Reise oder Nicht Reise, das ist hier die Frage

Am Sonntag beginnt unsere Reise, die wir schon vor über einem Jahr gebucht haben. Ich bin nicht so optimistisch, dass sie stattfindet, aber wir wissen es nicht genau.

Letztes Jahr im Juni saßen wir auf unserer Terrasse und sprachen über unseren Hochzeitstag. Da wir in dem Jahr nichts Besonderes machen wollten, überlegten wir, was wir den 2026 unternehmen. Es ist unser 48. Hochzeitstag. Wir wollten schon immer mal eine Flusskreuzfahrt machen. Also wäre das doch eine gute Idee, wir machen eine Flusskreuzfahrt auf der Donau. Gesagt, getan, heute geht es ja alles super einfach. Wir schauen ins Internet und suchen uns eine Reise auf der Donau aus. Es gab eine Fahrt, die genau an unserem Hochzeitstag einen Aufenthalt in Wien macht. Die Fahrt geht von Passau nach Budapest und zurück. Da gab es nicht viel zu überlegen, wir wollten schon immer mal nach Wien. Also haben wir kurzerhand gebucht. Wir haben eine Kabine auf dem obersten Deck genommen, mit französischem Balkon. Dann mussten wir eine Anzahlung leisten und ein Jahr warten. Freunden haben wir immer mal wieder erzählt, wir machen eine Flusskreuzfahrt auf der Donau.

Nun sind wir keine erfahrenen Flusskreuzfahrturlauber. Es ist unsere erste Reise auf einem Fluss. Wir wissen nicht, muss man auf besondere Dinge achten. Was wir gemacht haben, ein Parkplatz für unser Auto gebucht. Vielleicht hätten wir uns vorher informieren sollen, was es heißt eine Flusskreuzfahrt zu machen.

Im Frühjahr haben wir das Hotel für unserer Anreise gebucht und das Hotel in Passau. Wir fahren dann noch eine Woche mit dem Auto an der deutschen Donau entlang bis zur Donauquelle. Auch diese Hotels haben wir schon gebucht. Wir haben uns einfach auf die Reise gefreut.

Seit Juni ist unsere Vorfreude getrübt, denn die Flüsse haben immer weniger Wasser. Naja, aber bis August wird sich das sicher noch ändern. Nun haben wir August und es ist noch viel schlimmer geworden. Seitdem schauen wir jeden Tag, wie es mit den Pegeln aussieht. Seit drei Wochen sitzen wir nun hier und wissen nicht, ob unsere Reise stattfinden kann. Denn vor drei Wochen ist das Schiff, mit dem wir fahren wollten, in Wien gegen die Schleusenmauer und das Schleusentor gefahren. Der Bug ist so kaputt, dass es jetzt in der Werft liegt und repariert wird. Jetzt kommt mit dem Niedrigwasser noch der Unfall dazu. Das Wenige was man erfährt ist aus den Medien oder aus Facebook-Gruppen.

Von dem Reiseveranstalter hört man nichts. Keine Benachrichtigung an uns persönlich, wie es nun weitergeht. Der Veranstalter hat dazu auf seiner Webseite geschrieben, dass die Reisen stattfinden, wenn auch mit kleinen Veränderungen. Dann schreiben sie noch, man sollte sich nicht mit ihnen in Verbindung setzten, sie würden sich rechtzeitig melden. Nur was bedeutet rechtzeitig?

Ich habe in einer Facebook-Gruppe gelesen, dass sich Reisende darüber beklagen, dass sich der Reiseveranstalter erst zwei Tage vor Reiseantritt meldet, um Reiseänderungen mitzuteilen, oder die Möglichkeit umzubuchen oder die Reise zu stornieren. Ich hoffe, dass wir in irgendeiner Weise doch ein paar Tage früher etwas erfahren werden. Ich kann auch den Reiseveranstalter verstehen. Es steht viel auf dem Spiel, wenn die Flusskreuzfahrten nicht stattfinden können. Ich kann auch verstehen, dass sie so lange wie möglich warten, ob sich das Wetter noch verändert und endlich den lang ersehnten Regen bringt.

