Ankommen in den Bergen

Sonntagmorgen, die Fahrt ging weiter nach Oberstdorf. Vor uns lagen bei ruhiger Fahrt vier angenehme Stunden. Die Sonne schien, wir waren gut gelaunt und los gings.

Ich wartete nur darauf endlich die Berge zu sehen. Es ist einfach toll, wenn man auf die Alpen zufährt, man sieht die Berge immer näher kommen. Ich finde das einfach wundervoll. Ich liebe die Berge, allein schon der unglaubliche Blick auf die Alpen. Für mich ist es jedes mal etwas Besonderes. Nach vier entspannten Stunden sind wir in Oberstdorf angekommen. Unser Hotel lag im Trettachtal.

Das Trettachtal liegt südlich von Oberstdorf in den Allgäuer Alpen. Man verlässt die Bundesstraße und fährt eine fast einspurige Straße hinein in das Trettachtal. Sie kann nur befahren werden, wenn man eine Genehmigung hat. Die bekamen wir von unserem Hotel. Wir wussten, das Hotel liegt ruhig, aber wie ruhig es wirklich lag merkten wir, dass man nicht telefonieren konnte. Es ging nur über das Wlan. Wir fahren auf auf das Hotel zu und da war es, eingebettet zwischen Bäumen. Ein schönes kleines Hotel.

Das Hotel Elements, es liegt im Nationalpark der Allgäuer Alpen. Wer Ruhe sucht, der wird sie hier finden. Wir hatten ein sehr schönes großes Zimmer mit Balkon. Das Hotel hat einen kleinen Wellnessbereich, ein Schwimmbad und ein Spielzimmer. Es ist alles da zur optimalen Entspannung. Wir hatten Halbpension, was eine gute Entscheidung war. Das Essen ging etwas in die mediterrane Richtung. Überhaupt wurde im Restaurant vom Personal viel spanisch gesprochen. Wir wurden so herzlich empfangen und wurden gut umsorgt. Es waren rundherum sehr schöne Abende. Nach dem Essen haben wir noch in der Bar gesessen. Am ersten Abend mit spanischer Musik.

Am nächsten Tag wollten wir wandern gehen. Denn im Trettachtal kann man wunderbar wandern. Leider hat das Wetter nicht mitgespielt. Ich könnte sagen, wie immer.

Trotz der Wolken machten wir uns auf den Weg. Was für ein schönes Tal.

Wir überquerten den Trettach, der Fluss der durch das Tal fließt. Hier sieht er sehr braun aus.

Bei dem Anblick der immer dunkler werdenden Wolken haben wir uns dann entschlossen den Rückzug anzutreten. Es war eine gute Idee. Denn kaum sind wir im Hotel angekommen fing es an zu regnen. Aber es war nicht nur Regen…

Unser erster Urlaubstag im Trettachtal fiel also ins Wasser. Beim einem leckeren Kaffee und einem Stück Kuchen haben wir den Nachmittag begonnen. Danach haben wir uns das Hotel angeschaut und sind im Spielzimmer gelandet. Dort stand auch ein Tischkicker. Da kamen Erinnerungen hoch, denn wir hatten früher auch einen Tischkicker. So haben wir uns die Zeit vertrieben. Wieder im Zimmer haben wir uns dann mit einem Enzian auf den Balkon gesetzt und dem Gewitter gelauscht. Wir haben uns einfach gut gefühlt und den vorbeiziehenden Nebel beobachtet.

Beim Abendessen saßen wir neben einem netten Pärchen. Wir sind ins Gespräch gekommen und haben so einen Abend zu viert verbracht. Es war schön, dass wir die Beiden kennenlernen durften. Wir waren nur fünf Tage dort und haben jeden Tag einen wundervollen Abend mit vielen Gesprächen verbracht. Ist es nicht sehr schön wenn man Menschen begegnet, wo direkt eine Sympathie da ist, die man nicht so schnell vergisst. Vielleicht gelingt es uns, den Kontakt zu halten. Es würde mich freuen.

Unser Plan B

Vor zwei Tagen kam dann die Nachricht, dass unsere Flusskreuzfahrt nicht stattfindet. Wir bekamen eine email, in der wir einige attraktive Angebote als Alternative erhielten. Der Reiseveranstalter zeigt sich hier sehr großzügig. Aber wir nehmen keines der Angebote in Anspruch, sondern konnten jetzt auch die Flusskreuzfahrt stornieren. Was wir dann gemacht haben. Vielleicht versuchen wir es nächstes Jahr noch einmal, dann zu einer anderen Jahreszeit.

