Zwiebelkuchen und Wein

Wenn die ersten Blätter gelb werden, die Sonne noch wärmt, aber in der Luft schon der Herbst liegt, dann fängt der Herbst schon mal gut an.

Die ersten Farben des Herbstes trösten über den Verlust des Sommers hinweg. -sylvie.n-

Heute allerdings regnet es wie aus Eimern, aber das Wochenende war wirklich schön. Ich hatte mir ja schon vor einer Woche vorgenommen einen Zwiebelkuchen zu backen. Dann hatte ich doch keine Zeit dazu.

Ich benutze oft Dinkelmehl. Für den Zwiebelkuchen habe ich das erste mal Dinkelvollkornmehl genommen. Es schmeckt etwas kräftiger als mit Dinkelmehl. Man kann allerdings auch Weizenmehl für den Zwiebelkuchen nehmen. Es ist ein Zwiebelkuchen ohne Hefe. Wenn es mal etwas schneller gehen soll.

Die Zutaten:

Teig für ein Backblech

300 g Dinkelvollkornmehl

175 g kalte Butter

1 TL Salz

2 Eier

Aus dem Mehl, Eiern, Salz, Butterstückchen und 3 EL Wasser einen glatten Teig kneten. Den Teig dann 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Belag

1 kg Zwiebeln

4 rote Zwiebeln

3 EL Butter

250 ml Sahne

5 Eier

150 g geriebenen Gouda

Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Für den Belag die Zwiebeln schälen und in dünne Streifen schneiden. Die Butter in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln dazugeben und 15 Minuten dünsten. Dabei immer wieder umrühren. Die Sahne mit den Eiern gut vermischen und den Käse unterziehen.

Nun mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Butter einfetten. Dann den Teig ausrollen und auf das Backblech geben.

Die Zwiebel auf den Teig legen und die Sahne über die Zwiebel streichen.

Im vorgeheizten Ofen ungefähr 40 Minuten backen.

Dazu schmeckt natürlich ein Federweißer. Dieses mal gab es allerdings einen leichten lieblichen Riesling aus der Pfalz dazu.

Es war ein schönes herbstliches Wochenende mit leckerem Zwiebelkuchen. Die kommenden Tage regnet es. Aber es werden wieder schöne Herbsttage kommen. Ich wünsche Euch eine wunderschöne Woche und bleibt gesund

Und schwubbs ist es Herbst

Wie immer gibt es keinen leichten Übergang vom Sommer in den Herbst. Von hundert auf null, sozusagen. Erst 30 Grad und am nächsten Tag 15 Grad. Aber endlich hat es geregnet und hier bei uns regnet es immer noch mit ein paar Sonnenstrahlen dazwischen. Und das ist gut so, die Natur brauchte dringend den Regen. Also, es ist Herbst. Es ist kühl und es wird schon früher dunkel. Nicht nur in der Natur steht die Stimmung auf Herbst. Auch bei mir. Ich mag den Herbst mit seinen Farben, seiner Stimmung und seinen Düften. Und die Inspirationen für neue Dekorationen.

Auch was die Natur im Herbst kulinarisch zu bieten hat, diese Fülle an frischem heimischen Gemüse und Obst. Auch da werde ich jedes Jahr auf`s Neue inspiriert.

Heute habe ich eine Kartoffelsuppe gemacht. Es ist die Zeit für Deftiges. Ich liebe Kartoffeln in allen Variationen und diese Suppe ist wirklich hervorragend. Den Riesling, den ich für die Suppe benutze ist ein Riesling halb trocken von der Mosel.

Kartoffel-Riesling-Suppe mit Gorgonzola

Zutaten:

  • 500 gr. Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Riesling
  • 250 gr. Gorgonzola
  • Schnittlauch
  • 6 Scheiben Baguettes
  • 15 Weintrauben
  • Walnüsse
  • 5 EL Butter
  • Salz
  • Pfeffer

Die Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden.

Auch die Zwiebel und die Knoblauchzehen schälen und klein hacken. 2 EL Butter in einem Topf erhitzen, die Zwiebel und den Knoblauch darin leicht anbraten bis sie glasig sind.

