Pesto rojo del Jardin

Ich liebe Tomaten. Ich kann sie täglich essen und eigentlich tue ich das auch. Wir haben bei uns immer Kirschtomaten in der Schüssel stehen. Und beim Vorbeigehen wird eine genascht. Vor einer Woche habe ich Tomatensamen gesät. Ich ziehe sie auf der Fensterbank vor. Es sind verschiedene Sorten kleinerer Tomaten. Die Sorten Vilma, Venus und Tomfall. Sie nennen sich Balkonpflanzen. Ich pflanze sie nächste Woche in einen größeren Terracotta-Topf. Sie wachsen nicht nach oben, sondern strauchartig. Das schöne an diesen Tomaten ist, man braucht sie nicht auszugeizen. Ich probiere sie dieses Jahr zum ersten Mal aus. Bin gespannt, wie sie schmecken.

Vor einer Woche habe ich eine rote Pesto mit frischen Kräutern aus dem Garten zubereitet. Für das Pesto habe ich gekaufte getrocknete Tomaten genommen. Beim nächsten Mal versuche ich sie selbst zu trocknen. Da ich keinen Dörrapparat habe, probiere ich es im Backofen.

Pimpinelle

Zutaten:

  • 70 g getrocknete Tomaten
  • 150 ml Olivenöl
  • 2 EL Walnussöl
  • 1 kleiner Zweig frischer Rosmarin
  • 7 Zweige Pimpinelle
  • 7 Zweige Löffelkresse
  • 4 Zweige Kaskadenthymian
  • 2 Knoblauchzehen

Die getrockneten Tomaten in Stücke schneiden und mit dem Pürierstab zerkleinern. Wenn man es nicht so salzig haben möchte, sollten die getrockneten Tomaten für 2 Stunden ins Wasser gelegt werden. Dann das Olivenöl zugeben und mit dem Pürierstab pürieren. Mit dem Mixer geht es auch, aber das Pesto wird dann sehr fein. Ich mag es lieber, wenn das Pesto nicht ganz so fein ist. Jetzt die Kräuter dazugeben. Alles weiter pürieren. Die Löffelkresse sorgt für eine gewisse Schärfe im Pesto. Den Knoblauch reibe ich separat und gebe ihn dazu. Zum Schluss kommt das Walnussöl zum fertigen Pesto, ohne es weiter zu pürieren. Kräftig umrühren, fertig.

Nun in ein Glas mit Deckel füllen und dieses gut zuschrauben.

Im Kühlschrank hält es so 4 Wochen. Ihr solltet darauf achten, dass es immer mit einer dünnen Schicht Olivenöl bedeckt ist.

Es gibt so viele Möglichkeiten ein Pesto zuzubereiten. Dieses mag ich besonders, weil es so pur ist. Ohne Salz und Pfeffer. Nur die Tomaten, Knoblauch, ÖL und die Kräuter.

Auf einem gerösteten Brot schmeckt man die ganze mediterrane Sonne. Auch das Pesto über Pellkartoffeln geben schmeckt wirklich gut. Als Beilage zu Fisch oder zum Fleisch vom Grill schmecken sie einfach köstlich. Ganz ohne Beilagen schmecken die Pellkartoffeln mit Pesto aber auch. Hier habe ich Drillingskartoffeln genommen.

Diese werden gekocht. Etwas abkühlen lassen, in zwei Hälften schneiden. Dann in der Pfanne nochmal anbraten. Auf einem Teller anrichten und das Pesto darüber geben.

Gestern habe ich das rote Pesto mit Spaghetti zubereitet.

Das geht flott. Die Spagetti kochen, Pesto darüber geben. Mit Parmesan bestreuen und gezupftes Basilikum dazugeben. Als Getränk passt ein milder Rose. Fertig ist ein leichtes Sommergericht.

Das Wetter war gestern einfach herrlich, so richtig sommerlich. Für die kommende Woche soll das tolle Sommerwetter bleiben. Ich hoffe, bei Euch auch. Ich wünsche Euch noch einen wunderschönen Sonntag.

Mein Kräutergarten

Kräuter sind nicht nur wohlschmeckend und verfeinern jedes Gericht, sie sind auch gut für die Gesundheit. -sylvie.n-

Gestern war ich in der Gärtnerei um neue Kräuter für meinen Kräutergarten zu besorgen. Ich gehe unheimlich gern in eine Gärtnerei. Gerade im Frühling, wenn die ersten Sommerblumen schon in ihrer Blüte da stehen. Und obwohl es noch zu kalt ist, kann man nicht widerstehen, doch schon Blumen zu kaufen. Ich habe mich aber voll auf meinen Kräutereinkauf konzentriert.

Na ja, vielleicht nicht so ganz. Ein paar Pflanzen waren dann doch dabei. Aber auch eine Menge Kräuter.

Kräuter gehören für mich zum Sommer.