Am vergangenen Wochenende haben wir uns allerdings schon über einen Plan B Gedanken gemacht. Wir fragten uns, was machen wir denn, wenn die Flusskreuzfahrt nicht stattfindet? Was wir wussten, wir fahren mit dem Auto. Aber wohin sollen wir fahren? Nach den ganzen Tagen, die wir mit der Flusskreuzfahrt beschäftigt waren, waren wir ratlos. Nicht, das wir unsere Reisen immer so weit im voraus planen, dieses mal war es irgendwie anders. Wir können ja eine große Deutschlandkarte nehmen und mit dem Dartpfeil werfen. Da wo er landet fahren, wir dann hin. Nur, wir haben gar keine Straßenkarten von Deutschland mehr. Die haben wir vor kurzem alle weggeworfen, weil man hat ja Navi und google maps. Da mussten wir anders rangehen. Also, wollen wir überhaupt in Deutschland bleiben? Die Entscheidung fiel auf Deutschland. Lieber in den Süden, oder Norden? Wir haben uns für den Süden entschieden und fahren ins Allgäu.

Wir haben ein sehr schönes kleines Hotel, quasi im Nirgendwo gefunden. Abseits von allem. An einem kleinen See mit Blick auf die Berge. Nur Ruhe und Entspannung. Mit Frühstück und abends ein vier Gänge-Menü. Wir können wandern gehen, Ausflüge machen oder einfach mal nichts tun, die Seele baumeln lassen.

Morgen geht es los. Es sind von uns aus bis Oberstdorf knapp 700 km, könnte man in einem durchfahren. Aber wir fahren ganz entspannt bis Sinsheim und am Sonntag genauso entspannt bis Oberstdorf. Dort bleiben wir fünf Tage und dann wissen wir noch nicht wie es weiter geht. Das lassen wir offen und schauen mal wohin die Reise uns führt.

Schade, das alles anders gekommen ist, aber wir freuen uns doch jetzt sehr auf unsere kleine Reise ins Allgäu.

Reise oder Nicht Reise, das ist hier die Frage

Am Sonntag beginnt unsere Reise, die wir schon vor über einem Jahr gebucht haben. Ich bin nicht so optimistisch, dass sie stattfindet, aber wir wissen es nicht genau.

Letztes Jahr im Juni saßen wir auf unserer Terrasse und sprachen über unseren Hochzeitstag. Da wir in dem Jahr nichts Besonderes machen wollten, überlegten wir, was wir den 2026 unternehmen. Es ist unser 48. Hochzeitstag. Wir wollten schon immer mal eine Flusskreuzfahrt machen. Also wäre das doch eine gute Idee, wir machen eine Flusskreuzfahrt auf der Donau. Gesagt, getan, heute geht es ja alles super einfach. Wir schauen ins Internet und suchen uns eine Reise auf der Donau aus. Es gab eine Fahrt, die genau an unserem Hochzeitstag einen Aufenthalt in Wien macht. Die Fahrt geht von Passau nach Budapest und zurück. Da gab es nicht viel zu überlegen, wir wollten schon immer mal nach Wien. Also haben wir kurzerhand gebucht. Wir haben eine Kabine auf dem obersten Deck genommen, mit französischem Balkon. Dann mussten wir eine Anzahlung leisten und ein Jahr warten. Freunden haben wir immer mal wieder erzählt, wir machen eine Flusskreuzfahrt auf der Donau.

Nun sind wir keine erfahrenen Flusskreuzfahrturlauber. Es ist unsere erste Reise auf einem Fluss. Wir wissen nicht, muss man auf besondere Dinge achten. Was wir gemacht haben, ein Parkplatz für unser Auto gebucht. Vielleicht hätten wir uns vorher informieren sollen, was es heißt eine Flusskreuzfahrt zu machen.

Im Frühjahr haben wir das Hotel für unserer Anreise gebucht und das Hotel in Passau. Wir fahren dann noch eine Woche mit dem Auto an der deutschen Donau entlang bis zur Donauquelle. Auch diese Hotels haben wir schon gebucht. Wir haben uns einfach auf die Reise gefreut.

Seit Juni ist unsere Vorfreude getrübt, denn die Flüsse haben immer weniger Wasser. Naja, aber bis August wird sich das sicher noch ändern. Nun haben wir August und es ist noch viel schlimmer geworden. Seitdem schauen wir jeden Tag, wie es mit den Pegeln aussieht. Seit drei Wochen sitzen wir nun hier und wissen nicht, ob unsere Reise stattfinden kann. Denn vor drei Wochen ist das Schiff, mit dem wir fahren wollten, in Wien gegen die Schleusenmauer und das Schleusentor gefahren. Der Bug ist so kaputt, dass es jetzt in der Werft liegt und repariert wird. Jetzt kommt mit dem Niedrigwasser noch der Unfall dazu. Das Wenige was man erfährt ist aus den Medien oder aus Facebook-Gruppen.