Dann die Kartoffelwürfel dazugeben. Alles so lange anbraten bis Röstaromen entstehen. Mit dem Riesling ablöschen und kurz aufkochen lassen. Die Brühe dazugeben und das ganze dann 20 Minuten bei geschlossenem Topf köcheln lassen bis die Kartoffeln weich sind.

In der Zwischenzeit den Schnittlauch in Röllchen schneiden und das Baguette in der restlichen Butter in einer Pfanne leicht anrösten.

Wenn die Kartoffeln weich sind alles mit dem Pürierstab pürieren. Wenn die Suppe noch zu dick ist, etwas Brühe zugeben.

Dann denn kleingeschnittenen Gorgonzola dazugeben, salzen und pfeffern. Nun die Suppe in einen tiefen Teller geben, das Brot, die Weintrauben und die Walnüsse dazugeben.

Zum Schluss den Schnittlauch darüber streuen.

Es ist eine wirklich schnell gemachte Kartoffelsuppe. Kräftig und aromatisch, genau das Richtige für die beginnende kühlere Zeit.

Ich muss lächeln über mich, ich bin so was von auf den Herbst eingestellt. Morgen gibt es Zwiebelkuchen. Hier bei uns im Bauernladen gibt es schon Federweißer aus der Pfalz. Also morgen noch mal schnell los. Ich wünsche Euch einen wunderschönen Abend.

Mein Gefühl steht auf herbstlich

Ich glaube, die heißen Tage sind vorbei. Am Donnerstag hatten wir hier bei uns noch 35 Grad und schon am Freitag waren es 10 Grad kühler und heute sind es 21 Grad. Das ging vielleicht flott nach unten. Am Freitag hat sich auch die Sonne verabschiedet, wir haben einen grauen Himmel und auf einmal ist das Gefühl von Herbst da. Leider hat es nicht geregnet und es sieht auch nicht so aus, als ob es die nächsten Tage bei uns regnen wird. Heute war die Frage, was kochen wir? Sommerlich leichte Küche oder sollen wir uns schon ein bisschen auf den Herbst einstimmen. Frische Kohlrabi und Möhren fand ich eine gute Idee. Also gab es Orientalisches Möhren-Kohlrabi-Püree mit Nackensteaks.

Die Möhren, und die Kohlrabi habe ich wie immer beim Bauernladen um die Ecke gekauft. Auch die Nackensteaks kommen vom heimischen Bio Landwirt. Wir haben uns bewusst dafür entschlossen unser Fleisch nur noch regional zu kaufen.

Hier ist mein Rezept:

Orientalisches Möhren-Kohlrabi-Püree mit Nackensteaks

Die Zutaten für das Möhren-Karotten-Püree:

  • 500 g Möhren
  • 1 Kohlrabi
  • 1 Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 EL Butter
  • 5 EL Olivenöl
  • 500 ml Wasser
  • 1 Zweig Currykraut
  • 6 Blätter Minze
  • 1 TL Kardamom
  • 2 TL Zimt
  • 1 TL Kurkuma
  • 2 TL Kreuzkümmel
  • Salz und Pfeffer

Zuerst werden die Möhren geschält und in Würfel geschnitten. Auch die Kohlrabi wird geschält und in Würfel geschnitten. Das selbe mache ich dann mit der Zwiebel und den Knoblauchzehen. In einen Topf gebe ich das Olivenöl und die Butter.

Wenn alles erhitzt ist kommen die Möhren, die Kohlrabi, die Zwiebel und der Knoblauch dazu. Alles gut anbraten.

Dann gebe ich das Wasser, das Currykraut und Salz dazu.

Alles solange köcheln lassen bis die Zutaten weich genug sind um sie zu pürieren. Das Currykraut entfernen, denn das isst man nicht mit. Man kann die Zutaten mit dem Pürierstab pürieren oder wie ich es gemacht habe mit einem Kartoffelstampfer klein drücken. So wie man es mag. Fein oder etwas gröber. Heute hatte ich Lust auf ein gröberes Püree. Die Gewürze Kardamom, Zimt, Kurkuma und den Kreuzkümmel vermischen und unter das Püree geben. Jetzt noch pfeffern und nochmals salzen.

