Glück im Unglück

Heute gebe ich euch ein kleines update von unserem Wasserschaden. Also Ostern haben wir ohne viel Wasser gut überstanden. Am Dienstagmorgen haben wir dann direkt unseren Installateur angerufen. Wir haben mit ein paar Tagen Wartezeit gerechnet. Am Telefonat sagte man uns, wir rufen gleich zurück. Was soll ich sagen, 20 Minuten später kam der Anruf, der Installateur ist einer Stunde bei ihnen. Was so schnell !!! Er kam schaute sich alles an und meinte, das ist kein kleiner Schaden. Dachten wir uns schon. Wir konnten hinter den Kacheln in der Dusche ein kleines Zischen hören. Allerdings fragte er dann, ob sich die Versicherung schon gemeldet hat. Nein, das hat sie noch nicht. Er meinte dann, ohne das Ok der Versicherung kann er nicht anfangen. Es könnte sein, das sie ihre eigene ausgesuchte Firma schicken. Na wunderbar. Also schnell denn Versicherungsvertreter angerufen. Der wusste noch von nichts, den die email die wir direkt geschrieben haben ging an das Schadensbüro und das dauert, bis er die Nachricht bekommt. Allerdings haben wir ihm die Sachlage erklärt und auch er sagte, ich rufe gleich zurück. Unser Installateur, meinte ich schlage schon mal die ersten Kacheln raus. Nach 10 Minuten rief die Versicherung an und meinte der Herr von der Schadensregulierung ist in einer Stunde bei ihnen. Er kam, sah den Schaden und meinte, ups größerer Schaden.

Er war wirklich nett und regelte innerhalb kurzer Zeit alles und unser Installateur konnte nun richtig loslegen. Wir waren verblüfft, erstaunt und sehr erfreut, das der Schaden so schnell behoben wurde. Am Nachmittag war alles fertig und das Wasser lief wieder. Was für ein Glück. Der Herr von der Versicherung meinte, wir müssen uns um nichts kümmern, sie regeln alles. Als nächstes müssen die Wände getrocknet werden. Der Anruf von der Bautrocknungsfirma kam auch sehr schnell. Gestern war ein Techniker da, schaute sich alles an, schrieb, machte Fotos. Dann sagte er, seinen Bericht muss er jetzt der Versicherung durchgeben. Wenn die Versicherung ihr Ok gibt, dann können wir einen Termin machen. Wird so 1 – 2 Wochen dauern. Da wir nächste Woche für ein paar Tage verreisen wollen, kam uns das sehr gelegen. Heute nun, meldete sich die Bautrocknungsfirma und meinte, sie hätten freie Kapazitäten und könnten heute schon vorbeikommen. Gesagt getan, es ist alles installiert und angebracht.

Unser Schafzimmer können wir nicht benutzen. Es geht so ein sanftes Geräusch durch das Haus. Naja sanft ist etwas untertrieben. Es ist laut. Gut, wenn wir draußen auf der Terrasse sitzen hören wir so gut wie nichts.

Da die ganze Sache sich in unserem Schlafzimmer und Badezimmer konzentriert, können wir die Räume nicht benutzen, besonders das Schlafzimmer nicht. Es ist laut und sehr warm. Also müssen wir in unser Behelfsschlafzimmer in unserem Keller auswandern. Nicht schön, aber es gibt schlimmere Dinge. Nun sind wir ab Sonntag sowie so unterwegs. Ich habe meinem Mann zu Weihnachten ein Reise geschenkt. Es wäre doch schade, wenn sie nicht stattfinden könnte. Unser Sohn, der mit im Haus wohnt, kümmert sich um die Geräte. Also es muss eigentlich nur einmal am Tag das Wasser entleert werden. Wenn wir die Geräte nachts nicht ausstellen, wird es wohl in zwei Wochen erledigt sein. Ich hoffe es.

Unsere Hündin hat es sich schon einmal bequem gemacht. Allerdings sieht sie nicht sehr glücklich aus, den die letzten Tage war immer viel los. Ich würde sagen, wir hatten Glück im Unglück, weil alles so schnell voran geht. Aber ehrlich, noch einmal brauchen wir das nicht.

Ich wünsche Euch noch einen entspannten Abend und uns eine hoffentlich angenehme Nacht.