Aber auch ich möchte verstanden werden. Ich sitze hier und weiß nicht, kann die Reise so wie wir sie gebucht haben stattfinden. Wenn nicht, muss ich meine Hotelbuchungen stornieren. Wenn das nicht mehr geht, was für Kosten kommen da auf uns zu. Anstatt mich auf eine schöne Flusskreuzfahrt zu freuen, sitze ich hier und fühle mich nicht sehr wohl dabei. Ich möchte mich nicht beklagen, ich schreibe einfach wie es im Moment ist. Vom Veranstalter erwarte ich mehr Kommunikation als bisher, das war nämlich keine mit der wir etwas anfangen können. In den diversen Foren wird viel geschrieben, wenn man eine Flusskreuzfahrt bucht, dann muss man damit rechnen, dass es Änderungen gibt in Bezug auf Niedrigwasser, auf Hochwasser oder andere Begebenheiten. Dadurch bekommt man das Gefühl, dass keine Flusskreuzfahrt normal verläuft.

Und so auf dem Trockenen gelassen zu werden, ist nicht schön.

Den Beitrag habe ich am letzten Freitag entworfen, heute ist es Dienstag, fünf Tage vor Reisebeginn und wir warten immer noch…… Können wir überhaupt noch in Urlaub fahren?

Trotz allem, wie wir uns jetzt dabei fühlen, ist dieses trockene Wetter natürlich für die Natur, die Wirtschaft, den Tieren und uns Menschen eine Katastrophe.

Was für ein langer Weg

und er ist noch lange nicht zu Ende.

Seit über 100 Jahren begehen wir weltweit den Internationalen Weltfrauentag.

In vielen Ländern gingen die Frauen auf die Straßen. Schon im Jahr 1860 setzten sich die Aktivistinnen von Frauenorganisationen, die Sufragetten, im Vereinigten Königreich für ein Frauenwahlrecht ein. Auch in anderen Ländern z.b. Vereinigte Staaten und Australien waren Sufragettinnen aktiv. Später griffen sie auch zu Mitteln wie passivem Widerstand, Hungerstreik und Störung offizieller Veranstaltungen.

In Deutschland, Schweiz, Dänemark, Österreich-Ungarn wurde am 19. März 1911 der erste internationale Frauentag gefeiert. Am 8. März 1917 demonstrierten russische Textilarbeiterinnen in Petersburg. Um an den Tag zu erinnern, wurde 1921 in Moskau von den Kommunisten der 8. März als Frauentag festgelegt. Und 1977 hat die UNO-Generalversammlung sich dafür entschieden, den Tag für die Rechte der Frau und den Weltfrieden auch am 8. März zu begehen. Bis heute wird der Tag genutzt, um auf Gleichberechtigung und Diskriminierung aufmerksam zu machen.

Dieser Tag macht auf die Probleme der Gleichberechtigung aufmerksam. Leider gibt es immer noch viel zu viele benachteiligte Frauen auf dieser Welt. Was für ein langer Weg war es für die Frauen bis hierhin. Unsere Ur-Großmütter, Großmütter und Mütter haben für uns den Weg erkämpft. Im März 1911 gingen sie auf die Straße und forderten die ersten Rechte für sich. Und der Kampf ist noch nicht zu Ende.

In Deutschland hatten die Frauen ab 12. November 1918 das Recht, zu wählen und gewählt zu werden. In der Schweiz dauerte es noch bis 1991, bis alle Frauen ihr Wahlstimmrecht hatten.

Wenn man sich überlegt, dass vor 1958 Frauen in Deutschland nicht ohne Genehmigung ihres Ehemannes arbeiten durften. Erst am 1. Juli 1958 kam das Gleichberechtigungsgesetz, das es Frauen erlaubte, ohne Erlaubnis ihre Ehemannes eine Arbeit aufzunehmen, und sie durften dann auch ihr eigenes Vermögen besitzen.

Es ist sicher schon viel passiert. Aber es gibt auch noch eine Menge Luft nach oben.

Auf diesem Bild sieht man die Großmutter von meinem Mann an ihrer Arbeitsstelle.