Von dem Reiseveranstalter hört man nichts. Keine Benachrichtigung an uns persönlich, wie es nun weitergeht. Der Veranstalter hat dazu auf seiner Webseite geschrieben, dass die Reisen stattfinden, wenn auch mit kleinen Veränderungen. Dann schreiben sie noch, man sollte sich nicht mit ihnen in Verbindung setzten, sie würden sich rechtzeitig melden. Nur was bedeutet rechtzeitig?

Ich habe in einer Facebook-Gruppe gelesen, dass sich Reisende darüber beklagen, dass sich der Reiseveranstalter erst zwei Tage vor Reiseantritt meldet, um Reiseänderungen mitzuteilen, oder die Möglichkeit umzubuchen oder die Reise zu stornieren. Ich hoffe, dass wir in irgendeiner Weise doch ein paar Tage früher etwas erfahren werden. Ich kann auch den Reiseveranstalter verstehen. Es steht viel auf dem Spiel, wenn die Flusskreuzfahrten nicht stattfinden können. Ich kann auch verstehen, dass sie so lange wie möglich warten, ob sich das Wetter noch verändert und endlich den lang ersehnten Regen bringt.

Aber auch ich möchte verstanden werden. Ich sitze hier und weiß nicht, kann die Reise so wie wir sie gebucht haben stattfinden. Wenn nicht, muss ich meine Hotelbuchungen stornieren. Wenn das nicht mehr geht, was für Kosten kommen da auf uns zu. Anstatt mich auf eine schöne Flusskreuzfahrt zu freuen, sitze ich hier und fühle mich nicht sehr wohl dabei. Ich möchte mich nicht beklagen, ich schreibe einfach wie es im Moment ist. Vom Veranstalter erwarte ich mehr Kommunikation als bisher, das war nämlich keine mit der wir etwas anfangen können. In den diversen Foren wird viel geschrieben, wenn man eine Flusskreuzfahrt bucht, dann muss man damit rechnen, dass es Änderungen gibt in Bezug auf Niedrigwasser, auf Hochwasser oder andere Begebenheiten. Dadurch bekommt man das Gefühl, dass keine Flusskreuzfahrt normal verläuft.

Und so auf dem Trockenen gelassen zu werden, ist nicht schön.

Den Beitrag habe ich am letzten Freitag entworfen, heute ist es Dienstag, fünf Tage vor Reisebeginn und wir warten immer noch…… Können wir überhaupt noch in Urlaub fahren?

Trotz allem, wie wir uns jetzt dabei fühlen, ist dieses trockene Wetter natürlich für die Natur, die Wirtschaft, den Tieren und uns Menschen eine Katastrophe.

Was für ein langer Weg

und er ist noch lange nicht zu Ende.

Seit über 100 Jahren begehen wir weltweit den Internationalen Weltfrauentag.

In vielen Ländern gingen die Frauen auf die Straßen. Schon im Jahr 1860 setzten sich die Aktivistinnen von Frauenorganisationen, die Sufragetten, im Vereinigten Königreich für ein Frauenwahlrecht ein. Auch in anderen Ländern z.b. Vereinigte Staaten und Australien waren Sufragettinnen aktiv. Später griffen sie auch zu Mitteln wie passivem Widerstand, Hungerstreik und Störung offizieller Veranstaltungen.

In Deutschland, Schweiz, Dänemark, Österreich-Ungarn wurde am 19. März 1911 der erste internationale Frauentag gefeiert. Am 8. März 1917 demonstrierten russische Textilarbeiterinnen in Petersburg. Um an den Tag zu erinnern, wurde 1921 in Moskau von den Kommunisten der 8. März als Frauentag festgelegt. Und 1977 hat die UNO-Generalversammlung sich dafür entschieden, den Tag für die Rechte der Frau und den Weltfrieden auch am 8. März zu begehen. Bis heute wird der Tag genutzt, um auf Gleichberechtigung und Diskriminierung aufmerksam zu machen.