Feuchte Ostern

Was hatten wir die letzten Tage für wunderschönes Frühlingswetter. Und ehe man sich versieht ist Ostern und dann ist es auch schon wieder vorbei. Das Wetter hat sich etwas eingetrübt. Und es hat bei uns wirklich gut und viel geregnet. Die Natur freut sich.

Ansonsten sitzen wir, im wahrsten Sinne des Wortes, auf dem Trockenen. Am Donnerstagnachmittag stellten wir bei uns im Schlafzimmer an der Wand, hinter unserem Bett, eine feuchte Stelle fest. Unser Schlafzimmer befindet sich in der 2. Etage unter dem Dach. Das Bett zur Seite geschoben und da kam mehr als nur eine feuchte Stelle zum Vorschein, diese zog sich schon so ein Meter hinter unserem Bett entlang. Der erste Gedanke wo kommt das Wasser her. Diese Wand ist die Wand zu unserem Badezimmer. Also entweder kommt es vom Dach oder vom Bad. Im Bad konnte man allerdings nichts feststellen. Aber als wir die Treppe runtergegangen sind, kam dann das ganze Unglück zum Vorschein. Hinter einem Bild war ein großer Teil der Wand im Treppenhaus feucht.

Du liebe Güte, was nun? Nur die Ruhe bewahren. Es ist Gründonnerstagnachmittag, das ist der schlimmste anzunehmende Fall. Jetzt bekommt man keinen Handwerker mehr. Das heißt vier Tage ohne Wasser. Fröhliche Ostern. Also, schnell das Wasser für das ganze Haus abgedreht. Vorher noch jedes Gefäß, das Wasser aufnehmen kann, gefüllt. Wir bereiteten uns auf ein paar Tage ohne Wasser vor. Kein Duschen, keine Haare waschen, kein überhaupt nichts. Nur Katzenwäsche. Liebe Freunde haben uns zum Duschen eingeladen. So haben wir die Tage bis heute überstanden. Aber dieser feuchte Geruch ist schon sehr unangenehm. Wir haben die ganzen Tage alles durchgelüftet und es riecht nicht mehr so stark.

Am Samstag haben wir uns dann mit Wasserflaschen eingedeckt. Nun ist Montag und irgendwie sind die Tage auch ohne viel Wasser vorbeigegangen.

Glück im Unglück, wir haben einen Gartenbrunnen, das Wasser kann man zwar nicht zum Trinken oder zum Kochen benutzen, aber für andere menschliche Bedürfnisse reicht dann auch ein Eimer Wasser im Badezimmer.

Jetzt hoffen wir, dass wir morgen Früh unseren Installateur erreichen und dass er für uns auch noch Zeit hat. Bei uns sind Osterferien und er hat immer gut zu tun. Wir nehmen es mit Humor und geben die Hoffnung nicht auf.

Ich wünsche euch noch einen wunderschönen Ostermontagabend.

Auf anderen Wegen

Seit ein paar Tagen scheint der Frühling um die Ecke zu schauen. Es ist Nachts zwar noch frostig, aber die Tage sind richtig schön sonnig. Nach den langen, dunklen und feuchten Tagen ist es ein Wohltat die Sonne zu genießen.

Die letzte Zeit ist mein Blog etwas ruhiger geworden. Ich habe mir mehr Zeit für mein Hobby genommen, das Fotografieren. Ich bin mit meinen Bildern sehr aktiv auf Flickr unterwegs. Flickr ist ein soziales Netzwerk für Fotos von Fotografen und Hobbyfotografen und besteht schon 21 Jahre. Zu diesem Anlass gab es jetzt ein Wettbewerb. Jeden Tag gab es ein bestimmtes Motto und dazu konnte man dann ein Foto posten. Das ganze lief 21 Tage. So war ich jeden Tag damit beschäftigt, das passende Bild zu finden, oder es noch zu fotografieren. Ich zeige euch einmal vier von meinen geposteten Fotos.

Bei diesem Foto war das Motto „Donuts“. Da es nur noch ein paar Tage bis Karneval war, habe ich dieses Foto arrangiert.

Hier war das Thema „Punkte“. Bei diesem Bild habe ich meine Fotos durchsucht. Bei meinen Feuerwerksfotos bin ich fündig geworden und habe ich mich dann für dieses Bild entschieden.