Fenchel und Unsterblichkeitskraut

Der Bronzefenchel „Smokey“. Er ist ein Tee- und Heilkraut und ist im Mittelmeerraum verbreitet. Man kann die Blätter zum würzen von Kalbs- und Schweinefleisch verwendet. Aber auch um Fisch zu verfeinern. Zu Fisch passt Fenchel besonders gut, auch das Fenchelgemüse.

Das Kraut der Unsterblichkeit / Jiaogulan kommt aus Asien. Man kann die Blätter zum Salat geben oder einen Tee aus ihnen machen. In Japan benutzt man die Blätter als Gemüse. Das Kraut habe ich zum ersten Mal gekauft. Bin jedes Jahr dran vorbeigelaufen. Aber dieses Jahr habe ich gedacht, bei diesem Namen, nehme ich es doch mit. So richtig viel weiß ich noch nicht über das Unsterblichkeitskraut. Habe mich ein bisschen informiert. Es gibt so vieles über diese Pflanze zu berichten. Dazu mache ich mal einen neuen Beitrag. Und ich werde es auch einmal in einen frischen Salat dazugeben. Mal sehen, es heißt, dass das Kraut bei jedem Menschen anders schmecken kann. Ich lasse mich überraschen.

Kaskadenthymian

An der Hauswand habe ich noch Bohnenkraut, wilden Thymian und Oregano. Die Erdbeeren haben schon die ersten Früchte. Der Kaskadenthymian ist hängend und sehr aromatisch. Thymian kommt bei mir in fast jedes warme Tomatengericht.

So langsam wird es mit meinem Kräutergarten. Morgen werde ich wohl fertig sein. Einige Kräuter habe ich schon viele Jahre im Garten. Dazu gehört dieser Salbei.

Eine Küche ohne frische Kräuter kann ich mir nicht vorstellen.


Pimpinelle / Kleiner Wiesenkopf

Die Pimpinelle ist auch eines meiner Lieblingskräuter. Sie ist ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet. Ich benutze sie im Frühlingsquark, in der Kräuterbutter und natürlich im Salat. Der Geschmack ist erfrischend und herb zugleich. Auch zur selbstgemachten Limonade passt sie hervorragend. Besonders gut schmecken jetzt im Frühling die jungen Blätter. Im August verwende ich die kleinen nach Zitrone schmeckenden gelben Blüten. Aber das schöne ist, man kann sie bis zum Ende des Jahres ernten.

Und ich freue mich schon, euch einige meiner Rezepte zu präsentieren. Nun hoffe ich, dass es jetzt doch so langsam wieder etwas wärmer wird und der Frühling tatsächlich bleibt.

Habt noch einen wunderschönen Abend.

Fischtopf nach Art des Hauses

Auf Mallorca habe ich das Kochen in Tonschalen kennengelernt. Dort nennt man sie Cazuelas. Und ich habe mich auch hier für diese Art zu Kochen entschieden. Viele Gerichte bereite ich in diesen Tontöpfen zu. Da ich auf Gas koche ist es kein Problem. Man kann sie gut im Backofen benutzen. Was ich auch gerne mache.

Mein Rezept für den Fischtopf

  • Fisch
  • Garnelen
  • Grünschalenmuscheln
  • 2 Fenchelknollen
  • 6-8 Knoblauchzehen
  • 1 Gemüsezwiebel oder 2 normalgroße Zwiebeln
  • Zitronen
  • Rosmarin, Salbei, Zitronenmelisse
  • getrocknete Bio-Orangenschalen, gibt es beim Gewürzhändler
  • Safran
  • Pfeffer
  • Salz
  • Olivenöl
  • 125 ml Weißwein
  • 125 ml Fischbrühe

Als Fisch habe ich Victoriabarschfilet und Buntbarschfilet genommen. Es sollte ein etwas festerer Fisch sein, damit er nicht zu viel zerfällt. Die Menge des Fisches, der Garnelen und der Muscheln kommt auf die Personenzahl an. Ich habe Safranfäden benutzt. Natürlich geht es auch mit gemahlenem Safran. Da wäre eine kleine Dose mit 0,1 mg gut.

Den Fenchel in feine Streifen schneiden. Die Zwiebel in etwas größere Würfel schneiden. Olivenöl in der Pfanne erhitzen.

Den Fenchel und die Zwiebeln mit den Kräutern in der Pfanne leicht anbraten. Die in Scheiben geschnittenen Knoblauchzehen dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Alles leicht schmoren lassen. Dann den Weißwein und die Fischbrühe hinzugeben und alles auf mittlere Flamme köcheln lassen. Die Zwiebel sollten glasig sein und der Fenchel sollte noch etwas Biss haben.

Nun den Fisch pfeffern und salzen. Leicht mit Mehl bestäuben. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die halbierten Knoblauchzehen, Salbei, Rosmarin und Zitronenmelisse und die getrockneten Orangenwürfel erhitzen. Die Zitronenscheiben dazugeben.

Den Fisch nun auf beiden Seiten so etwa 4 Minuten anbraten. Die Pfanne von der Flamme nehmen und zur Seite stellen.

Jetzt zu den im Weißwein und der Brühe gekochten Fenchel und Zwiebeln

die Garnelen und die Muscheln dazugeben und leicht mit kochen, bis sie fertig gegart sind.