Dieser Tag macht auf die Probleme der Gleichberechtigung aufmerksam. Leider gibt es immer noch viel zu viele benachteiligte Frauen auf dieser Welt. Was für ein langer Weg war es für die Frauen bis hierhin. Unsere Ur-Großmütter, Großmütter und Mütter haben für uns den Weg erkämpft. Im März 1911 gingen sie auf die Straße und forderten die ersten Rechte für sich. Und der Kampf ist noch nicht zu Ende.

In Deutschland hatten die Frauen ab 12. November 1918 das Recht, zu wählen und gewählt zu werden. In der Schweiz dauerte es noch bis 1991, bis alle Frauen ihr Wahlstimmrecht hatten.

Wenn man sich überlegt, dass vor 1958 Frauen in Deutschland nicht ohne Genehmigung ihres Ehemannes arbeiten durften. Erst am 1. Juli 1958 kam das Gleichberechtigungsgesetz, das es Frauen erlaubte, ohne Erlaubnis ihre Ehemannes eine Arbeit aufzunehmen, und sie durften dann auch ihr eigenes Vermögen besitzen.

Es ist sicher schon viel passiert. Aber es gibt auch noch eine Menge Luft nach oben.

Auf diesem Bild sieht man die Großmutter von meinem Mann an ihrer Arbeitsstelle.

Es muss noch immer weltweit für die Rechte der Frauen gekämpft. Wir leben im 21. Jahrhundert, da dürfte das Patriarchat doch eigentlich der Vergangenheit angehören.

Auf diesem Bild sieht man meine Großmutter, meine Mutter, meine Tante und meine Schwester.

Es wird wahrscheinlich noch eine lange Zeit dauern bis Männer und Frauen gleichberechtigt sind. Und es wird Länder geben, da werden die Frauen wohl immer unterdrückt sein. Aber wenn wir Frauen nicht weiter kämpfen, wird sich auch nichts ändern.

Bin ich eine hoffnungslose Optimistin?

Ich bin froh, heute, hier und jetzt zu leben und die Ziele zu genießen, die Frauen für uns bis heute erkämpft haben.

Man kann soviel über dieses Thema schreiben, und es wird auch noch viel über die Ungerechtigkeit gegenüber Frauen auf dieser Welt geschrieben. Auch ich könnte noch viel mehr schreiben, aber heute will ich einen kleinen Teil meiner Gedanken mit euch teilen.

Heute ist Weltfrauentag und ich hoffe auf eine gleichberechtigte Zukunft für alle Frauen auf dieser Welt.

Die Zeit verbraucht sich so schnell

Ich sitze hier und schaue in den Garten. Die Sonne versucht durch die Wolken zu blinzeln. Karneval ist nun auch schon wieder vorbei. Dieses Jahr war Karneval wirklich früh. Wo ist die Zeit geblieben von Silvester bis jetzt. Wird dieses Jahr auch wieder so schnell vergehen? Ich muss es mit vielen Erinnerungen auffüllen. Die Zeit, sie geht so schnell vorbei.

Ist es nicht so mit der Zeit:

wenn man auf etwas wartet, die Zeit viel zu langsam vergeht;

wenn man traurig ist, die Zeit nie vergeht;

wenn man glücklich ist, die Zeit wie im Flug vergeht

Wir erinnern uns an die Zeit die vergangen ist. Wir können die Zeit nicht mehr zurückdrehen. Oft vertreiben wir uns die Zeit einfach nur mit schönen Dingen. Wir warten in unserem Leben eine lange Zeit. Wir denken an die Zeit die uns noch bleibt.

Leben wir in schwierigen Zeiten? Leben wir nicht in einer guten Zeit? Ist es uns je besser gegangen als in dieser heutigen Zeit?

Die Zeiten haben sich verändert. Die Zeit hat die Menschen verändert. Die Menschen haben keine Zeit mehr. Für viele ist das Leben nur noch stressig. Sie werden aggressiver. Nur die eigene Meinung zählt. Es wird nicht mehr diskutiert.

Die Menschen meinen sie können sich über jeden anderen Menschen eine Meinung bilden und diese auch laut herausschreien oder wie es heute ist, in jeder sozialen Plattform sein Gift verteilen. Egal wie verletzend es ist. Mein Motto ist, wenn du nicht willst was man dir tut, das füg auch keinem anderen zu.

Die Zeit soll ohne Risiko vergehen. Aber das Leben war nie ohne Risiko.

Im Moment leben wir in einer schwierigen Zeit. Aber hat es nicht immer schwierige Zeiten gegeben?

Die Zeit heilt alle Wunden, mit der Zeit gehen, Zeit die vergeht, Zeit nutzen,

ich habe keine Zeit, es war Zeit zu gehen, es war Zeit zu reden, sich Zeit nehmen

die Zeit läuft einem davon, aber das hat doch noch Zeit, das ist eine lange Zeit,

Zeit zum Nachdenken.