Die Zutaten für die Nackensteaks:

  • 4 Nackensteaks
  • Pfeffer
  • Salz
  • Olivenöl
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 TL Koriander
  • Saft von einer halben Zitrone
  • 4 Minzblätter
  • 1 TL Chilipulver oder 1 frische Chili

Aus dem Olivenöl, Kreuzkümmel, geriebenem Knoblauch, Chilis, Koriander, Zitrone und den gehackten Minzblätter eine Marinade zubereiten.

Die Nackensteaks für mindestens 5 Stunden darin marinieren.

Die Nackensteaks habe ich auf dem Grill zubereitet. Vor dem Servieren habe ich sie noch 5 Minuten ruhen lassen.

Nun habe ich das Möhrenpüree auf dem Teller angerichtet. Auf das Möhrenpüree habe ich die gehackten Minzblätter und frisch geriebenen Knoblauch gelegt.

Nun das Nackensteak dazugelegt und mit Kräuterbutter garniert.

Das hat schon etwas herbstliches und ich bekomme Lust auf den Herbst. Ich mag den Sommer, aber wenn es dann soweit ist und der Herbst sich langsam anschleicht, freue ich mich auf ihn. Morgen soll wieder die Sonne scheinen. Vielleicht trügt mich ja mein Gefühl und der Sommer ist noch nicht zu Ende. Ob sommerlich oder schon herbstlich, ich wünsche Euch ein schönes Wochenende.

Von Düften und schwarzen Johannisbeeren

Nach einer längeren Pause und einer sehr turbulenten Zeit, finde ich wieder die Zeit, mich um meinen Blog zu kümmern.

Habt ihr schon einmal eure Nase an einen schwarzen Johannisbeerstrauch gehalten. Er duftet so intensiv.

Düfte zeichnen Bilder in die Seele und ins Herz. -sylvie.n-

Am Montag, den 26. Juni 2022 war Weltdufttag. Mal ehrlich, ich wusste nicht, das es einen solchen Tag gibt. Aber es gibt ja für alles einen besonderen Tag.

Schwarzer Johannisbeerstrauch. Die Blüten sind schon gepflückt.

Jetzt könnte man sich fragen, was hat der Johannisbeerstrauch mit dem Weltdufttag zu tun. Ich liebe den Duft vom schwarzen Johannisbeerstrauch, er erinnert mich an unsere Zeit auf Mallorca.

Überhaupt verbindet man mit Gerüchen sehr viele Erinnerungen. Ich mag den Geruch nach einem Sommerregen. Den modrigen Geruch im Wald. Natürlich den Duft der Rosen. Ein Lavendelfeld in der Provence. Es gibt soviel Düfte, die ein Wohlgefühl bewirken.

Meine Verbindung von Düften und schwarzen Johannisbeeren? Ich wollte einen Likör aus schwarzen Johannisbeeren selber herstellen. Letztes Jahr habe ich eine schwarze Johannisbeermarmelade gemacht. Unser Strauch hing wieder voller Beeren. Nach dem Säubern waren es genau 1200 Gramm.

Hier ist das Rezept für den Likör:

Die Zutaten:

  • 600 gr. schwarze Johannisbeeren
  • 1 Flasche Doppelkorn 750 ml
  • 200 gr. brauner Zucker
  • 1 Vanillestange
  • 250 ml Rotwein
  • 2 Blätter vom Johannisbeerstrauch

Die Johannisbeeren säubern und waschen.

Mit dem Kartoffelstampfer die Beeren etwas andrücken. Dann die Johannisbeeren in ein Glas füllen. Den braunen Zucker, die Vanillestange und die zwei Blätter vom Strauch dazugeben und alles verrühren.

Den Doppelkorn ( beim Doppelkorn sollte man auf Qualität wert legen) ins Glas geben und noch mal rühren.

nun den Rotwein dazugeben und wieder umrühren.

Deckel drauf und gut verschließen. Das Glas an einen hellen Ort stellen. Ich habe zwei Gläser gemacht, die ich nun 4 Monate stehen lasse. Wichtig, das Glas regelmäßig umdrehen. Nach der Wartezeit drücke ich die Früchte durch ein Sieb und fülle sie dann in Flaschen ab. Dann stelle ich sie an einen dunklen Ort. Ich freue mich schon auf einen Kir Royal mit selbstgemachten Likör. Auch pur auf Eis schmeckt der schwarze Likör sehr gut.