Es muss noch immer weltweit für die Rechte der Frauen gekämpft. Wir leben im 21. Jahrhundert, da dürfte das Patriarchat doch eigentlich der Vergangenheit angehören.

Auf diesem Bild sieht man meine Großmutter, meine Mutter, meine Tante und meine Schwester.

Es wird wahrscheinlich noch eine lange Zeit dauern bis Männer und Frauen gleichberechtigt sind. Und es wird Länder geben, da werden die Frauen wohl immer unterdrückt sein. Aber wenn wir Frauen nicht weiter kämpfen, wird sich auch nichts ändern.

Bin ich eine hoffnungslose Optimistin?

Ich bin froh, heute, hier und jetzt zu leben und die Ziele zu genießen, die Frauen für uns bis heute erkämpft haben.

Man kann soviel über dieses Thema schreiben, und es wird auch noch viel über die Ungerechtigkeit gegenüber Frauen auf dieser Welt geschrieben. Auch ich könnte noch viel mehr schreiben, aber heute will ich einen kleinen Teil meiner Gedanken mit euch teilen.

Heute ist Weltfrauentag und ich hoffe auf eine gleichberechtigte Zukunft für alle Frauen auf dieser Welt.

Die Zeit verbraucht sich so schnell

Ich sitze hier und schaue in den Garten. Die Sonne versucht durch die Wolken zu blinzeln. Karneval ist nun auch schon wieder vorbei. Dieses Jahr war Karneval wirklich früh. Wo ist die Zeit geblieben von Silvester bis jetzt. Wird dieses Jahr auch wieder so schnell vergehen? Ich muss es mit vielen Erinnerungen auffüllen. Die Zeit, sie geht so schnell vorbei.

Ist es nicht so mit der Zeit:

wenn man auf etwas wartet, die Zeit viel zu langsam vergeht;

wenn man traurig ist, die Zeit nie vergeht;

wenn man glücklich ist, die Zeit wie im Flug vergeht

Wir erinnern uns an die Zeit die vergangen ist. Wir können die Zeit nicht mehr zurückdrehen. Oft vertreiben wir uns die Zeit einfach nur mit schönen Dingen. Wir warten in unserem Leben eine lange Zeit. Wir denken an die Zeit die uns noch bleibt.

Leben wir in schwierigen Zeiten? Leben wir nicht in einer guten Zeit? Ist es uns je besser gegangen als in dieser heutigen Zeit?

Die Zeiten haben sich verändert. Die Zeit hat die Menschen verändert. Die Menschen haben keine Zeit mehr. Für viele ist das Leben nur noch stressig. Sie werden aggressiver. Nur die eigene Meinung zählt. Es wird nicht mehr diskutiert.

Die Menschen meinen sie können sich über jeden anderen Menschen eine Meinung bilden und diese auch laut herausschreien oder wie es heute ist, in jeder sozialen Plattform sein Gift verteilen. Egal wie verletzend es ist. Mein Motto ist, wenn du nicht willst was man dir tut, das füg auch keinem anderen zu.

Die Zeit soll ohne Risiko vergehen. Aber das Leben war nie ohne Risiko.

Im Moment leben wir in einer schwierigen Zeit. Aber hat es nicht immer schwierige Zeiten gegeben?

Die Zeit heilt alle Wunden, mit der Zeit gehen, Zeit die vergeht, Zeit nutzen,

ich habe keine Zeit, es war Zeit zu gehen, es war Zeit zu reden, sich Zeit nehmen

die Zeit läuft einem davon, aber das hat doch noch Zeit, das ist eine lange Zeit,

Zeit zum Nachdenken.

Die Zeit heilt alle Wunden. Wer kennt ihn nicht diesen Satz, wenn Freunde, Bekannte, liebe Menschen trösten wollen wenn etwas Schlimmes passiert ist. Die Zeit heilt keine Wunden. Es wird vielleicht leichter, aber sie heilt nicht. Ein Mensch kann mit Wörtern verletzen, oder mit dem was er macht. Das heilt nicht. Selbst wenn er sich entschuldigt, bleibt immer etwas in der Seele zurück. Man vergisst es nicht. Es wird nur ein bisschen leichter.