Die Zeit heilt alle Wunden. Wer kennt ihn nicht diesen Satz, wenn Freunde, Bekannte, liebe Menschen trösten wollen wenn etwas Schlimmes passiert ist. Die Zeit heilt keine Wunden. Es wird vielleicht leichter, aber sie heilt nicht. Ein Mensch kann mit Wörtern verletzen, oder mit dem was er macht. Das heilt nicht. Selbst wenn er sich entschuldigt, bleibt immer etwas in der Seele zurück. Man vergisst es nicht. Es wird nur ein bisschen leichter.

Mit der Zeit gehen. Was bedeutet mit der Zeit gehen. Mit der Mode gehen. Da bin ich wohl zeitlos. Sich den Ansichten der Anderen anpassen. Ist auch nichts für mich. Den jeweiligen Verhältnissen anpassen. Ich denke, das muss sein, sonst kommt man nicht vorwärts. Fortschrittlich sein. Das gehört zum Leben. Jeder Fortschritt bringt Positives. Der Fortschritt hat uns so einiges gebracht, nicht nur Gutes.

Manchmal hat man das Gefühl, man hängt in einer Zeitschleife fest. Nichts bewegt sich, keine Veränderung. Vielleicht möchte man manchmal die Zeit zurückdrehen um Dinge anders zu machen. Aber man lernt aus der Erfahrung die uns die Zeit bringt und dann muss man die vergangene Zeit so hinnehmen wie sie nun einmal war.

Die Erde dreht sich immer weiter, egal wie schnell die Zeit für uns vergeht oder was wir aus der Zeit machen. Das Leben und die Zeit sind so kostbar und deshalb sollten wir das Beste aus beidem machen.

Es könnte alles schlimmer sein

Wo immer das Glück sich aufhält, hoffe, ebenfalls dort zu sein. Wo immer jemand freundlich lächelt, hoffe, dass sein Lächeln dir gilt. Wo immer die Sonne aus den Wolken hervorbricht, hoffe, dass sie besonders für dich scheint. Damit jeder Tag deines Lebens so hell wie nur möglich sei.

Irischer Segenswunsch

Ich will ehrlich sein, ich habe meinen Blog etwas vernachlässigt. Es war mal wieder viel los. Eigentlich hat es schon im Oktober 2024 angefangen. Probleme mit meinen Zähnen. Am Anfang war ich drei mal die Woche beim Zahnarzt zum Ausspülen. Ich hatte Bakterien an einem Implantat. Im November eine kleine Operation, dazu die erste Antibiotikaeinnahme. Das brachte keine wirkliche Besserung, also wieder zum spülen. Dann im März letzten Jahres nahm ich eine Woche lang jeden Tag zwei starke verschiedene Antibiotika und das hat dann geholfen. Seitdem ist es in Ordnung. Hoffe, das bleibt auch so.

Im Mai dann, wurden meine Rückenschmerzen schlimmer und ich war beim Orthopäden. Nach Röntgen meines Rückens stellte er fest, dass ich im oberen Rückenbereich Wirbelsäulenathrose habe. Nicht gut. Zur Schmerzlinderung bekam ich einmal die Woche eine Spritze. Eine Dreierkombination unter anderem mit Kortison. Das ganze dann sechs Wochen lang. Die Spritzen haben sehr gut geholfen. Allerdings bekam ich zur selben Zeit starke Schweißausbrüche. Ich dachte, das wäre ein hormonelles Problem. Das war es aber nicht. Dann auf einmal ließen die Schweißausbrüche nach und so wie sie gekommen waren, sind sie auch wieder verschwunden. Nach vier Wochen bekam ich nochmal eine Auffrischungsspritze für den Rücken. Als ich dann am Abend auf dem Sofa saß, kamen die Schweißausbrüche wieder. Na so was!! Ich habe mich an den Laptop gesetzt und gegoogelt ob das von den Spritzen sein kann. Drei Wirkstoffe waren es und beim Kortison bin ich dann fündig geworden. In seltenen Fällen kann es zu schweren Schweißausbrüchen kommen. Ich habe den Arzt gefragt, ob so etwas sein kann. Er meinte, es ist nicht auszuschließen, aber nur in ganz, ganz seltenen Fällen. Na dann bin ich wohl so ein seltener Fall. Da ich aber auch seit meiner Kindheit Schmerzen im Lendenwirbelbereich habe, hat der Arzt mir Akupunktur empfohlen. Ich habe 15 Behandlungen bekommen. Leider hat es nicht geholfen. Danach habe ich mit Physiotherapie und Krankengymnastik angefangen. Die Termine liefen dann bis kurz vor Weihnachten. Mein Rücken ist für den Moment besser geworden. Aber es wird nie wieder zurückgehen.