Bei diesem Bild ging es um das Thema „Kamera“. Hier fiel mir die kleine Statue ein. Sie steht im Hafen von Carolinensiel in Ostfriesland. „Wer fotografiert hier wen?“

Zu dem Motto „Kunstfertigkeit“ dachte ich erst an ein Spinnennetz und dann fand ich dieses Foto. Ich finde, Spinnen sind sehr kunstfertig.

Auch mein Beitragsbild habe ich bei flickr gepostet. Das Thema war „Anfang“. Das alles hat viel Spaß gemacht, aber auch viel Zeit in Anspruch genommen. Jetzt werde ich mich wieder auf meinen Blog konzentrieren. Ich wünsche Euch noch einen wunderschönen Tag. Genießt das tolle Wetter.

Mein persönlicher Sonnenaufgang

Beim Blick heute morgen aus dem Dachfenster schaut mir die Sonne ins Gesicht. Was für ein schönes Gefühl. Ich mache das Fenster auf, da kam mir die kalte Luft entgegen. Einmal tief einatmen, wie wunderbar das doch ist. Und für einen kurzen Moment vergesse ich alles, was so um mich rum passiert. Es gibt schönere Aussichten, aber die Sonne morgens aufgehen zu sehen, egal wo immer man gerade ist, ist ein wunderbares Ereignis. Besonders im Winter sehe ich die unterschiedlichsten Sonnenaufgänge.

Das ist der Sonnenaufgang von heute Morgen. Ich schaue raus und mache mir Gedanken. Es könnte alles so schön sein. Aber wenn ich dann mein Smartphone anmache und die neuesten Nachrichten lese, werde ich nachdenklich und sehr traurig. Was passiert gerade auf unserer Welt. Es könnte alles so schön sein. Bin ich zu naiv, dass ich noch daran glaube, die Welt könnte eine Bessere werden?

Die wahren Wunderkinder unserer Zeit sind die Menschen, die mit 60 Jahren noch an die Gerechtigkeit der Welt und an die Vernunft der Menschheit glauben.   -Ernest Hemingway-

Die Sonne ist aufgegangen und versucht sich durch die Wolken zu zeigen.

Ich zeige euch einmal die verschiedenen Ansichten auf die Bäume und die Farben des Himmels.

Manchmal sind die Farben einfach unglaublich.

Und im Sommer, wenn Bäume dann in voller Blätterpracht da stehen, geben sie uns einen wunderbaren Schatten.

Die Zeiten ändern sich und leider verändert sich nichts zum Positiven. Daran zu glauben, dass die Welt und die Menschen sich verändern werden, wird immer schwieriger.

Blumen gegen den Januar blues

Im Winternebel überkommt einem die Melancholie. Und man hofft auf den kleinsten Sonnenstrahl, der diese Melancholie durchbricht. -Sylvia Naumann-

Weihnachten und Silvester sind vorbei. Im Dezember war viel los. Das Haus wurde weihnachtlich dekoriert. Die Weihnachtsmärkte locken mit ihrer besonderen Atmosphäre. Die Geschenke werden eingekauft. Den Samstag vor dem dritten Advent machen wir eine Weihnachtsfeier mit Freunden und dann natürlich Weihnachten mit der Familie. Da ist immer etwas los. Die ersten Tage im Januar ist man noch guter Dinge. Dann kommt die Weihnachtsdekoration wieder in die Kisten. Da bin ich noch beschäftigt. Und dann stellt er sich ein, der Januar Blues.

Seit Wochen wird es nicht richtig hell. Ganz selten zeigt sich mal die Sonne. Dieser immer nur graue Himmel geht mir einfach auf den Keks. Also was tun?? Natürlich geht man raus an die frische Luft. Aber bei Minustemperaturen und Nebel bleibt man nicht lange draussen. Das ist der Ausblick aus dem Fenster von heute Mittag.

Lichtet sich der Nebel, werden die Gedanken wieder klar und die Freude im Herzen steigt. -Sylvia Naumann-

Ich habe jeden Januar mein ganz spezielles Mittel gegen den Januar Blues. Ich fahre in eine Gärtnerei. Wir wohnen in der Nähe der niederländischen Grenze und sind schnell in Venlo. Die holländischen Gärtnereien sind schon voll von bunten Frühlingsblumen.

Das ist etwas für die Sinne. Die Farben und der Duft, da fühlt man sich richtig beschwingt. Dann finden ganz schnell auch ein paar Pflanzen den Weg in unser Auto.