Mit der Zeit gehen. Was bedeutet mit der Zeit gehen. Mit der Mode gehen. Da bin ich wohl zeitlos. Sich den Ansichten der Anderen anpassen. Ist auch nichts für mich. Den jeweiligen Verhältnissen anpassen. Ich denke, das muss sein, sonst kommt man nicht vorwärts. Fortschrittlich sein. Das gehört zum Leben. Jeder Fortschritt bringt Positives. Der Fortschritt hat uns so einiges gebracht, nicht nur Gutes.

Manchmal hat man das Gefühl, man hängt in einer Zeitschleife fest. Nichts bewegt sich, keine Veränderung. Vielleicht möchte man manchmal die Zeit zurückdrehen um Dinge anders zu machen. Aber man lernt aus der Erfahrung die uns die Zeit bringt und dann muss man die vergangene Zeit so hinnehmen wie sie nun einmal war.

Die Erde dreht sich immer weiter, egal wie schnell die Zeit für uns vergeht oder was wir aus der Zeit machen. Das Leben und die Zeit sind so kostbar und deshalb sollten wir das Beste aus beidem machen.

Mein persönlicher Sonnenaufgang

Beim Blick heute morgen aus dem Dachfenster schaut mir die Sonne ins Gesicht. Was für ein schönes Gefühl. Ich mache das Fenster auf, da kam mir die kalte Luft entgegen. Einmal tief einatmen, wie wunderbar das doch ist. Und für einen kurzen Moment vergesse ich alles, was so um mich rum passiert. Es gibt schönere Aussichten, aber die Sonne morgens aufgehen zu sehen, egal wo immer man gerade ist, ist ein wunderbares Ereignis. Besonders im Winter sehe ich die unterschiedlichsten Sonnenaufgänge.

Das ist der Sonnenaufgang von heute Morgen. Ich schaue raus und mache mir Gedanken. Es könnte alles so schön sein. Aber wenn ich dann mein Smartphone anmache und die neuesten Nachrichten lese, werde ich nachdenklich und sehr traurig. Was passiert gerade auf unserer Welt. Es könnte alles so schön sein. Bin ich zu naiv, dass ich noch daran glaube, die Welt könnte eine Bessere werden?

Die wahren Wunderkinder unserer Zeit sind die Menschen, die mit 60 Jahren noch an die Gerechtigkeit der Welt und an die Vernunft der Menschheit glauben.   -Ernest Hemingway-

Die Sonne ist aufgegangen und versucht sich durch die Wolken zu zeigen.

Ich zeige euch einmal die verschiedenen Ansichten auf die Bäume und die Farben des Himmels.

Manchmal sind die Farben einfach unglaublich.

Und im Sommer, wenn Bäume dann in voller Blätterpracht da stehen, geben sie uns einen wunderbaren Schatten.

Die Zeiten ändern sich und leider verändert sich nichts zum Positiven. Daran zu glauben, dass die Welt und die Menschen sich verändern werden, wird immer schwieriger.

Nimm dir die Zeit

Und wieder neigt sich das Jahr dem Ende zu. Kalt ist es geworden und es gab den ersten Schnee. Pünktlich im November erreicht uns für kurze Zeit die Kälte.

Das es diese Woche geschneit hat, sorgt schon für ein kuschliges, gemütliches Gefühl. Die Nächte sind frostig und ein bisschen liegt noch Schnee auf unserer Hütte. Einigen Rosen scheint die Kälte nichts auszumachen. Sie blühen auch im November noch.

Sie lassen sich Zeit. Wie ist das so mit der Zeit? Im melancholischem November kommen die Gedanken. Was bedeutet Zeit?

Einige Synonyme für Zeit: Abschnitt, Zeitraum, Zeitalter, Epoche, Zeitspanne, Periode

Sätze über die Zeit: Die Zeit heilt alle Wunden, mit der Zeit gehen, Zeit die vergeht, Zeit nutzen, ich habe keine Zeit, es war Zeit zu gehen, es war Zeit zu reden

die Zeit läuft einem davon, aber das hat doch noch Zeit, das ist eine lange Zeit

Zeit zum Nachdenken.