Dann habe ich den Fisch hinzufügt und noch einmal kurz in der Pfanne angewärmt.

Als Beilage habe ich die Rouille und das französische Landbrot gereicht. Die Rezepte für die Rouille und das Landbrot habe ich in einem vorherigen Beitrag beschrieben.

Hier passt hervorragend ein gut gekühlter Weißwein dazu.

Es ist ein perfektes Gericht für einen Sommerabend. Da bekommt man doch gleich Lust auf den Sommer.

Heute teilt sich die Woche schon wieder. Wie doch die Zeit vergeht. Ich wünsche Euch noch eine wunderschöne Restwoche.

Kräuter sind etwas Wunderbares

Regen, Sturm, Regen, Kälte

Schade…..dieses Jahr ist der Frühling besonders kalt und regnerisch. Ich merke schon, wie ich so langsam nach draußen möchte. Es ist doch einiges zu tun im Garten. Wenn man dem Wetterbericht glauben kann, wird es ab morgen wärmer. Da ich immer positiv denke, glaube ich mal, das es so sein wird.

Für die Kräuter wird es auch so langsam Zeit, dass es wärmer wird.

Das ist Salbei, den habe ich schon viele Jahre. Er hat den starken Frost vom letzten Winter gut überstanden. In der Küche benutze ich Salbei zu Fisch und Lammfleisch.

Der Klassiker in der italienische Küche ist natürlich Saltimbocca alla Romana. Übersetzt heißt es: „Spring in den Mund“ Saltimbocca, das ist Kalbfleisch, luftgetrockneter Schinken und frischer Salbei.

Meine Kräutergalerie an der Hauswand.

In der mediterranen Küche darf der Thymian nicht fehlen. Für mich gehört er in eine gute Tomatensauce.

Hier wächst der Thymian im Beet.

Es wird wirklich Zeit, dass die Sonne scheint. Nicht nur die Kräuter können die Sonne gut gebrauchen. Französischer Estragon ist dabei. Ich mag den besonderen Geschmack vom Estragon. Ich benutze ihn zum Grillen, für Saucen, und besonders zu frischen Pilzen. Und die Pimpinelle, auch kleiner Wiesenkopf genannt, gehört schon seit Jahren zu meinen Kräutern. Sie hat noch viele andere Namen, Drachenblut, Braunelle und viele mehr. Sie ist unter anderem reich an Vitamin C. Man kann sie nicht gut trocknen. Sie schmeckt gut zu Salaten, in Kräuterbutter, im Quark und zu frischen Suppen.

Das ist die Blüte der Pimpinelle, sie ist auch essbar. Die Pimpinelle gehört zu den sieben Kräutern der Frankfurter grünen Sauce.

In meinem Kräutertopf sind Majoran, Lavendel und Rosmarin und Oregano. Aus Thymian, Rosmarin und Bohnenkraut mache ich Kräuter der Provence. Allerdings füge ich auch manchmal Oregano Lavendel und Fenchelsamen dazu.

Ich benutze Kräuter der Provence zu Lamm, französische Ragouts, und Gemüsegerichten.

Das hier oben ist Bohnenkraut.

Rosmarin gehört zu meinen Favoriten. Zu Fleisch, Fisch, Gemüse, zum Grillen. Diesen Winter hatte der Rosmarin es schwer durchzukommen. Aber er ist noch da und wird sich im Sommer wieder erholen.

Die Zitronenmelisse vemehrt sich im Garten von alleine. Eigentlich überall. Da muss ich aufpassen, dass es nicht zu viel wird. Aber die Bienen lieben die Melisse. Genauso wie sie die Minze lieben.

Und noch schneller geht es bei der Minze. Sie meint der Garten gehört ihr alleine. Die Zitronenmelisse und die Minze benutze ich für Getränke. Auch in die Kräuterbutter mische ich sie dazu.

Meine hängenden Kräuter. Estragon und Oregano.

Olivenkraut

Natürlich darf der Basilikum nicht fehlen. Zwei andere Sorten Basilikum stehen noch im Gewächshaus. Ich hoffe, ich kann sie bald nach draußen holen. Ich denke ja, morgen ist es soweit. Wer Oliven mag, der wird das Olivenkraut auch mögen. Es eignet sich für Pesto, mediterrane Nudelgerichte und vieles mehr. Man muss seinen herben Geschmack mögen. Zu Pilzen schmeckt es ausgezeichnet.

So, das war ein kleiner Rundgang durch meinen Kräutergarten. Eins noch. Ich habe immer eine Vase mit frischen Kräutern in der Küche stehen.

Wenn ich daran vorbei gehe, muss ich meine Nase reinstecken. Es riecht nach Sonne und nach der mediterranen Küche. Dann macht einem dieses miese, kalte und nasse Wetter nichts mehr aus.

In Erwartung, dass morgen die Sonne scheint, wünsche ich euch jetzt schon mal ein sonniges und warmes Wochenende. Bis dahin und bleibt gesund.