Zwiebelkuchen und Wein

Wenn die ersten Blätter gelb werden, die Sonne noch wärmt, aber in der Luft schon der Herbst liegt, dann fängt der Herbst schon mal gut an.

Die ersten Farben des Herbstes trösten über den Verlust des Sommers hinweg. -sylvie.n-

Heute allerdings regnet es wie aus Eimern, aber das Wochenende war wirklich schön. Ich hatte mir ja schon vor einer Woche vorgenommen einen Zwiebelkuchen zu backen. Dann hatte ich doch keine Zeit dazu.

Ich benutze oft Dinkelmehl. Für den Zwiebelkuchen habe ich das erste mal Dinkelvollkornmehl genommen. Es schmeckt etwas kräftiger als mit Dinkelmehl. Man kann allerdings auch Weizenmehl für den Zwiebelkuchen nehmen. Es ist ein Zwiebelkuchen ohne Hefe. Wenn es mal etwas schneller gehen soll.

Die Zutaten:

Teig für ein Backblech

300 g Dinkelvollkornmehl

175 g kalte Butter

1 TL Salz

2 Eier

Aus dem Mehl, Eiern, Salz, Butterstückchen und 3 EL Wasser einen glatten Teig kneten. Den Teig dann 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Belag

1 kg Zwiebeln

4 rote Zwiebeln

3 EL Butter

250 ml Sahne

5 Eier

150 g geriebenen Gouda

Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Für den Belag die Zwiebeln schälen und in dünne Streifen schneiden. Die Butter in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln dazugeben und 15 Minuten dünsten. Dabei immer wieder umrühren. Die Sahne mit den Eiern gut vermischen und den Käse unterziehen.

Nun mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Butter einfetten. Dann den Teig ausrollen und auf das Backblech geben.

Die Zwiebel auf den Teig legen und die Sahne über die Zwiebel streichen.

Im vorgeheizten Ofen ungefähr 40 Minuten backen.

Dazu schmeckt natürlich ein Federweißer. Dieses mal gab es allerdings einen leichten lieblichen Riesling aus der Pfalz dazu.

Es war ein schönes herbstliches Wochenende mit leckerem Zwiebelkuchen. Die kommenden Tage regnet es. Aber es werden wieder schöne Herbsttage kommen. Ich wünsche Euch eine wunderschöne Woche und bleibt gesund

Und schwubbs ist es Herbst

Wie immer gibt es keinen leichten Übergang vom Sommer in den Herbst. Von hundert auf null, sozusagen. Erst 30 Grad und am nächsten Tag 15 Grad. Aber endlich hat es geregnet und hier bei uns regnet es immer noch mit ein paar Sonnenstrahlen dazwischen. Und das ist gut so, die Natur brauchte dringend den Regen. Also, es ist Herbst. Es ist kühl und es wird schon früher dunkel. Nicht nur in der Natur steht die Stimmung auf Herbst. Auch bei mir. Ich mag den Herbst mit seinen Farben, seiner Stimmung und seinen Düften. Und die Inspirationen für neue Dekorationen.

Auch was die Natur im Herbst kulinarisch zu bieten hat, diese Fülle an frischem heimischen Gemüse und Obst. Auch da werde ich jedes Jahr auf`s Neue inspiriert.

Heute habe ich eine Kartoffelsuppe gemacht. Es ist die Zeit für Deftiges. Ich liebe Kartoffeln in allen Variationen und diese Suppe ist wirklich hervorragend. Den Riesling, den ich für die Suppe benutze ist ein Riesling halb trocken von der Mosel.

Kartoffel-Riesling-Suppe mit Gorgonzola

Zutaten:

  • 500 gr. Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Riesling
  • 250 gr. Gorgonzola
  • Schnittlauch
  • 6 Scheiben Baguettes
  • 15 Weintrauben
  • Walnüsse
  • 5 EL Butter
  • Salz
  • Pfeffer

Die Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden.