Zuerst gab es den Kir, er wurde vom Bürgermeister Félix Kir (1876–1968) von Dijon erfunden. Das ist der Créme de Cassis mit Weißwein. Wird Champagner verwendet, nennt man ihn Kir Royal. Man kann ihn auch mit Rotwein trinken, dann wird er zu einem Cardinal.

Und natürlich benutze ich den Likör aus schwarzen Johannisbeeren auch zum Kochen. Besonders schmackhaft wird ein französisches Rindfleisch-Ragout mit Créme de Cassis. Das Rezept kommt später.

Ich wünschen Euch einen wunderschönen Sommerabend, bis dahin

Mein Kräutergarten

Kräuter sind nicht nur wohlschmeckend und verfeinern jedes Gericht, sie sind auch gut für die Gesundheit. -sylvie.n-

Gestern war ich in der Gärtnerei um neue Kräuter für meinen Kräutergarten zu besorgen. Ich gehe unheimlich gern in eine Gärtnerei. Gerade im Frühling, wenn die ersten Sommerblumen schon in ihrer Blüte da stehen. Und obwohl es noch zu kalt ist, kann man nicht widerstehen, doch schon Blumen zu kaufen. Ich habe mich aber voll auf meinen Kräutereinkauf konzentriert.

Na ja, vielleicht nicht so ganz. Ein paar Pflanzen waren dann doch dabei. Aber auch eine Menge Kräuter.

Kräuter gehören für mich zum Sommer.

Fenchel und Unsterblichkeitskraut

Der Bronzefenchel „Smokey“. Er ist ein Tee- und Heilkraut und ist im Mittelmeerraum verbreitet. Man kann die Blätter zum würzen von Kalbs- und Schweinefleisch verwendet. Aber auch um Fisch zu verfeinern. Zu Fisch passt Fenchel besonders gut, auch das Fenchelgemüse.

Das Kraut der Unsterblichkeit / Jiaogulan kommt aus Asien. Man kann die Blätter zum Salat geben oder einen Tee aus ihnen machen. In Japan benutzt man die Blätter als Gemüse. Das Kraut habe ich zum ersten Mal gekauft. Bin jedes Jahr dran vorbeigelaufen. Aber dieses Jahr habe ich gedacht, bei diesem Namen, nehme ich es doch mit. So richtig viel weiß ich noch nicht über das Unsterblichkeitskraut. Habe mich ein bisschen informiert. Es gibt so vieles über diese Pflanze zu berichten. Dazu mache ich mal einen neuen Beitrag. Und ich werde es auch einmal in einen frischen Salat dazugeben. Mal sehen, es heißt, dass das Kraut bei jedem Menschen anders schmecken kann. Ich lasse mich überraschen.

Kaskadenthymian

An der Hauswand habe ich noch Bohnenkraut, wilden Thymian und Oregano. Die Erdbeeren haben schon die ersten Früchte. Der Kaskadenthymian ist hängend und sehr aromatisch. Thymian kommt bei mir in fast jedes warme Tomatengericht.

So langsam wird es mit meinem Kräutergarten. Morgen werde ich wohl fertig sein. Einige Kräuter habe ich schon viele Jahre im Garten. Dazu gehört dieser Salbei.

Eine Küche ohne frische Kräuter kann ich mir nicht vorstellen.


Pimpinelle / Kleiner Wiesenkopf

Die Pimpinelle ist auch eines meiner Lieblingskräuter. Sie ist ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet. Ich benutze sie im Frühlingsquark, in der Kräuterbutter und natürlich im Salat. Der Geschmack ist erfrischend und herb zugleich. Auch zur selbstgemachten Limonade passt sie hervorragend. Besonders gut schmecken jetzt im Frühling die jungen Blätter. Im August verwende ich die kleinen nach Zitrone schmeckenden gelben Blüten. Aber das schöne ist, man kann sie bis zum Ende des Jahres ernten.

Und ich freue mich schon, euch einige meiner Rezepte zu präsentieren. Nun hoffe ich, dass es jetzt doch so langsam wieder etwas wärmer wird und der Frühling tatsächlich bleibt.