Dann fiel mir im Sommer auf, wenn meine Hände kalt wurden fingen sie an zu jucken und ich bekam Pusteln auf der Haut. Komisch, dachte ich, aber es wird schon wieder verschwinden. Nun im Sommer war es nur, wenn ich mit kaltem Wasser in Berührung kam. Dann kam die kalte Jahreszeit und es wurde schlimmer. Sobald ich draußen war wurden meine Hände und auch meine Oberschenkel rot, hatte Pusteln und es juckte stark. Also ging ich im Dezember zu einem Hautarzt in unserer Nähe. Er meinte, ich habe wohl eine Kälteallergie. Ich hatte noch andere Symptome und er sagte, dass ich vielleicht ein Problem mit meinem Histamin haben könnte. Er nahm mir Blut ab und verschrieb mir Antihistaminika und im neuen Jahr sollte ich für die Ergebnisse wiederkommen. Er sagte er mache einen Histamintest. Ich habe mich dann informiert, was eine Histaminintoleranz bedeutet. Ist nicht gut. Bei meinem Termin stellte sich heraus, dass er nur einen allgemeinen Allergietest gemacht hat. Da kam allerdings nichts neues raus und eine Kälteallergie kann man nicht über das Blut feststellen. Ich fragte ihn, was ich den jetzt machen kann. Er meinte, ich sollte in eine wärmere Gegend ziehen. Ich fragte ihn, wenn ich Probleme mit meinem Histamin habe, was ich tun soll. Auf meine Angst, das es schlimmer werden könnte sagte er, wenn sie merken, das sie einen Apfel nicht vertragen, was machen sie dann? Dann essen sie eben keinen Apfel. Ich war etwas irritiert, eigentlich war ich sehr irritiert. Dachte dann aber, was bist du den für ein Arzt und bin gegangen. Ich hätte natürlich auch noch etwas gegen seine blöden Kommentare sagen können, aber ich dachte was soll es, geh zu einem anderen Arzt.

Das ließ mir alles keine Ruhe und bin dann zu meinem früheren Arzt nach Düsseldorf gegangen. Er bestätigte die Diagnose. Da ich aber auch noch andere Symptome habe, hat er mir empfohlen in die Uni nach Düsseldorf zu gehen und alles mal genauer untersuchen zu lassen. Da habe ich jetzt einen Termin im März. Irgendwie war ich gefühlt letztes Jahr jeden Tag beim Arzt oder in einer Behandlung.

Im Moment kann ich mich nur sehr kurz draußen aufhalten und total geschützt vor der Kälte, denn ein paar Minuten reichen schon aus. Und wenn ich mich doch für längere Zeit draußen aufhalte, nehme ich Tabletten ein. Daher hoffe ich, das es ganz schnell wärmer wird.

So ist das letzte Jahr nun mit vielen Terminen vergangen und ich hoffe, das neue Jahr wird besser. Aber manchmal ist es einfach so und es könnte alles noch viel schlimmer sein.

Bei mir beginnt schon der Herbst

So langsam verlässt uns der Sommer. Wobei ganz so langsam war es dann doch nicht, denn eigentlich ging es wieder von heute auf morgen. Aber so richtig traurig bin ich nicht. Ich mag den Sommer sehr, aber ich bin eben ein Herbstkind. Ich habe heute schon angefangen die Sommerdekoration zu entfernen. Dachte so bei mir, ist doch ein bisschen flott. UND was war das gestern für ein wundervoller Sommertag. Ich hoffe, ihr habt ihn genauso genossen wie wir.

