dann kann er was erzählen. Drum nähme ich den Stock und Hut und tät das Reisen wählen. -Matthias Claudius (1740-1815)-
In Pöcking am Starnberger See angekommen haben wir in einem Hotel eingecheckt. Eigentlich war es ein kleiner bayrischer Gasthof. Was wir nicht wussten, das Hotel hatte an diesem Tag Ruhetag. Begrüßt wurden wir von der Großmutter des Hauses. Eine nette alte Dame, die viel zu erzählen hatte. Ansonsten wirkte das Hotel sehr ruhig. Ich muss darauf hinweisen, es war ein sehr schöner heißer Sommertag. Als wir unser Zimmer betraten, kam uns eine heiße Luft entgegen, die einem fast den Atem nahm. Das Zimmer lag genau an der Ecke des Hauses, hatte drei Fenster und die Sonne schien den ganzen Tag ins Zimmer. Selbst die dicken und dunklen Vorhänge halfen nichts. Es stand schon ein kleines Kühlgerät im Zimmer. Aber zu dieser Zeit nutzte es nicht viel. Wir sind nochmal zurück gegangen und haben gefragt, ob es nicht noch ein anderes Zimmer für uns geben würde. Die nette Dame verneinte und sagte sie wären ausgebucht. Da der nächste Tag ein Donnerstag war und auch noch ein Feiertag, war es perfekt für ein langes Brückenwochenende. Also, wir wieder rein in die Sauna. Wir haben uns frischgemacht, soweit das in diesem Zimmer möglich war und sind nach München zur unserer Bekannten gefahren. Wir waren nett Essen und es gab viel zu erzählen. Am nächsten Tag haben wir uns in Starnberg verabredet um mit dem Ausflugsschiff über den See zu fahren. Vorher waren wir aber noch im Ortsteil Possenhofen.

Das ist der alte Bahnhof von Possenhofen, darin befindet sich jetzt das Kaiserin Elisabeth Museum. Denn im Schloss Possenhofen wuchs Sisi, die spätere Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn auf.


Danach fuhren wir dann nach Starnberg.

Rauf auf das Schiff und die über dreistündige Fahrt begann. So eine Fahrt über den See, ist schon sehr beruhigend und entschleunigend.

Das Wetter war eigentlich schön und sehr warm und schwül. Aber in der Ferne auch sehr diesig, so dass die Alpen wie in einem Nebel lagen.


Der Himmel war meistens bewölkt. Bei klarem Himmel kann man die Alpen richtig gut sehen. Hier ein paar Impressionen vom Starnberger See.




Rund um den See ist es sehr geschichtsträchtig. Im Schloss Garatshausen wohnte Kaiserin Elisabeth wenn sie aus Wien zu Besuch am Starnberger See war. Heute residiert die Fürstin Gloria von Thun und Taxis in den Sommermonaten hier.

Auch diese Kapelle, die „Votivkapelle“ hat einen geschichtlichen Hintergrund. Sie steht zum Gedenken an den Tod des bayrischen König Ludwig II. Hier im See steht auch ein Kreuz, genau dort wurde der tote Ludwig II. gefunden. Es rangen sich viele Geschichten um den Tod von König Ludwig II.

Nach der Schifffahrt sind wir in Starnberg noch zünftig Essen gegangen.

Nach dem Essen noch einen kurzen Halt am See um diesen schönen Sonnenuntergang zu erleben.

Zurück ins Hotel, Fenster auf, frische Luft rein. Das Zimmer war zum Glück in der Nacht nicht so warm. Am nächsten Morgen fuhren wir nach dem Frühstück weiter ins Zillertal.