Habt noch einen wunderschönen Abend.

Fischtopf nach Art des Hauses

Auf Mallorca habe ich das Kochen in Tonschalen kennengelernt. Dort nennt man sie Cazuelas. Und ich habe mich auch hier für diese Art zu Kochen entschieden. Viele Gerichte bereite ich in diesen Tontöpfen zu. Da ich auf Gas koche ist es kein Problem. Man kann sie gut im Backofen benutzen. Was ich auch gerne mache.

Mein Rezept für den Fischtopf

  • Fisch
  • Garnelen
  • Grünschalenmuscheln
  • 2 Fenchelknollen
  • 6-8 Knoblauchzehen
  • 1 Gemüsezwiebel oder 2 normalgroße Zwiebeln
  • Zitronen
  • Rosmarin, Salbei, Zitronenmelisse
  • getrocknete Bio-Orangenschalen, gibt es beim Gewürzhändler
  • Safran
  • Pfeffer
  • Salz
  • Olivenöl
  • 125 ml Weißwein
  • 125 ml Fischbrühe

Als Fisch habe ich Victoriabarschfilet und Buntbarschfilet genommen. Es sollte ein etwas festerer Fisch sein, damit er nicht zu viel zerfällt. Die Menge des Fisches, der Garnelen und der Muscheln kommt auf die Personenzahl an. Ich habe Safranfäden benutzt. Natürlich geht es auch mit gemahlenem Safran. Da wäre eine kleine Dose mit 0,1 mg gut.

Den Fenchel in feine Streifen schneiden. Die Zwiebel in etwas größere Würfel schneiden. Olivenöl in der Pfanne erhitzen.

Den Fenchel und die Zwiebeln mit den Kräutern in der Pfanne leicht anbraten. Die in Scheiben geschnittenen Knoblauchzehen dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Alles leicht schmoren lassen. Dann den Weißwein und die Fischbrühe hinzugeben und alles auf mittlere Flamme köcheln lassen. Die Zwiebel sollten glasig sein und der Fenchel sollte noch etwas Biss haben.

Nun den Fisch pfeffern und salzen. Leicht mit Mehl bestäuben. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die halbierten Knoblauchzehen, Salbei, Rosmarin und Zitronenmelisse und die getrockneten Orangenwürfel erhitzen. Die Zitronenscheiben dazugeben.

Den Fisch nun auf beiden Seiten so etwa 4 Minuten anbraten. Die Pfanne von der Flamme nehmen und zur Seite stellen.

Jetzt zu den im Weißwein und der Brühe gekochten Fenchel und Zwiebeln

die Garnelen und die Muscheln dazugeben und leicht mit kochen, bis sie fertig gegart sind.

Dann habe ich den Fisch hinzufügt und noch einmal kurz in der Pfanne angewärmt.

Als Beilage habe ich die Rouille und das französische Landbrot gereicht. Die Rezepte für die Rouille und das Landbrot habe ich in einem vorherigen Beitrag beschrieben.

Hier passt hervorragend ein gut gekühlter Weißwein dazu.

Es ist ein perfektes Gericht für einen Sommerabend. Da bekommt man doch gleich Lust auf den Sommer.

Heute teilt sich die Woche schon wieder. Wie doch die Zeit vergeht. Ich wünsche Euch noch eine wunderschöne Restwoche.

Französisches Landbrot und Rouille Teil 1

Gestern habe ich mediterran gekocht. Es gab Fisch, Muscheln und Garnelen aus der Tonschale.

Erst einmal habe ich aber die Beilagen zubereitet und zwar ein französisches Landbrot und eine Rouille. Eine Rouille ist eine würzige Knoblauchsauce und gehört traditionell zur Bouillabaisse. Sie wird aber auch gerne zu anderen mediterranen Fischgerichten gereicht.

Hier mein Rezept für das

Französisches Landbrot

  • 550g Dinkelmehl
  • 1 TL Salz
  • 1 Würfel Hefe oder 1 Tütchen Trockenhefe
  • 1 Essl. gemahlenen Fenchelsamen
  • 350 ml lauwarmes Wasser

Salz unter das Mehl geben. Fenchelsamen in einem Mörser klein stoßen und durch ein Passiersieb zum Mehl geben.