Nach dem Frühstück haben wir uns ins Auto gesetzt, einen Freund abgeholt und sind nach Düsseldorf zum Trödelmarkt gefahren. Es war schön durch über den Markt zu gehen, zu stöbern und dann auch etwas zu finden. Was manche so für ihre Sachen verlangen ist schon abenteuerlich. Mir gefiel eine schöne kleine Schale aus Porzellan. Die kann man gut für Pralinen oder Plätzchen benutzen. Ich fragte, was sie dafür haben wollten und sie sagte: 28 Euro. Wow, das ist viel mir ging gleich durch den Kopf, zum Verhandeln bleibt da nicht viel Spielraum, denn sie würde nicht unter 20 Euro gehen. Also dann nicht. Direkt nebenan ein anderer Stand hatten sie doch selbe Schale. Ich frage wieder und sie wollte 27 Euro. Naja, dann eben auch hier nicht. Und als wir weiter gingen, sagt die eine Frau zur anderen: DIE hat schon bei mir gefragt und nichts gekauft. Ich drehe mich um und sage, na ja bei dem Preis sollten sie sich nicht wundern. 15 Euro hätte ich für die kleine Schale noch ausgegeben, obwohl das auch schon zu viel ist. Wir gehen gerne über den Trödelmarkt und ich finde meistens auch etwas. Es sind nicht immer Sachen die man unbedingt braucht, aber das macht ja auch den Reiz eines Flohmarktes aus.

Bei einer schönen Sammeltasse kann ich nicht vorbeigehen. Ich habe schon ein paar. Wenn Gäste zu Kaffee und Kuchen zu Besuch da sind, kommen die Sammeltassen auf den Tisch. Ich mag es, wenn es so abwechslungsreich ist. Und unsere Gäste auch.

Danach haben wir in einem schönen Biergarten etwas getrunken und gegessen. Es war einfach rundum ein schöner Nachmittag.

Zuhause angekommen, haben uns dann unsere Nachbarn gefragt, ob wir mit zum Feld gehen um die Mondfinsternis zu sehen. Klar, ich wollte die Finsternis fotografieren. Also sind wir um 20 Uhr losgezogen. Ich mit meinem Stativ und der Kamera. Die anderen mit Klappstühlen. Es war noch so schön warm. Leider haben wir den Blutmond nicht gesehen. Am Horizont war es leicht bewölkt und diesig. Also haben wir auf einem Feldweg gewartet. Es kamen Autos vorbei, Radfahrer, Fußgänger, und immer kam die Frage haben sie den Mond schon gesehen? Endlich kam der Mond dann zum Vorschein, aber er trat schon wieder aus dem Schatten hervor.

Also ich habe keine Fotos vom Blutmond, aber das macht nichts, denn wir hatten viel Spaß. Zu Hause haben wir gemeinsam noch etwas getrunken und so den wunderschönen Tag beendet.

Allerdings habe ich im Januar 2019 bei der letzten Mondfinsternis Fotos gemacht. Darüber habe ich auch einen Blogbeitrag geschrieben. https://sylviesrosentraum.blog/2019/01/22/meine-mondfinsternis/

Heute fing der Tag mit Regen an. Das freut die Natur, denn der muss sein. Allerdings glaube ich, dass gestern der letzte warme Sommertag gewesen ist. Die nächsten Wochen werden sicher noch schön, aber wahrscheinlich nicht mehr mit ganz so hohen Temperaturen. Also mache ich mit meiner Herbstdekoration weiter.

Heute Nacht soll es Starkregen geben, also passt auf euch auf, wo immer ihr seid.

Mittelalterisches Flair

Ich sitze in unserem Wintergarten und denke an unsere nächste Reise. Am Sonntag geht es los. Für eine Woche nach Norddeutschland. Allerdings wollte ich euch doch noch von unserer Reise nach Rothenburg ob der Tauber ein paar Bilder zeigen. Wobei ein paar ist gut. Ich habe viele Fotos gemacht und ungefähr vierzig ausgesucht, die ich euch zeigen möchte. Allerdings ist das doch viel zu viel, also suche ich welche aus um euch ein bisschen von dieser wunderschönen romantischen Stadt zu zeigen.

Unsere Fahrt vom Sankt Goar am Rhein nach Rothenburg ob der Tauber dauerte so etwas drei Stunden. Ich denke von Rothenburg hat sicher der eine oder andere schon gehört, denn sie gehört zu den beliebtesten Städten in Deutschland. Touristen aus aller Welt sind hier zu sehen. Das ist kein Wunder, denn ihr mittelalterliches Flair beeindruckt sehr.

Wir haben uns irgendwie zurückversetzt gefühlt in alte Zeiten. Durch die Gassen zu bummeln und das Gefühl zu haben gleich kommt ein Ritterfräulein mit ihrem stolzen Ritter um die Ecke.

Wie ihr seht, war es im Mai noch nicht so überfüllt, was uns natürlich sehr gefallen hat.

Rothenburg ob der Tauber hat sage und schreibe 42 Türme. Sie stehen in der Altstadt und entlang der Stadtmauer, die ca. 4 Kilometer lang ist.

Auf der Stadtmauer kann man die Altstadt fast umrunden. Wir sind einen Teil auf der Stadtmauer gelaufen.