Auch die Zwiebel und die Knoblauchzehen schälen und klein hacken. 2 EL Butter in einem Topf erhitzen, die Zwiebel und den Knoblauch darin leicht anbraten bis sie glasig sind.

Dann die Kartoffelwürfel dazugeben. Alles so lange anbraten bis Röstaromen entstehen. Mit dem Riesling ablöschen und kurz aufkochen lassen. Die Brühe dazugeben und das ganze dann 20 Minuten bei geschlossenem Topf köcheln lassen bis die Kartoffeln weich sind.

In der Zwischenzeit den Schnittlauch in Röllchen schneiden und das Baguette in der restlichen Butter in einer Pfanne leicht anrösten.

Wenn die Kartoffeln weich sind alles mit dem Pürierstab pürieren. Wenn die Suppe noch zu dick ist, etwas Brühe zugeben.

Dann denn kleingeschnittenen Gorgonzola dazugeben, salzen und pfeffern. Nun die Suppe in einen tiefen Teller geben, das Brot, die Weintrauben und die Walnüsse dazugeben.

Zum Schluss den Schnittlauch darüber streuen.

Es ist eine wirklich schnell gemachte Kartoffelsuppe. Kräftig und aromatisch, genau das Richtige für die beginnende kühlere Zeit.

Ich muss lächeln über mich, ich bin so was von auf den Herbst eingestellt. Morgen gibt es Zwiebelkuchen. Hier bei uns im Bauernladen gibt es schon Federweißer aus der Pfalz. Also morgen noch mal schnell los. Ich wünsche Euch einen wunderschönen Abend.

Mein Gefühl steht auf herbstlich

Ich glaube, die heißen Tage sind vorbei. Am Donnerstag hatten wir hier bei uns noch 35 Grad und schon am Freitag waren es 10 Grad kühler und heute sind es 21 Grad. Das ging vielleicht flott nach unten. Am Freitag hat sich auch die Sonne verabschiedet, wir haben einen grauen Himmel und auf einmal ist das Gefühl von Herbst da. Leider hat es nicht geregnet und es sieht auch nicht so aus, als ob es die nächsten Tage bei uns regnen wird. Heute war die Frage, was kochen wir? Sommerlich leichte Küche oder sollen wir uns schon ein bisschen auf den Herbst einstimmen. Frische Kohlrabi und Möhren fand ich eine gute Idee. Also gab es Orientalisches Möhren-Kohlrabi-Püree mit Nackensteaks.

Die Möhren, und die Kohlrabi habe ich wie immer beim Bauernladen um die Ecke gekauft. Auch die Nackensteaks kommen vom heimischen Bio Landwirt. Wir haben uns bewusst dafür entschlossen unser Fleisch nur noch regional zu kaufen.

Hier ist mein Rezept:

Orientalisches Möhren-Kohlrabi-Püree mit Nackensteaks

Die Zutaten für das Möhren-Karotten-Püree:

  • 500 g Möhren
  • 1 Kohlrabi
  • 1 Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 EL Butter
  • 5 EL Olivenöl
  • 500 ml Wasser
  • 1 Zweig Currykraut
  • 6 Blätter Minze
  • 1 TL Kardamom
  • 2 TL Zimt
  • 1 TL Kurkuma
  • 2 TL Kreuzkümmel
  • Salz und Pfeffer

Zuerst werden die Möhren geschält und in Würfel geschnitten. Auch die Kohlrabi wird geschält und in Würfel geschnitten. Das selbe mache ich dann mit der Zwiebel und den Knoblauchzehen. In einen Topf gebe ich das Olivenöl und die Butter.

Wenn alles erhitzt ist kommen die Möhren, die Kohlrabi, die Zwiebel und der Knoblauch dazu. Alles gut anbraten.

Dann gebe ich das Wasser, das Currykraut und Salz dazu.