Die Hefe in 350 ml lauwarmen Wasser auflösen. Wenn man Trockenhefe benutzt, nach Beschreibung vorgehen. Das Wasser zum Mehl gießen und alles zu einem festen, geschmeidigen Teig verkneten.

Den Teig mit Mehl bestreuen und an einem warmen Ort 1,5 Stunden gehen lassen. Er sollte sich dann verdoppelt haben. Den Teig nochmals gut durchkneten und zu einem länglichen Brot formen und auf ein bemehltes Backblech legen und noch einmal 30 Minuten gehen lassen. Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Bei Ober- und Unterhitze auf 200 Grad. Den Brotteig noch mit etwas Wasser bestreichen und für 35 Minuten in den Backofen schieben. Ob das Brot fertig ist prüft man am besten, wenn man es auf der Rückseite leicht anklopft. Wenn es hohl klingt, ist das Brot fertig.

Ich backe sehr gerne mit Dinkelmehl. Es erinnert mich immer an das Landbrot auf Mallorca. Statt Fenchel kann man auch jedes andere Gewürz dazugeben. Das Landbrot mit Fenchel schmeckt allerdings besonders gut zur Rouille.

In der Zeit wo der Teig ziehen musste habe ich die Rouille zubereitet.

Rouille

  • 1 kleine Pellkartoffel
  • 4-6 Knoblauchzehen
  • 125 ml Rapsöl oder Sonnenblumenöl
  • 1 Eigelb
  • 1 kleine Dose Safran 0,1 gr.
  • 1-2 Essl. Fischbrühe
  • 1 Prise Fleur de Sal
  • frisch gemahlenen Pfeffer
  • 1 TL Tomatenmark
  • 2 Msp. Paprikapulver

Die Pellkartoffel schälen und mit einer Gabel klein drücken. Die gerieben Knoblauchzehen untermischen, dann die Fischbrühe dazugeben und verrühren. Den Safran, Pfeffer und Salz beifügen. Ich bereite mir eine frische Fischbrühe aus Fisch, Zwiebeln, Möhren, Stangensellerie, Salz, Liebstöckel selbst zu und friere sie dann ein. Wenn man die fertige Brühe in einem Eiswürfelbehälter einfriert, hat man immer kleine Portionen vorrätig.

Das Eigelb dazugeben und mit ein wenig Öl vermischen. -Man kann die Rouille auch mit Olivenöl zubereiten. Aber ich finde den Olivengeschmack zu intensiv für eine Rouille.- Nun zu der Masse das Öl dazugeben und mit dem Schneebesen rühren. Immer wieder etwas Öl beigeben und rühren. Solange bis eine cremige Sauce entstanden ist. Jetzt das Tomatenmark und das Paprikapulver dazugeben. Gegebenenfalls noch einmal mit Pfeffer und Salz nachwürzen.

Et voila

Das war der erste Teil meines Gerichts „Fischtopf nach Art des Hauses“.

Das Rezept für den Fischtopf werde ich jetzt fertigstellen.

Ich wünsche Euch eine wunderschöne und sonnige Woche.

Seeteufel mit Fenchel

Lotte avec fenouil

Auch heute bin ich inspiriert von meinen Reiseerinnerungen an unsere Fahrt durch Frankreich. Der Seeteufel oder Lotte ist mein favorisierter Fisch. Immer wenn wir am Meer sind, gehört er einfach dazu. Da ich gerade mit meinen Erinnerungen an der französischen Atlantikküste bin, dachte ich mir, ich bereite einen Seeteufel zu. Ich habe leider keinen frischen Seeteufel bekommen, aber tiefgekühlt immer einen zur Hand.

Die Zutaten für 4 Personen:

  • Seeteufel
  • 1 große Süßkartoffel
  • 2 Fenchel
  • 2 Möhren
  • 8 Knoblauchzehen
  • Olivenöl
  • Walnussöl
  • 100 ml frische Sahne
  • Cherry
  • 3 Blätter Salbei
  • 1 Zitrone
  • 1 Orange
  • 6 Blätter Zitronenmelisse
  • Butter

Wie immer koche ich spontan. Dann muss ich mir sofort aufschreiben, welche Zutaten ich benutzt habe. Den Fenchel und die Süßkartoffeln habe ich schon vom Einkaufen mitgebracht. Alle anderen Zutaten habe ich immer im Haus.