Nutzen wir unsere Zeit. Was bedeutet die Zeit nutzen? Der Alltag wird immer stressiger. Arbeiten, Kinder, Haushalt. Zur Arbeit fahren, mit der Bahn, mit dem Auto zum Einkaufen fahren. Alles muss schnell und immer schneller gehen. Nimmt man sich die Zeit, um mal nichts zu tun. Haben die Menschen die Zeit, einmal nichts zu tun. Einfach mal die Zeit so vergehen lassen. Auf dem Sofa sitzen und nichts tun. Die Gedanken schweifen lassen.

Im Moment leben wir in einer schwierigen Zeit. Es hat immer schwierige Zeiten gegeben. Die Zeit soll ohne Risiko vergehen. Aber das Leben war nie ohne Risiko. Jeder Mensch braucht seine Familie, seine Freunde, Kommunikation mit anderen. Die Freude und auch die Trauer mit anderen teilen.

Die Zeit heilt alle Wunden. Wer kennt ihn nicht diesen Satz, den man von Freunden, Bekannten, lieben Menschen gesagt bekommt, wenn etwas Schlimmes passiert ist. Ich kann nur für mich sprechen. Ich finde das nicht. Die Zeit heilt keine Wunden. Es wird vielleicht leichter, aber sie heilt nicht. Es muss noch nicht mal etwas Schlimmes passiert sein. Ein Mensch kann mich mit Wörtern verletzen, oder mit dem was er macht. Das heilt nicht. Selbst wenn er sich entschuldigt, bleibt immer etwas in der Seele zurück. Man vergisst es nicht. Es wird nur ein bisschen leichter.

Es gibt so viele Dinge, über die ich froh bin, das es sie gibt. Vor 150 Jahren hätte ich jetzt alles mit einem Füller auf Papier geschrieben. Wenn ich lesen und schreiben gelernt hätte. Und meine geschriebenen Worte wären nicht so schnell in die Welt geschickt worden. Der Fortschritt nützt uns allen. Natürlich weiß ich, es ist nicht alles Gold was glänzt.

Die Zeit hat sich verändert. Die Zeit hat die Menschen verändert. Ich denke, nicht immer zum positiven. Man hat keine Zeit mehr. Für viele ist das Leben nur noch stressig. Sie werden aggressiver. Nur die eigene Meinung zählt. Es wird nicht mehr diskutiert. Und nicht immer sind die neuen Medien ein Segen.

Die Zeit die vergangen ist, die Zeit zurückdrehen, die Zeit vertreiben und die Zeit die uns noch bleibt. Die Zeit die man wartet.

Mit der Zeit gehen. Was bedeutet mit der Zeit gehen. Mit der Mode gehen. Da bin ich wohl zeitlos. Sich den Ansichten der anderen anpassen. Ist auch nichts für mich. Den jeweiligen Verhältnissen anpassen. Ich denke, das muss sein, sonst kommt man nicht vorwärts. Fortschrittlich sein. Das gehört zum Leben. Jeder Fortschritt bringt positives. Meint man?? Aber wer möchte schon noch wie vor 100 Jahren leben? Ich bin froh, heute, hier und jetzt zu leben. Der Fortschritt hat uns so viel gebracht. Welche Frau würde heute noch die Wäsche mit der Hand waschen. Ist nur ein kleines Beispiel, dass mir spontan einfiel. Ein Klischee, aber das war das erste was mir so in den Sinn kam.

Manchmal hat man das Gefühl man hängt in einer Zeitschleife fest. Nichts bewegt sich, keine Veränderung. Keiner holt einen aus dieser Zeitschleife heraus, das muss man dann selbst in die Hand nehmen.

Dann gibt es die Momente in denen man sagt: „Aber das hat doch noch Zeit.“ Viel Zeit vergeht und man hat sich nicht die Zeit genommen. Wird man es später vielleicht bereuen? Fragt man sich dann, warum habe ich mir nicht die Zeit genommen. Aber was ist, wenn man die Zeit nicht mehr hat. Man muss sich die Zeit nehmen. Ich glaube, so ist es jedem von uns schon gegangen. Man nimmt einfach die Dinge so hin. Die Zeit vergeht wie im Flug. Also nehmt euch die Zeit für alte und für neue Freunde, für schöne Dinge, nehmt euch Zeit für Ruhe.