Alles solange köcheln lassen bis die Zutaten weich genug sind um sie zu pürieren. Das Currykraut entfernen, denn das isst man nicht mit. Man kann die Zutaten mit dem Pürierstab pürieren oder wie ich es gemacht habe mit einem Kartoffelstampfer klein drücken. So wie man es mag. Fein oder etwas gröber. Heute hatte ich Lust auf ein gröberes Püree. Die Gewürze Kardamom, Zimt, Kurkuma und den Kreuzkümmel vermischen und unter das Püree geben. Jetzt noch pfeffern und nochmals salzen.

Die Zutaten für die Nackensteaks:

  • 4 Nackensteaks
  • Pfeffer
  • Salz
  • Olivenöl
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 TL Koriander
  • Saft von einer halben Zitrone
  • 4 Minzblätter
  • 1 TL Chilipulver oder 1 frische Chili

Aus dem Olivenöl, Kreuzkümmel, geriebenem Knoblauch, Chilis, Koriander, Zitrone und den gehackten Minzblätter eine Marinade zubereiten.

Die Nackensteaks für mindestens 5 Stunden darin marinieren.

Die Nackensteaks habe ich auf dem Grill zubereitet. Vor dem Servieren habe ich sie noch 5 Minuten ruhen lassen.

Nun habe ich das Möhrenpüree auf dem Teller angerichtet. Auf das Möhrenpüree habe ich die gehackten Minzblätter und frisch geriebenen Knoblauch gelegt.

Nun das Nackensteak dazugelegt und mit Kräuterbutter garniert.

Das hat schon etwas herbstliches und ich bekomme Lust auf den Herbst. Ich mag den Sommer, aber wenn es dann soweit ist und der Herbst sich langsam anschleicht, freue ich mich auf ihn. Morgen soll wieder die Sonne scheinen. Vielleicht trügt mich ja mein Gefühl und der Sommer ist noch nicht zu Ende. Ob sommerlich oder schon herbstlich, ich wünsche Euch ein schönes Wochenende.

Von Düften und schwarzen Johannisbeeren

Nach einer längeren Pause und einer sehr turbulenten Zeit, finde ich wieder die Zeit, mich um meinen Blog zu kümmern.

Habt ihr schon einmal eure Nase an einen schwarzen Johannisbeerstrauch gehalten. Er duftet so intensiv.

Düfte zeichnen Bilder in die Seele und ins Herz. -sylvie.n-

Am Montag, den 26. Juni 2022 war Weltdufttag. Mal ehrlich, ich wusste nicht, das es einen solchen Tag gibt. Aber es gibt ja für alles einen besonderen Tag.

Schwarzer Johannisbeerstrauch. Die Blüten sind schon gepflückt.

Jetzt könnte man sich fragen, was hat der Johannisbeerstrauch mit dem Weltdufttag zu tun. Ich liebe den Duft vom schwarzen Johannisbeerstrauch, er erinnert mich an unsere Zeit auf Mallorca.

Überhaupt verbindet man mit Gerüchen sehr viele Erinnerungen. Ich mag den Geruch nach einem Sommerregen. Den modrigen Geruch im Wald. Natürlich den Duft der Rosen. Ein Lavendelfeld in der Provence. Es gibt soviel Düfte, die ein Wohlgefühl bewirken.

Meine Verbindung von Düften und schwarzen Johannisbeeren? Ich wollte einen Likör aus schwarzen Johannisbeeren selber herstellen. Letztes Jahr habe ich eine schwarze Johannisbeermarmelade gemacht. Unser Strauch hing wieder voller Beeren. Nach dem Säubern waren es genau 1200 Gramm.

Hier ist das Rezept für den Likör:

Die Zutaten:

  • 600 gr. schwarze Johannisbeeren
  • 1 Flasche Doppelkorn 750 ml
  • 200 gr. brauner Zucker
  • 1 Vanillestange
  • 250 ml Rotwein
  • 2 Blätter vom Johannisbeerstrauch

Die Johannisbeeren säubern und waschen.