Zuerst habe ich den Fenchel und die Möhren in feine Streifen geschnitten.

Ich liebe Fenchel und ich finde er passt hervorragend zum Fisch. Dann habe ich die beiden Gemüse in eine Pfanne mit Olivenöl gegeben und leicht köcheln lassen bis sie gar sind. Sie sollten noch leichten Biss haben. Mit Pfeffer und Salz würzen. Mehr Gewürz habe ich nicht dazu getan. Ich finde das Gemüse hat so einen leckeren eigenen Geschmack, da braucht man nicht mehr als pfeffern und salzen. Und zu diesem Gericht passt es so am besten.

Danach habe ich den Seeteufel zubereitet, d.h. nur mit Pfeffer und Salz gewürzt.

In eine Pfanne mit nicht so stark erhitztem Olivenöl habe ich dann 5 Knoblauchzehen, 3 Salbeiblätter und zwei Blätter Zitronenmelisse gegeben. Die Kräuter sind aus dem eigenen Garten. Ich war erstaunt, das die Zitronenmelisse jetzt schon neue Blätter hat. Den Salbei aus dem Garten konnte ich den ganzen Winter frisch ernten.

Dazu kamen noch 2 Orangenscheiben und etwas Fenchel. Dann gebe ich den Fisch dazu und lasse ihn von beiden Seiten so etwa 4 Minuten anbraten.

Nun stelle ich die Pfanne in den leicht geöffneten Backofen bei 80 Grad Umluft.

Die geschälte und in grobe Würfel geschnittene Süßkartoffel habe ich in Wasser gekocht. Wenn ich die Süßkartoffel in Wasser koche, lege ich immer eine Scheibe Zitrone dazu.

Das sorgt dafür, dass die Süßkartoffeln ihre kräftige Farbe behalten. Als sie weich genug waren, wurden die Kartoffelstücke mit frisch gepressten Orangensaft zerdrückt, 2 geriebene Knoblauchzehen untergemischt.

Wenn ich den Knoblauch nicht in Scheiben oder in kleine Würfel schneide, benutze schon seit Jahren eine Knoblauchreibe. So wird der Knoblauch schön fein. Allerdings ist er auch intensiver im Geschmack.

Mit Pfeffer und Salz gewürzt. Zum Schluss habe ich noch etwas kalte Butter dazugegeben.

Jetzt kommt die Pfanne mit dem Fisch aus dem Backofen und ich nehme den Fisch heraus und stelle ihn zum warmhalten noch einmal in den Backofen. Zwischenzeitlich habe ich den Backofen auf 50 Grad zurückgestellt.

Die Kräuter, den Fenchel und die Orangenscheiben brate ich nun ein wenig an und lösche sie dann mit einem großen Schuss Cherry ab. Leicht köcheln lassen, die Sahne hinzugeben weiter köcheln lassen und ein bisschen reduzieren und mit Pfeffer und Salz würzen. Den Seeteufel noch einmal kurz dazulegen.

Auf dem Teller anrichten. Über die Süßkartoffeln gebe ich dann noch ein paar Tropfen Walnussöl.

Bon appetit.

Zu diesem Gericht gab es einen leichten französischen Rosé .

Mein Lieblingsfisch ist mir hervorragend gelungen. Und es war eine gute Geschmackskombination. Vielleicht habt ihr ja Lust dieses Gericht einmal nach zu kochen. Viel Spaß dabei.

Wir haben jetzt schon 17 Uhr und es ist immer noch hell. Heute haben wir blauen Himmel und etwas Sonnenschein. Endlich mal. Allerdings sind die Temperaturen nicht über 7 Grad gegangen. Aber man merkt so langsam den kommenden Frühling. Habt noch einen wunderschönes Wochenende.