In unserem Wintergarten halten die Blumen es auch bei der Kälte gut aus.

Das erleichtert die Wartezeit auf den Frühling und auf wärmere Temperaturen. Der Frühling ist in unseren Wintergarten eingezogen und ein bisschen auch in mein Herz. Ich wünsche Euch einen wunderschönen Sonntagnachmittag ob mit oder ohne Sonne. Habt einfach Sonne im Herzen.

Hej 2025

Zuerst möchte ich Euch ein wundervolles und friedliches neues Jahr wünschen. Mit vielen schönen Momenten, die Euch lange in Erinnerung bleiben werden. Vor allen Dingen und das ist das Wichtigste, viel Gesundheit für Euch und Eure Familien.

Das sind meine Gedanken für das neue Jahr. Da ich eine Optimistin bin, gebe ich die Hoffnung, nicht auf, dass unsere Welt, die wirklich atemberaubend schön ist, eine friedlichere Welt wird.

Nach dem das Wochenende mal wieder nur grau war, scheint heute die Sonne. Es ist ein wundervoller Tag. Etwas Schnee liegt noch in unserem Garten und die Sonne lässt ihn ein bisschen glitzern.

So, jetzt geht es mit vollem Schwung ins neue Jahr. Mit vielen Träumen, neuen Abenteuern, vielen neuen Lichtblicken und mit der Hoffnung auf ein friedliches Jahr 2025.

Nimm dir die Zeit

Und wieder neigt sich das Jahr dem Ende zu. Kalt ist es geworden und es gab den ersten Schnee. Pünktlich im November erreicht uns für kurze Zeit die Kälte.

Das es diese Woche geschneit hat, sorgt schon für ein kuschliges, gemütliches Gefühl. Die Nächte sind frostig und ein bisschen liegt noch Schnee auf unserer Hütte. Einigen Rosen scheint die Kälte nichts auszumachen. Sie blühen auch im November noch.

Sie lassen sich Zeit. Wie ist das so mit der Zeit? Im melancholischem November kommen die Gedanken. Was bedeutet Zeit?

Einige Synonyme für Zeit: Abschnitt, Zeitraum, Zeitalter, Epoche, Zeitspanne, Periode

Sätze über die Zeit: Die Zeit heilt alle Wunden, mit der Zeit gehen, Zeit die vergeht, Zeit nutzen, ich habe keine Zeit, es war Zeit zu gehen, es war Zeit zu reden

die Zeit läuft einem davon, aber das hat doch noch Zeit, das ist eine lange Zeit

Zeit zum Nachdenken.

Nutzen wir unsere Zeit. Was bedeutet die Zeit nutzen? Der Alltag wird immer stressiger. Arbeiten, Kinder, Haushalt. Zur Arbeit fahren, mit der Bahn, mit dem Auto zum Einkaufen fahren. Alles muss schnell und immer schneller gehen. Nimmt man sich die Zeit, um mal nichts zu tun. Haben die Menschen die Zeit, einmal nichts zu tun. Einfach mal die Zeit so vergehen lassen. Auf dem Sofa sitzen und nichts tun. Die Gedanken schweifen lassen.

Im Moment leben wir in einer schwierigen Zeit. Es hat immer schwierige Zeiten gegeben. Die Zeit soll ohne Risiko vergehen. Aber das Leben war nie ohne Risiko. Jeder Mensch braucht seine Familie, seine Freunde, Kommunikation mit anderen. Die Freude und auch die Trauer mit anderen teilen.

Die Zeit heilt alle Wunden. Wer kennt ihn nicht diesen Satz, den man von Freunden, Bekannten, lieben Menschen gesagt bekommt, wenn etwas Schlimmes passiert ist. Ich kann nur für mich sprechen. Ich finde das nicht. Die Zeit heilt keine Wunden. Es wird vielleicht leichter, aber sie heilt nicht. Es muss noch nicht mal etwas Schlimmes passiert sein. Ein Mensch kann mich mit Wörtern verletzen, oder mit dem was er macht. Das heilt nicht. Selbst wenn er sich entschuldigt, bleibt immer etwas in der Seele zurück. Man vergisst es nicht. Es wird nur ein bisschen leichter.

Es gibt so viele Dinge, über die ich froh bin, das es sie gibt. Vor 150 Jahren hätte ich jetzt alles mit einem Füller auf Papier geschrieben. Wenn ich lesen und schreiben gelernt hätte. Und meine geschriebenen Worte wären nicht so schnell in die Welt geschickt worden. Der Fortschritt nützt uns allen. Natürlich weiß ich, es ist nicht alles Gold was glänzt.