Ein Hilferuf für alle Igel

DER IGEL

Tier des Jahres 2024

Heute morgen haben wir, wie jeden Morgen, eine Runde mit unserer Hündin gemacht. Mein Mann sah dann einen im Gartenzaun eingeklemmten Igel. Im hinteren Garten eines Reihenhauses. Das Gartentor war abgeschlossen und wir kamen nicht an ihn ran. Ich habe dann beim betreffenden Haus geklingelt. Leider war niemand zu Hause. Wir haben aber gesehen, dass es zu den Nachbarn keinen Gartenzaun gab. Also habe ich dort geklingelt. Gott sei dank machte jemand die Türe auf. Ich sagte, das bei ihren Nachbarn hinten im Garten ein Igel im Zaun eingeklemmt ist. Ob sie wohl mal schauen könnten. Sie sagten, ja wir schauen gleich mal nach. Unsere Hündin bellte so sehr, so dass wir erstmal nach Hause gingen und hofften, dass sie sich kümmern werden. Es ist nur zwei Minuten bis zu uns. Aber mich hielt nichts zu Hause, ich machte mir Sorgen um den kleinen leichtsinnigen Igel und ging los um zu schauen ob er immer noch eingeklemmt ist. Der Igel hing immer noch fest. Ich bin dann noch einmal klingeln gegangen um zu fragen ob sie versucht haben, den Igel aus seiner misslichen Lage zu befreien. Das hatten sie, aber sie haben ihn nicht befreien können und haben die Feuerwehr angerufen. Zuerst kam ein Mann vom Gartenbauamt, auch der konnte ihn nicht befreien und sagte ich hole eine Flex. Wir warteten und dann kam noch die Besitzerin des Hauses und war auch sehr betroffen von dem Igel, der sich in diese missliche Lage gebracht hat. Nach ungefähr 20 Minuten kam dann ein Feuerwehrmann, hat sich alles angeschaut, festgestellt, das man den dicken Igel nicht einfach so befreien kann. Er kam mit einem Bolzenschneider und ruckzuck war der Kleine befreit. Er war soweit in Ordnung, hatte keine Verletzungen. Ich habe dann angeboten ihn mit zu uns zu nehmen. Wir haben immer Igel im Garten, haben Igelfutter und ein Igelhaus. Jetzt liegt er im Igelhaus und schläft.

Erst hat er sich satt gegessen und erholt sich nun von dem Schrecken. Heute Abend wird er uns sicher wieder verlassen. Aber er weiß jetzt wo er etwas zu fressen bekommt und wird ab und zu bei uns vorbeischauen. Ich hoffe, dass ihm dann nichts passiert. Schon gar nicht, das er meint er kommt durch die kleinste Öffnung durch.

Vor zwei Wochen hatten wir einen verletzten Igel im Garten. Er hat sich immer Futter geholt, aber wir haben ihn nicht einfangen können. Letzte Woche dann lief er wieder tagsüber durch den Garten. Das ist immer ein schlechtes Zeichen, wenn Igel am Tage laufen. Dieses mal konnte ich ihn einfangen und in mir anschauen. Er war übel zugerichtet. Hatte schon alte verkrustete Wunden und eine neue Wunde. Ich habe eine Igelrettung angerufen und wir haben ihn dann hingebracht. Er wurde gewogen und hat sofort eine Schmerzspritze bekommen. Er hatte viel zu wenig Gewicht. Nun warten wir auf den Anruf, dass er wieder in Ordnung ist und wir ihn abholen können. In dieser Igelstation halten sich zur Zeit über 40 Igel auf. Alle sehr verletzt. Die meisten Verletzungen bekommen die Igel von Mährobotern. Weil die Menschen sie Tag und Nacht laufen lassen, sind sie eine große Gefahr für Igel. Es würde schon helfen, wenn man diese Mähroboter wenigstens Nachts ausstellen könnte. Aber auch Kantenschneider sind gefährlich für Igel. Ganz zu schweigen von Autos. Die größte Gefahr für Igel sind die Menschen.