Pasta, Sonne und mehr……

Draussen ist es immer noch grau, regnerisch und sehr windig. Da bleibe ich doch noch ein bisschen bei meinen Urlaubserinnerungen. Ich habe gestern eines meiner Lieblingsgerichte gekocht. Es braucht nicht viel Zutaten und ist schnell zubereitet. Es ist ein Gericht, welches man auch so in der spanisches Küche findet. Durch den Chili und die Rosinen, erinnert es an die maurische Küche. Auf Mallorca habe ich immer gerne das köstliche Gericht „Pescado a la Mallorquina“ gegessen. Es besteht aus Mangold oder Spinat, Fisch, Knoblauch Kartoffeln, Tomaten, Chili und Rosinen.

Aber hier sind meine Pasta mit Fisch und Garnelen

  • rohe Garnelen
  • Fisch
  • 250 g Spaghetti
  • 1 Gemüsezwiebel
  • 6 Knoblauchzehen
  • 1 halbe Dose Tomaten in Stücke
  • 1 Peperoni oder auch eine Chili
  • Rosinen
  • 200 ml Fischbrühe
  • Pfeffer und Salz aus der Mühle
  • 1 Rosmarinzweig
  • Olivenöl
  • Cherry

Das Gericht ist für 4 Personen. Ich benutzte für die Zubereitung eine Paella Pfanne. Da ich auf Gas koche, funktioniert das sehr gut. Es geht natürlich auch jede andere Pfanne.

Als erstes wird Olivenöl in der Pfanne erhitzt. Der Fisch mit Pfeffer und Salz gewürzt und im heißen Öl von beiden Seiten angebraten. Dann wird die Temperatur runtergedreht und den Fisch noch 3 Minuten auf jeder Seite leicht braten. Dann den Fisch aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen. Das gleiche wird dann mit den Garnelen gemacht. Da ich immer nur rohe Garnelen benutze, bleiben sie nur so kurz in der Pfanne bis sie rosa geworden sind. Dann auch die Garnelen herausnehmen und zur Seite stellen. Hier habe ich Fisch und Garnelen zusammen in die Pfanne getan und die Garnelen früher herausgenommen. Es kommt immer auch auf die Menge an, die ich benutze.

Die kleingehackte Gemüsezwiebel, den gehackten Knoblauch und die in Streifen geschnittene Peperoni in die Pfanne geben.

Das ganze dann leicht köcheln lassen, bis die Zwiebeln glasig sind.

Mit einem guten Schuss Cherry wird das ganze dann abgelöscht. Nochmals leicht köcheln lassen.

Dann die gewürfelten Tomaten und die Fischbrühe dazugeben. (Die Fischbrühe mache ich meistens selbst aus Fischresten, Möhren, Zwiebeln, Lorbeerblatt, Wacholderbeeren, Pfeffer und Salz und friere sie dann ein.) Dann pfeffern und salzen und den Rosmarinzweig dazugeben. Jetzt die Zutaten so 15 Minuten köcheln lassen. Die Zwiebeln sollten noch einen leichten Biss haben.

Zwischenzeitlich sind auch die Spaghetti fertig. Die Pasta und die Rosinen werden nun in die Pfanne gegeben und untergemischt. Als letztes kommt der Fisch und die Garnelen in die Pfanne und werden unter die Spaghetti gemischt und bleiben nur solange auf dem Herd bis der Fisch und die Garnelen heiß geworden sind. Etwas frisch gemahlenen Pfeffer darüber geben.

Der Fisch kann ruhig zerfallen, dass ist so gewollt.

Als Fisch benutze ich einen etwas festeren Fisch. Hier habe ich Victoriabarschfilet genommen. Es geht aber jeder beliebige dickfleischige Fisch, z.B: Seehechtfilet, Rotbarschfilet. Die Menge der Chilis oder der Peperoni ist jedem selbst überlassen. Die Peperoni sind nicht ganz so scharf, wie der Chili. Die Peperoni hat 100–500 Scoville und der Chili fängt bei 500 Scoville an, nach oben offen….. Es sollte schon schärfer sein, damit die Kombination mit den Rosinen so richtig gut herauskommt.

Dazu gibt es einen spanischen Rotwein. ¡que aproveche!

Und schon vergesse ich, das fürchterliche Wetter draussen. Ich wünsche Euch eine wunderbare Woche. Bis dahin