Mit dem Kartoffelstampfer die Beeren etwas andrücken. Dann die Johannisbeeren in ein Glas füllen. Den braunen Zucker, die Vanillestange und die zwei Blätter vom Strauch dazugeben und alles verrühren.

Den Doppelkorn ( beim Doppelkorn sollte man auf Qualität wert legen) ins Glas geben und noch mal rühren.

nun den Rotwein dazugeben und wieder umrühren.

Deckel drauf und gut verschließen. Das Glas an einen hellen Ort stellen. Ich habe zwei Gläser gemacht, die ich nun 4 Monate stehen lasse. Wichtig, das Glas regelmäßig umdrehen. Nach der Wartezeit drücke ich die Früchte durch ein Sieb und fülle sie dann in Flaschen ab. Dann stelle ich sie an einen dunklen Ort. Ich freue mich schon auf einen Kir Royal mit selbstgemachten Likör. Auch pur auf Eis schmeckt der schwarze Likör sehr gut.

Zuerst gab es den Kir, er wurde vom Bürgermeister Félix Kir (1876–1968) von Dijon erfunden. Das ist der Créme de Cassis mit Weißwein. Wird Champagner verwendet, nennt man ihn Kir Royal. Man kann ihn auch mit Rotwein trinken, dann wird er zu einem Cardinal.

Und natürlich benutze ich den Likör aus schwarzen Johannisbeeren auch zum Kochen. Besonders schmackhaft wird ein französisches Rindfleisch-Ragout mit Créme de Cassis. Das Rezept kommt später.

Ich wünschen Euch einen wunderschönen Sommerabend, bis dahin

Pesto rojo del Jardin

Ich liebe Tomaten. Ich kann sie täglich essen und eigentlich tue ich das auch. Wir haben bei uns immer Kirschtomaten in der Schüssel stehen. Und beim Vorbeigehen wird eine genascht. Vor einer Woche habe ich Tomatensamen gesät. Ich ziehe sie auf der Fensterbank vor. Es sind verschiedene Sorten kleinerer Tomaten. Die Sorten Vilma, Venus und Tomfall. Sie nennen sich Balkonpflanzen. Ich pflanze sie nächste Woche in einen größeren Terracotta-Topf. Sie wachsen nicht nach oben, sondern strauchartig. Das schöne an diesen Tomaten ist, man braucht sie nicht auszugeizen. Ich probiere sie dieses Jahr zum ersten Mal aus. Bin gespannt, wie sie schmecken.

Vor einer Woche habe ich eine rote Pesto mit frischen Kräutern aus dem Garten zubereitet. Für das Pesto habe ich gekaufte getrocknete Tomaten genommen. Beim nächsten Mal versuche ich sie selbst zu trocknen. Da ich keinen Dörrapparat habe, probiere ich es im Backofen.

Pimpinelle

Zutaten:

  • 70 g getrocknete Tomaten
  • 150 ml Olivenöl
  • 2 EL Walnussöl
  • 1 kleiner Zweig frischer Rosmarin
  • 7 Zweige Pimpinelle
  • 7 Zweige Löffelkresse
  • 4 Zweige Kaskadenthymian
  • 2 Knoblauchzehen

Die getrockneten Tomaten in Stücke schneiden und mit dem Pürierstab zerkleinern. Wenn man es nicht so salzig haben möchte, sollten die getrockneten Tomaten für 2 Stunden ins Wasser gelegt werden. Dann das Olivenöl zugeben und mit dem Pürierstab pürieren. Mit dem Mixer geht es auch, aber das Pesto wird dann sehr fein. Ich mag es lieber, wenn das Pesto nicht ganz so fein ist. Jetzt die Kräuter dazugeben. Alles weiter pürieren. Die Löffelkresse sorgt für eine gewisse Schärfe im Pesto. Den Knoblauch reibe ich separat und gebe ihn dazu. Zum Schluss kommt das Walnussöl zum fertigen Pesto, ohne es weiter zu pürieren. Kräftig umrühren, fertig.