Diese Igelstation leistet Großes. Viel Herzblut und viel Arbeit steckt dahinter. Wenn ihr in Eurer Nähe eine Igelrettung habt, überlegt sie mit einer kleinen Spende zu unterstützen.

Frühling, oh Frühling

Der Frühling ist die Erneuerung der Natur. Die ersten grünen Blättchen zeigen sich ganz vorsichtig. Kleine Blüten erfreuen unseren Blick. Auch wenn der Tag noch so grau ist, die Vögel zwitschern eifrig ihr Lied. Mit dem Frühling kommt auch die Romantik. Nicht nur die Natur erwacht zum Leben, auch die Frühlingsgefühle. So viele Dichter haben Gedichte über den Frühling geschrieben.

Er ist`s

Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohl bekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab‘ ich vernommen!

Eduard Mörike  (1804 – 1875)

Jetzt sehe ihn schon um die Ecke schauen. Die Bäume zeigen uns schon ihr erstes zartes Grün. Auch die Forsythien fangen an zu blüh`n. Ich weiß gar nicht ob ich dieses Jahr besonders ungeduldig bin, aber ich kann den Frühling kaum erwarten. Immer diese grauen Wolken und dieser ständige Regen. Ich sehne mich nach Licht. Ich glaube es geht euch sicher auch so ?

Aber ich wäre nicht ich, wenn ich nicht etwas gegen diese Stimmung tun würde. Also hole ich mir den Frühling in unser Gartenzimmer. Da war die Fahrt in die Gärtnerei fällig. Wir fahren öfters nach Venlo in die Gärtnerei Leurs. Da gibt es alles was das Herz begehrt. Von Pflanzen, Blumen, jede Menge Dekorationsbedarf.

Nach den dunklen Tagen, ist es Balsam für die Seele. Die vielen Blüten und der unheimliche Duft sind schon berauschend. Dann kommt die große Frage, für was entscheide ich mich, denn das Auto hat ja nur eine bestimmte Kapazität und mein Portemonnaie auch.

Die Entscheidung fiel mir natürlich nicht wirklich schwer.

Vor einigen Jahren habe ich dieses Bild gemalt. Mit seinen Farben erinnert es mich an den Frühling.

So bereite ich mich auf den Frühling vor. Genieße den Blick in unser Gartenzimmer. Bin voller Vorfreude auf den Frühling.

Der Frühling

Die Sonne glänzt, es blühen die Gefilde,
Die Tage kommen blütenreich und milde,
Der Abend blüht hinzu, und helle Tage gehen
Vom Himmel abwärts, wo die Tag´ entstehen Das Jahr erscheint mit seinen Zeiten.
Wie eine Pracht, wo sich Feste verbreiten,
Der Menschen Tätigkeit beginnt mit neuem Ziele,
So sind die Zeichen in der Welt, der Wunder viele.
Friedrich Hölderlin
(1770-1843)

Der meteorologische Frühling beginnt am 1. März. Der Wetterbericht sagt für die nächsten Tage etwas höhere Temperaturen voraus, also über zehn Grad, etwas Sonne und kein Regen. Da werden doch die Frühlingsgefühle schon ein bisschen geweckt.

In frühlingshafter Erwartung eure Sylvie

Wo ist das Jahr geblieben

Ein Rauch verweht, ein Wasser verrinnt, eine Zeit vergeht, eine neue beginnt.           -Joachim Ringelnatz-

Das alte Jahr ist sehr schnell vorbeigegangen. Es war für uns ein anstrengendes Jahr.

Das neue Jahr ist schon wieder zehn Tage alt. Und endlich hat es aufgehört zu regnen. Das an sich ist schon ein Grund zur Freude. Die Sonne scheint und es ist lausig kalt. Ein wunderbares Winterwetter. Ich finde, ein bisschen Sonne haben wir uns verdient. Nach dem vielen Regen war die Erde so aufgeweicht, dass man den Garten kaum betreten konnte. Jetzt haben wir Frost und ein Gang durch den Garten ist wieder möglich. Dabei sind mir einige Winterschönheiten aufgefallen.