Die Zeit hat sich verändert. Die Zeit hat die Menschen verändert. Ich denke, nicht immer zum positiven. Man hat keine Zeit mehr. Für viele ist das Leben nur noch stressig. Sie werden aggressiver. Nur die eigene Meinung zählt. Es wird nicht mehr diskutiert. Und nicht immer sind die neuen Medien ein Segen.

Die Zeit die vergangen ist, die Zeit zurückdrehen, die Zeit vertreiben und die Zeit die uns noch bleibt. Die Zeit die man wartet.

Mit der Zeit gehen. Was bedeutet mit der Zeit gehen. Mit der Mode gehen. Da bin ich wohl zeitlos. Sich den Ansichten der anderen anpassen. Ist auch nichts für mich. Den jeweiligen Verhältnissen anpassen. Ich denke, das muss sein, sonst kommt man nicht vorwärts. Fortschrittlich sein. Das gehört zum Leben. Jeder Fortschritt bringt positives. Meint man?? Aber wer möchte schon noch wie vor 100 Jahren leben? Ich bin froh, heute, hier und jetzt zu leben. Der Fortschritt hat uns so viel gebracht. Welche Frau würde heute noch die Wäsche mit der Hand waschen. Ist nur ein kleines Beispiel, dass mir spontan einfiel. Ein Klischee, aber das war das erste was mir so in den Sinn kam.

Manchmal hat man das Gefühl man hängt in einer Zeitschleife fest. Nichts bewegt sich, keine Veränderung. Keiner holt einen aus dieser Zeitschleife heraus, das muss man dann selbst in die Hand nehmen.

Dann gibt es die Momente in denen man sagt: „Aber das hat doch noch Zeit.“ Viel Zeit vergeht und man hat sich nicht die Zeit genommen. Wird man es später vielleicht bereuen? Fragt man sich dann, warum habe ich mir nicht die Zeit genommen. Aber was ist, wenn man die Zeit nicht mehr hat. Man muss sich die Zeit nehmen. Ich glaube, so ist es jedem von uns schon gegangen. Man nimmt einfach die Dinge so hin. Die Zeit vergeht wie im Flug. Also nehmt euch die Zeit für alte und für neue Freunde, für schöne Dinge, nehmt euch Zeit für Ruhe.

Seelenwärmer

Wenn es draußen kalt wird, die Blätter von den Bäumen fallen, dann hat man Sehnsucht nach wärmenden Gerichten. Also was braucht in so einem Fall, einen Seelenwärmer. Das Beste was man dann machen kann, man kocht einen Eintopf. Heute heißt er One Pot, das selbe Gericht andere Name. Für manche gibt es allerdings keinen Unterschied zwischen Eintopf und Suppe. Für mich ist der Unterschied, die Suppe esse ich mit einem Löffel und den Eintopf mit einer Gabel.

Von früher kenne ich das noch, wenn es draußen kalt wurde machte man einen Eintopf. Überhaupt gab es in der kalten Jahreszeit immer deftige Gerichte. Meistens wurden frische Produkte benutzt, eben das was regional zu dieser Zeit reif war. Gestern war mir, dem Wetter angepasst, nach einem Linsengericht. Ich bereite viele Gerichte in einer spanischen Tonschale zu. Die Art in Tonschalen zu kochen, habe ich aus Mallorca mitgebracht. Auf dem Herd oder im Backofen. Da ich einen Gasherd habe, ist es kein Problem die Tonschalen zu benutzen.

Hier sind die Zutaten:

  • 1 grüne Paprikaschote
  • 1 rote Paprikaschote
  • 1 süße Zwiebel
  • 1 Knoblauchknolle
  • 2 Kartoffeln
  • 1 Möhre
  • 2 Selleriestangen
  • 250 g Tellerlinsen
  • Rosmarin, Oregano
  • frisches Lorbeerblatt, Currykraut
  • etwas mildes Paprikapulver
  • 1 Dose Tomaten in Stücken
  • Pfeffer und Salz
  • Sherry
  • Chorizo
  • Mettenden
  • Olivenöl

Ich habe die Linsen über Nacht in Wasser gelegt um sie einzuweichen. Dann brauchen sie nicht mehr so lange kochen. Das Einweichen von Linsen ist nur bei braunen, schwarzen Linsen und Tellerlinsen erforderlich, gelbe und rote Linsen müssen nicht eingeweicht werden.

