 Türme. Sie stehen in der Altstadt und entlang der Stadtmauer, die ca. 4 Kilometer lang ist.

Auf der Stadtmauer kann man die Altstadt fast umrunden. Wir sind einen Teil auf der Stadtmauer gelaufen.

Von hier oben hat man einen schönen Blick auf die Stadt.

Und hier das beeindruckende Rathaus und einen Blick auf die St. Jacobs Kirche.

Eine Kirche mit einer Durchfahrt, so etwas haben wir auch noch nicht gesehen. Wie ihr seht gibt es soviel von Rothenburg zu zeigen. Dabei darf etwas natürlich nicht fehlen.

Das wohl bekannteste Haus in Rothenburg ob der Tauber. Das Weihnachtshaus von Käthe Wohlfahrt. Natürlich ist ein Besuch in diesem Haus ein Muss. Gerade für mich als absoluter Weihnachtsengel. Wir waren einen vollen Tag hier, hatten in der Altstadt unser Hotel und waren so mitten drin.

Noch ein letzter Bummel durch die Gassen, was in der abendlichen Stimmung besonders schön ist.

Ich habe euch hier nur einen kleinen Teil dieser wunderschönen Stadt gezeigt und kann nur sagen, Rothenburg ob der Tauber ist eine Reise wert.