Nun in ein Glas mit Deckel füllen und dieses gut zuschrauben.

Im Kühlschrank hält es so 4 Wochen. Ihr solltet darauf achten, dass es immer mit einer dünnen Schicht Olivenöl bedeckt ist.

Es gibt so viele Möglichkeiten ein Pesto zuzubereiten. Dieses mag ich besonders, weil es so pur ist. Ohne Salz und Pfeffer. Nur die Tomaten, Knoblauch, ÖL und die Kräuter.

Auf einem gerösteten Brot schmeckt man die ganze mediterrane Sonne. Auch das Pesto über Pellkartoffeln geben schmeckt wirklich gut. Als Beilage zu Fisch oder zum Fleisch vom Grill schmecken sie einfach köstlich. Ganz ohne Beilagen schmecken die Pellkartoffeln mit Pesto aber auch. Hier habe ich Drillingskartoffeln genommen.

Diese werden gekocht. Etwas abkühlen lassen, in zwei Hälften schneiden. Dann in der Pfanne nochmal anbraten. Auf einem Teller anrichten und das Pesto darüber geben.

Gestern habe ich das rote Pesto mit Spaghetti zubereitet.

Das geht flott. Die Spagetti kochen, Pesto darüber geben. Mit Parmesan bestreuen und gezupftes Basilikum dazugeben. Als Getränk passt ein milder Rose. Fertig ist ein leichtes Sommergericht.

Das Wetter war gestern einfach herrlich, so richtig sommerlich. Für die kommende Woche soll das tolle Sommerwetter bleiben. Ich hoffe, bei Euch auch. Ich wünsche Euch noch einen wunderschönen Sonntag.

Mein Kräutergarten

Kräuter sind nicht nur wohlschmeckend und verfeinern jedes Gericht, sie sind auch gut für die Gesundheit. -sylvie.n-

Gestern war ich in der Gärtnerei um neue Kräuter für meinen Kräutergarten zu besorgen. Ich gehe unheimlich gern in eine Gärtnerei. Gerade im Frühling, wenn die ersten Sommerblumen schon in ihrer Blüte da stehen. Und obwohl es noch zu kalt ist, kann man nicht widerstehen, doch schon Blumen zu kaufen. Ich habe mich aber voll auf meinen Kräutereinkauf konzentriert.

Na ja, vielleicht nicht so ganz. Ein paar Pflanzen waren dann doch dabei. Aber auch eine Menge Kräuter.

Kräuter gehören für mich zum Sommer.

Fenchel und Unsterblichkeitskraut

Der Bronzefenchel „Smokey“. Er ist ein Tee- und Heilkraut und ist im Mittelmeerraum verbreitet. Man kann die Blätter zum würzen von Kalbs- und Schweinefleisch verwendet. Aber auch um Fisch zu verfeinern. Zu Fisch passt Fenchel besonders gut, auch das Fenchelgemüse.

Das Kraut der Unsterblichkeit / Jiaogulan kommt aus Asien. Man kann die Blätter zum Salat geben oder einen Tee aus ihnen machen. In Japan benutzt man die Blätter als Gemüse. Das Kraut habe ich zum ersten Mal gekauft. Bin jedes Jahr dran vorbeigelaufen. Aber dieses Jahr habe ich gedacht, bei diesem Namen, nehme ich es doch mit. So richtig viel weiß ich noch nicht über das Unsterblichkeitskraut. Habe mich ein bisschen informiert. Es gibt so vieles über diese Pflanze zu berichten. Dazu mache ich mal einen neuen Beitrag. Und ich werde es auch einmal in einen frischen Salat dazugeben. Mal sehen, es heißt, dass das Kraut bei jedem Menschen anders schmecken kann. Ich lasse mich überraschen.

Kaskadenthymian

An der Hauswand habe ich noch Bohnenkraut, wilden Thymian und Oregano. Die Erdbeeren haben schon die ersten Früchte. Der Kaskadenthymian ist hängend und sehr aromatisch. Thymian kommt bei mir in fast jedes warme Tomatengericht.