Wir haben viel an unserem Haus machen lassen. Darunter neue Dachfenster und den Dachinnenausbau. Wir mussten unser Schlafzimmer komplett ausräumen und wir haben zwei Monate in unserem Keller geschlafen. Es sei erwähnt, das unser Keller ausgebaut und mit einer Heizung versehen ist, aber es ist eben doch ein Keller. Wir haben gedacht, wenn es draußen schön heiß ist, ist es eine Wohltat im Keller zu schlafen. Der Sommer hatte jetzt nicht ganz so viele heiße Tage und als wir nach unten zogen war Schluss mit Hitze. Na ja und ein Keller ersetzt nicht das Schlafzimmer.

Danach haben wir uns noch unseren Traum erfüllt und uns einen kalten Wintergarten anbauen lassen. Das bedeutete der Garten musste etwas umgestaltet werden. Die Terrasse musste mit Pflastersteinen erweitert werden. Es war viel Arbeit. Bis er dann komplett fertig war, dauerte es auch nochmal zwei Monate. Jetzt haben wir ein neu gedämmtes Schlafzimmer und einen wunderbaren Wintergarten, den wir unser Gartenzimmer nennen. Wir haben schon gemütliche Stunden mit Freunden, einem Gasofen und Glühwein in unserem Gartenzimmer verbracht

Im Oktober verließ uns für immer ein lieber Freund. Wir fuhren Ende Oktober zur Beisetzung nach Bayern, an den Starnberger See.

Wieder zu Hause erwischte uns Corona. Für uns war es das erste mal. Bis dahin wollte Corona nichts von uns wissen. Bis ich endlich wieder fit war dauerte es vier Wochen. Dann kam die Adventzeit, die ich sehr mag, Weihnachten, Silvester und das Jahr war vorbei. Da ich meinen Blog etwas vernachlässigt habe, gehe ich jetzt voll neuer Motivation ins neue Jahr.

Eines Tages wirst Du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die Du immer wolltest. Tu sie jetzt.       – Paul Coehlo-

Ich wünsche Euch ein wundervolles, glückliches Jahr. Ein kreatives Jahr voller neuer Inspirationen. Und vor allen Dingen bleibt gesund Eure Sylvie

Herbstschönheiten

Es gibt viel Trauriges in der Welt und viel Schönes. Manchmal scheint das Traurige mehr Gewalt zu haben als man ertragen kann, dann stärkt sich indessen leise das Schöne und berührt wieder unsere Seele. -Hugo von Hofmannsthal-

Der November ist da und die Tage werden wieder kürzer. Für viele Menschen ist der November ein trauriger Monat. Die Stimmung wird betrübt, sie schauen nach draussen und warten schon auf den Frühling. Der aber ist noch lange nicht da. Vielen fällt es schwer, am November etwas Positives zu sehen.

Ich bin ein Novemberkind und ich mag den November. Mit seiner Melancholie berührt er mein Herz. Heute ist so ein Tag, der Wind bläst stark ums Haus und es regnet. Man möchte gar nicht nach draussen gehen. Ich trinke eine Tasse heißen Kaffee mit irischem Sahnelikör, etwas Sahne und eine Prise Zimt obendrauf

und genieße den Blick in unseren Garten. Manchmal sollte man die Melancholie einfach zulassen. Schöne Musik hören, sich einfach in die Musik fallen lassen. An diesen grauen Herbsttagen höre ich gerne Melody Gardot. Ich mag den leichten Jazz. Sie singt sehr gefühlvoll.

Die kleinen Herbstschönheiten stehen tapfer im Regen. Der Sturm wirbelt ihre Blüten hin und her. Sie leuchten als wollten sie sagen, sie her, es macht uns nichts aus.

Nebel hängt wie Rauch ums Haus,
drängt die Welt nach innen;
ohne Not geht niemand aus; 
alles fällt in Sinnen.

Leiser wird die Hand, der Mund,
stiller die Gebärde.

Heimlich, wie auf Meeresgrund,
träumen Mensch und Erde.

Christian Morgenstern

Hört einfach mal rein.

So, heute wollte ich einfachmal meine Gedanken zum November und meine schöne kleine rote Aster mit euch teilen. Habt einen wunderschönen gemütlichen Herbstsonntag.