Wen die Muse küsst

Heute ist Welttag der Poesie. Es wird daran erinnert, wie schön die Sprache sein kann.

Zu meiner Schulzeit gab es Poesiealben. Ich habe meins noch und es nach langem wieder einmal herausgeholt.

Der Klassiker in einem Poesiealbum:

Rosen, Tulpen, Nelken,

alle Blumen welken,

nur die eine nicht

die da heißt Vergißmeinnicht.

Heute gibt es auch noch Poesiealben. Allerdings ist da schon alles vorgegeben. Bei uns waren das leere Blätter. Da konnte jeder seiner Phantasie freien Lauf lassen. Es wurden Glanzbilder eingeklebt und es wurde gemalt. Auch getrocknete Blumen wurden eingeklebt. Früher war es eine reine Mädchensache. In meinem Album haben auch ein paar Jungen reingeschrieben.

Das Wort Poesie kommt aus dem altgriechischen und bedeutet „Erschaffung“. Heute morgen hat mich bei dem Gedanken einen Beitrag zu schreiben die Muse geküsst.

            

Ist ein Poesiealbum nur etwas für Kinder? Ich glaube ich werde mir nochmal ein Album kaufen und meine Freunde bitten mir etwas hineinzuschreiben. Wäre doch mal eine gute Idee. Vielleicht wird der eine oder andere auch von der Muse geküsst.

Ich wünsche euch noch eine poetische Woche.

Eine kleine Liebe

Seit ein paar Tagen ist die Stimmung anders. Die Vögel zwitschern und die Luft riecht nach Frühling. Morgens ist es noch kalt, und wenn die Sonne scheint schaut der Frühling um die Ecke. Bis Ostern sind es noch zwei Wochen. Die Obstbäume in unserem Garten fangen schon zu blühen an. Es ist etwas früh und ich hoffe, das es keine Frostnächte mehr gibt.

Eine meiner Lieblingsblumen im Frühjahr ist die Schachblume. Ich mag diese Pflanze besonders. Ihre wunderbaren filigranen Blätter sehen so grazil aus. Man nennt sie auch Schachbrettblume oder Kiebitzei. Wo allerdings der Name Kiebitzei her kommt, habe ich nicht herausgefunden.

Ich habe schon mehrfach versucht sie in unserem Garten heimisch werden zu lassen. Hat leider nicht funktioniert. Eigentlich lebt sie in Feuchtgebieten, also sie braucht es sehr nass an ihren Füssen. Bei uns am Niederrhein wächst die Schachblume nicht in freier Natur. Ich habe sie hier noch nicht gesehen und das obwohl der Niederrhein viele Feuchtgebiete hat. Ihr botanischer Name ist Fritillaria meleagris und gehört zu den Liliengewächsen. Sie wurde 1993 zur Blume des Jahres gewählt.

Das Besondere an dieser kleinen Schönheit, sie lässt sich wunderbar fotografieren.

Die Schachbrettblume ist besonders gefährdet und muss geschützt werden. Ich habe mir gestern noch einmal zwei Exemplare aus der Gärtnerei mitgebracht. Ich werde sie zu den Pflanzen stellen die viel Wasser brauchen, so dass sie jedes mal genug Wasser mitbekommen.

Jetzt hoffe ich, das sie heimisch in unserem Garten werden. Habt noch einen wunderschönen Montagabend.

Grüner Spargel mit Pasta

Was hatten wir am letzten Samstag für ein wundervollen, schönen Frühlingstag. Das Thermometer ging bis auf 17°C.

Die Sonne schien und der Himmel war blau. Endlich!! Geht einem da nicht das Herz auf? Da ist man auf einmal voller Tatendrang. Der Garten muss aus seinem Winterschlaf geholt werden. Aber ich wollte nicht nur im Garten arbeiten sondern diesen ersten Frühlingstag genießen. Dazu gehört auch ein leckeres Essen. Nudeln, die hat man immer im Haus. Grünen Spargel hatte ich auch noch in der Tiefkühltruhe. Den hatte ich letztes Jahr frisch eingefroren. Kirschtomaten habe ich auch immer da. Also mache ich grünen Spargel mit Farfalle. Es ist ein leichtes, schnell zubereitetes und sehr leckeres Essen.

Hier sind die Zutaten:

  • 500 g Farafalle
  • 500 g grünen Spargel
  • 250 g Cherrytomaten
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer aus der Pfeffermühle
  • 4 EL Olivenöl
  • 250 ml Sahne
  • 10 g Butter
  • 2-3 Stiele Majoran
  • 100 g geriebener Pecorino

Ich bevorzuge den Pecorino. Er ist salziger und würziger als der Parmesankäse. Er wird traditionell aus Schafskäse hergestellt. Parmesan wird aus Kuhmilch hergestellt.

Ich esse gerne grünen Spargel. Das kommt sicher von meiner Zeit auf Mallorca. Denn dort gibt es den grünen Spargel fast das ganze Jahr. Besonders fein im Aroma ist der wilde grüne Spargel. Er ist dünner und sehr aromatisch. In unserer Region gibt es den weißen Spargel. Seit 1920 wird hier am Niederrhein Spargel angebaut. Mittlerweile gibt es hier auch den grünen Spargel, aber der ist nicht so aromatisch wie der grüne Spargel aus Südeuropa.

Das Rezept:

Den Spargel putzen und die holzigen Spargelenden abschneiden. Grünen Spargel braucht man nicht schälen. Den Spargel in 2-3cm große Stücke schneiden.

Die Cherrytomaten halbieren und die Kerne herausnehmen. Man kann die Kerne auch drin lassen. Ich entferne sie, auch wenn es bei den kleinen Tomaten ein bisschen kniffliger ist sie herauszunehmen.

Die Farfalle in reichlich Salzwasser kochen. Aldente, wenn man mag. Bei mir können die Nudeln ein kleines bisschen weicher sein. Ich glaube, dass es bei Pasta aldente oder weicher Pasta kein Falsch oder Richtig gibt. Es ist einfach reine Geschmacksache. Ich habe gelesen, das die Norditaliener ihre Pasta weicher mögen.

Jetzt das Olivenöl und die Butter in einer Pfanne erhitzen.

Die Spargelstreifen und den Majoran dazugeben und bei mittlerer Hitze leicht anbraten, dabei immer die Pfanne etwas schwenken. Dann die Sahne dazugeben und bei mittlerer Hitze leicht einkochen lassen. Den Majoran entfernen, salzen und pfeffern.

Wenn die Nudeln die gewünschte Konsistenz haben zum Spargel geben. Die Nudeln nicht abgießen, sondern mit einem Schöpflöffel aus dem Wasser gleich in die Sauce geben. Unter den Spargel mischen. Dann die Cherrytomaten dazugeben und auch untermischen.

Auf einem Teller anrichten und den grob geriebenen Pecorino dazugeben. Und fertig ist ein leichtes, sehr schmackhaftes Nudelgericht.

Perfekt für so einen schönen sonnigen Frühlingstag. Dazu ein leichter Pinot Grigio. Am Sonntag war es dann wieder kalt. Heute ist es kalt und grau, so ein richtiges usseliges (rheinisch für unangenehmes, regnerisches und graues) Wetter. Das war ein Frühlingstag im Winter.