So langsam wird es mit meinem Kräutergarten. Morgen werde ich wohl fertig sein. Einige Kräuter habe ich schon viele Jahre im Garten. Dazu gehört dieser Salbei.

Eine Küche ohne frische Kräuter kann ich mir nicht vorstellen.


Pimpinelle / Kleiner Wiesenkopf

Die Pimpinelle ist auch eines meiner Lieblingskräuter. Sie ist ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet. Ich benutze sie im Frühlingsquark, in der Kräuterbutter und natürlich im Salat. Der Geschmack ist erfrischend und herb zugleich. Auch zur selbstgemachten Limonade passt sie hervorragend. Besonders gut schmecken jetzt im Frühling die jungen Blätter. Im August verwende ich die kleinen nach Zitrone schmeckenden gelben Blüten. Aber das schöne ist, man kann sie bis zum Ende des Jahres ernten.

Und ich freue mich schon, euch einige meiner Rezepte zu präsentieren. Nun hoffe ich, dass es jetzt doch so langsam wieder etwas wärmer wird und der Frühling tatsächlich bleibt.

Habt noch einen wunderschönen Abend.

Heute wird es fruchtig

Die vergangene Woche hatte ich nicht viel Zeit etwas zu schreiben. Es gab viel zu tun. Es war so ein tolles Frühlingswetter, da habe ich die ganze Woche im Garten rumgewuselt. Aber dazu gehörte auch ein Einkauf für das Osterwochenende. Da es schon Spargel und Erdbeeren gab, habe ich mir gleich den grünen Spargel und die Erdbeeren mitgenommen. Den weißen Spargel vertrage ich nicht, also gibt es für mich nur den grünen. Allerdings macht das nichts, den ich liebe grünen Spargel. Ich wusste noch nicht so genau, was ich daraus zubereite. Heute ist mir dann spontan etwas dazu eingefallen.

Buntbarschfilet in Orangensauce

  • 4 Buntbarschfilet
  • 150 ml Orangensaft
  • Olivenöl
  • 4 Schalotten
  • 4 Knoblauchzehen
  • 5 Blätter Zitronenmelisse
  • Salbeiblätter
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • Salz
  • Rosenpaprika scharf

Die Zwiebeln in kleine Würfel schneiden. Olivenöl in der Pfanne erhitzen. Zwiebelwürfel hineingeben und 5 Minuten anschwitzen. Mit dem Orangensaft ablöschen und 5 Minuten köcheln lassen. Dann salzen und pfeffern. Einen halben Teelöffel Rosenpaprika dazugeben.

Die Buntbarschfilets waschen, salzen und pfeffern.

Das Olivenöl in der Pfanne erhitzen, den in Scheiben geschnittenen Knoblauch dazugeben und leicht anbraten. Die Zitronenmelisse und die Salbeiblätter hinzugeben.

Dann den Fisch in die heiße Pfanne legen und auf beiden Seiten anbraten. Danach gebe ich den Fisch zu der Orangensauce und lasse ihn noch 5 Minuten ziehen.

Grüner Spargel mit Erdbeeren

  • 500 gr. grüner Spargel
  • 10 Erdbeeren
  • 6 EL Olivenöl
  • 1 EL roten Balsamico
  • 1 EL flüssiger Honig
  • Salz
  • Pfeffer
  • Basilikum
  • Balsamico Creme

Den grünen Spargel säubern, die verholzten Enden abschneiden. Den Spargel habe ich zuerst gedünstet und zur Seite gestellt. Nun das Olivenöl in die Pfanne geben mit dem Balsamico erhitzen. Dann etwas flüssigen Honig dazu. Alles verrühren.