Von hier oben hat man einen schönen Blick auf die Stadt.

Und hier das beeindruckende Rathaus und einen Blick auf die St. Jacobs Kirche.

Eine Kirche mit einer Durchfahrt, so etwas haben wir auch noch nicht gesehen. Wie ihr seht gibt es soviel von Rothenburg zu zeigen. Dabei darf etwas natürlich nicht fehlen.

Das wohl bekannteste Haus in Rothenburg ob der Tauber. Das Weihnachtshaus von Käthe Wohlfahrt. Natürlich ist ein Besuch in diesem Haus ein Muss. Gerade für mich als absoluter Weihnachtsengel. Wir waren einen vollen Tag hier, hatten in der Altstadt unser Hotel und waren so mitten drin.

Noch ein letzter Bummel durch die Gassen, was in der abendlichen Stimmung besonders schön ist.

Ich habe euch hier nur einen kleinen Teil dieser wunderschönen Stadt gezeigt und kann nur sagen, Rothenburg ob der Tauber ist eine Reise wert.

Warum ist es am Rhein so schön?

Das findet man ganz einfach heraus, in dem man ein paar Tage Urlaub am Rhein macht. Der Rhein ist 1232,7 km lang. Davon fließt er 865 km in Deutschland und ist der längste Fluss in Deutschland und ist verkehrsreichste Fluss der Welt. Wenn man am Rhein sitzt kann man die Schiffe stromaufwärts und stromabwärts beobachten. Er entspringt in der Schweiz und mündet in den Niederlanden in die Nordsee. Der Rhein begleitet mich schon mein ganzes Leben. Ich bin in Düsseldorf geboren und habe meine Jugend am Rhein verbracht. Heute wohne ich am Niederrhein, also auch nicht weit vom Rhein entfernt. Hier fließt der Rhein in einer flachen wunderschönen Landschaft.

Was gibt es für Geschichten über den Rhein? Schon allein die Loreley, die am Mittelrhein die Schiffer in ihr Unglück führte. Die Nibelungensage, auch die spielt am Rhein. Der Sage nach soll noch heute der Schatz der Nibelungen im Rhein liegen. Unsere Kurzreise im Mai führte uns nach Sankt Goar am Rhein.

Auf dem Bild liegt rechts Sankt Goar und auf der anderen Seite des Rheines Goarshausen. Man kann ganz gemütlich mit der Fähre auf die andere Rheinseite gelangen. Über Sankt Goar liegt die Burg Rheinfels und das dazu gehörende Hotel Schloss Rheinfels.

Diese Reise war ein Geschenk für meinen Mann. Als ich ein Hotel am Rhein suchte, dachte ich, wie wäre es einmal auf einer Burg zu übernachten und voilá hier waren wir. Wir hatten ein schönes Zimmer in der zum Schloss Hotel gehörenden Villa. Vom Balkon ist der Blick auf den Rhein einfach traumhaft.

Das Schlosshotel ist ein sehr schönes Hotel und bietet viel: schöne Zimmer, Entspannung, gutes Essen und natürlich die Atmosphäre auf einer Burg zu wohnen.

Auch für einen Besuch in der anliegenden Burgruine Rheinfels sollte man sich Zeit nehmen, besonders das Heimatmuseum ist sehr interessant. In der Burg befindet sich der größte freitragende Gewölbekeller Europas.

Die Burg Rheinfels ist seit 2002 Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal. Es gibt zahlreiche Burgen am Rhein und jede ist etwas Besonderes und hat ihre eigene sehr interessante Geschichte. Ich bin sehr gerne am Rhein, gerade ab Bonn wo die Landschaft hügeliger wird. Man kann wunderbar wandern, hat unglaubliche Ausblicke und natürlich nicht zu vergessen den guten Wein vom Rhein. Und wenn man vom Ausflug kommt, kann man auf der Terrasse des Hotels entspannen und den Blick auf den Rhein genießen. Wir haben ein kühles Bier getrunken.

Zum Abendessen haben wir dann einen guten Wein vom Rhein genossen.

Wenn man am Rhein sitzt fühlt es sich so entschleunigend an. Er strahlt eine Ruhe aus, so wie er vor sich hin fließt. So nun beende ich meine Liebeserklärung an den Rhein. Ich werde sicher noch einmal über ihn schreiben, denn wir waren schon öfters an diesem schönen Fluss und ich habe noch einige Fotos und Geschichten zu erzählen. Dann ging unsere Fahrt weiter nach Rothenburg ob der Tauber.