Die Erdbeeren habe ich gesäubert und in Scheiben geschnitten. Fünf bis sechs Erdbeeren habe ich übriggelassen. Diese habe ich dann mit dem Pürierstab püriert und zum Olivenöl gegeben. Aufkochen lassen. Dann mit Pfeffer und Salz gewürzt. Nun den Spargel in die Sauce geben und ein paar Minuten köcheln lassen, bis der Spargel warm ist.

Den Spargel auf dem Teller anrichten, die in Scheiben geschnittenen Erdbeeren und die Basilikumblätter drauflegen. Dann noch etwas Balsamico Creme darüber geben.

Ich habe sonst keine anderen Beilagen dazu gemacht. Kleine Drillingskartoffeln, nur in Öl geschwenkt, passen gut zu diesem Gericht. Ein gekühlter halbtrockener Riesling passt wunderbar dazu.

Die Sonne hat heute eine kleine Pause gemacht, aber vielleicht blickt sie durch die Wolken noch einmal durch. Jetzt werden wir unser kleines Osterfeuer vorbereiten. Freue mich schon auf einen gemütlichen Abend am Feuer. Ich wünsche Euch auch noch einen schönen Karfreitag Abend.

Kartoffelsuppe oder

SOUPE DE POMME DE TERRE

Es gibt so Tage, da stelle ich mir die Frage: Was soll ich kochen? Vielleicht eine Kartoffelsuppe? Man kann sie auf so viele Arten zubereiten. Da ich immer noch bei meinen Urlaubserinnerungen in Frankreich bin, habe ich eine deutsch-französische Suppe gekocht.

Die Brühe, die ich meistens selbst herstelle, habe ich schon einmal aufgesetzt.

für die Brühe

  • 1 Stange Lauch
  • 2 Möhren
  • 1 Zwiebel
  • 3 Stangen Stangensellerie
  • 5 Knoblauchzehen
  • 3 Stiele Liebstöckel
  • 3 Stiele Petersilie

Das Gemüse in grobe Stücke schneiden und dann in einem Topf mit 3 Liter Wasser aufsetzen. Den Liebstöckel und die Petersilie dazu. Mit Salz würzen. Die Menge Salz bleibt jedem selbst überlassen. Ich lasse sie dann so 30 – 45 Minuten mit Deckel kochen.

Für die Kartoffelsuppe:

  • 4 große Kartoffeln
  • 1 große oder 2 kleine Zwiebeln
  • 1 sauren Apfel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 2 EL Butter
  • 4 EL Olivenöl
  • Saft von einer Orange
  • Saft von einer halben Zitrone
  • 4 Mettenden
  • 150 Gr. durchwachsener Speck
  • Lorbeerblatt
  • 2 Stiele Petersilie
  • 2 Stiele Bohnenkraut
  • 2 Stiele Liebstöckel
  • Pernod
  • Ziegenrahm
  • Meersalz
  • Pfeffer

Die Kartoffeln schälen und in größere Würfel schneiden. Die Zwiebeln auch in größere Würfel schneiden. Den Apfel schälen und würfeln. Den Knoblauch in Scheiben schneiden. Die Butter und das Olivenöl in einem Topf erhitzen. Die Kartoffeln, Zwiebel, Apfel und den Knoblauch in den Topf geben und scharf anbraten. Das ganze dann gut 10 Minuten braten lassen, dabei immer wieder umrühren, so dass es nicht zu stark am Boden anbackt.

Mit Pernod ablöschen. Kurz aufkochen lassen und dann von der fertigen Brühe soviel zugießen, bis die Kartoffeln mit Brühe abgedeckt sind. Jetzt die Kräuter in ein Kräutersäckchen geben und in der Suppe mit kochen. Für das Bouquet Garni verwende ich Liebstöckel, Bohnenkraut, Lorbeerblatt und Petersilie.

Die Suppe solange köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind. Das Kräutersäckchen herausnehmen und die Suppe mit dem Pürierstab pürieren.

Jetzt gebe ich den Orangen- und Zitronensaft dazu.

Noch einmal kurz aufkochen lassen. Salzen und pfeffern.

Den Speck und die Zwiebeln in der Pfanne in ein wenig Olivenöl scharf anbraten.

Der Speck und die Zwiebeln sollten allerdings nicht zu dunkel werden. Dann die in Scheiben geschnittenen Mettenden zugeben und mit braten.

Die Suppe in einem tiefen Teller geben, den Speck und die Mettenden dazugeben und mit etwas Ziegenkäserahm garnieren.

Lasst es Euch schmecken.

Es ist Montag und diese Woche soll der Frühling kommen. Hier scheint schon die Sonne. Diese Woche werde ich wohl mit Gartenarbeit verbringen. Genießt auch die schönen ersten warmen Sonnentage.

Fischtopf nach Art des Hauses

Auf Mallorca habe ich das Kochen in Tonschalen kennengelernt. Dort nennt man sie Cazuelas. Und ich habe mich auch hier für diese Art zu Kochen entschieden. Viele Gerichte bereite ich in diesen Tontöpfen zu. Da ich auf Gas koche ist es kein Problem. Man kann sie gut im Backofen benutzen. Was ich auch gerne mache.

Mein Rezept für den Fischtopf

  • Fisch
  • Garnelen
  • Grünschalenmuscheln
  • 2 Fenchelknollen
  • 6-8 Knoblauchzehen
  • 1 Gemüsezwiebel oder 2 normalgroße Zwiebeln
  • Zitronen
  • Rosmarin, Salbei, Zitronenmelisse
  • getrocknete Bio-Orangenschalen, gibt es beim Gewürzhändler
  • Safran
  • Pfeffer
  • Salz
  • Olivenöl
  • 125 ml Weißwein
  • 125 ml Fischbrühe

Als Fisch habe ich Victoriabarschfilet und Buntbarschfilet genommen. Es sollte ein etwas festerer Fisch sein, damit er nicht zu viel zerfällt. Die Menge des Fisches, der Garnelen und der Muscheln kommt auf die Personenzahl an. Ich habe Safranfäden benutzt. Natürlich geht es auch mit gemahlenem Safran. Da wäre eine kleine Dose mit 0,1 mg gut.

Den Fenchel in feine Streifen schneiden. Die Zwiebel in etwas größere Würfel schneiden. Olivenöl in der Pfanne erhitzen.

Den Fenchel und die Zwiebeln mit den Kräutern in der Pfanne leicht anbraten. Die in Scheiben geschnittenen Knoblauchzehen dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Alles leicht schmoren lassen. Dann den Weißwein und die Fischbrühe hinzugeben und alles auf mittlere Flamme köcheln lassen. Die Zwiebel sollten glasig sein und der Fenchel sollte noch etwas Biss haben.

Nun den Fisch pfeffern und salzen. Leicht mit Mehl bestäuben. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die halbierten Knoblauchzehen, Salbei, Rosmarin und Zitronenmelisse und die getrockneten Orangenwürfel erhitzen. Die Zitronenscheiben dazugeben.

Den Fisch nun auf beiden Seiten so etwa 4 Minuten anbraten. Die Pfanne von der Flamme nehmen und zur Seite stellen.

Jetzt zu den im Weißwein und der Brühe gekochten Fenchel und Zwiebeln

die Garnelen und die Muscheln dazugeben und leicht mit kochen, bis sie fertig gegart sind.

Dann habe ich den Fisch hinzufügt und noch einmal kurz in der Pfanne angewärmt.

Als Beilage habe ich die Rouille und das französische Landbrot gereicht. Die Rezepte für die Rouille und das Landbrot habe ich in einem vorherigen Beitrag beschrieben.

Hier passt hervorragend ein gut gekühlter Weißwein dazu.

Es ist ein perfektes Gericht für einen Sommerabend. Da bekommt man doch gleich Lust auf den Sommer.

Heute teilt sich die Woche schon wieder. Wie doch die Zeit vergeht. Ich wünsche Euch noch eine wunderschöne Restwoche.