Ich habe die Paprikaschoten und die Möhren gewürfelt das Olivenöl erhitzt. Die Schoten und die Möhre in den Tontopf zum Öl gegeben und leicht angebraten.

Dann die Selleriestangen in Scheiben geschnitten und dazugegeben. Die Zwiebel und den Knoblauch in kleine Würfel geschnitten und zu dem Gemüse dazugeben

Jetzt das ganze Gemüse kurz auf großer Flamme anbraten und dann mit Sherry ablöschen.

Nun die in Würfel geschnittenen Kartoffeln beigeben mit 300 ml Wasser auffüllen. Nun die stückigen Tomaten unter das Gemüse rühren. Die frischen Kräuter kommen auch dazu.

Das Ganze nun 20 Minuten köcheln lassen. Dann die Linsen dazugeben und 20 Minuten leicht köcheln lassen.

Nach Bedarf gebe ich dann noch etwas Wasser hinzu. Nicht zu viel, denn es soll keine Suppe werden. Salz dazugeben.

Zum Schluss kommen die in Scheiben geschnittene Chorizo und Mettenden zum Gemüse.

Nochmal 10 Minuten köcheln lassen. Aufpassen, dass es nicht am Topfboden anbrennt. Immer mal wieder durchrühren. Da die Chorizo sehr pikant ist, probiere ich erst und füge dann, wenn nötig noch etwas Pfeffer dazu.

Es ist ein einfaches und sehr schmackhaftes Gericht. Mit frischen Gemüse und frischen Kräutern aus dem Garten. Die Kräuter, die ich heute benutzt habe, sind alle aus dem Garten. Das Currykraut ist eine italienische Pflanze. Sie steht bei mir auch das ganze Jahr in einem Topf im Garten. Ich benutze sie häufig für Suppen und Eintöpfe. Die Zweige werden kurz mit gekocht und vor dem Servieren entfernt.

Fertig ist der Seelenwärmer. Das perfekte Essen an so einem nebligen und kalten Novembertag.

Kaffeeduft zieht durchs Haus

Da schien die Sonne ins Wohnzimmer

Ich liebe den Duft von Kaffee. Wenn man morgens aufsteht und der erste Kaffeeduft zieht durch das Haus. Das macht doch ein wohliges Gefühl und weckt Erinnerungen. Warum lieben wir Kaffee? Ist es der Geschmack, der Duft. Ist es ein Gefühl der Geborgenheit.

Das war in Carolinensiel

Sagen wir nicht, sollen wir einen Kaffee trinken gehen oder ich lade dich zum Kaffee ein. In ein Café gehen, bei Kaffee und Kuchen einen schönen Nachmittag verbringen. Kommen Freunde am Nachmittag zu Besuch, ist die erste Frage möchtet ihr einen Kaffee? Kaffee verbindet.

Cappuccino beim Feuer vor ein paar Tagen.

Ich habe in meinem letzten Beitrag geschrieben, dass ich seit einem Jahr keinen Kaffee mehr vertrage. Eigentlich ist es schon zwei Jahre her.

Mokka im Sommer im Garten

Ich mag den Geschmack und den Geruch von frischem Kaffee. Ich trinke gerne Kaffee. Allerdings war es bei mir nie so, das ich Kaffee brauchte um morgens wach zu werden. Wenn ich die Augen aufmache bin ich munter. Das war schon immer so. Ich gehöre wohl zu den Menschen, die dir schon Morgens den Kopf voll labern. Ich war aber auch nie jemand, der viel Kaffee am Tag getrunken hat. Vielleicht so vier Tassen Kaffee am Tag. Ich habe aber auch nicht die Leute verstanden, die sagten, ich brauche unbedingt eine Tasse Kaffee, damit ich wieder fit werde. So eine Wirkung hatte Kaffee bei mir nie.

Vor ein paar Tagen im Wintergarten

Vor zwei Jahren merkte ich dann, das der Kaffee etwas mit mir machte. Wir haben uns nämlich einen Kaffeevollautomaten gekauft. Wie toll war das denn!! Die ersten Tage haben wir viel Kaffee getrunken. Cappuccino, Milchkaffee, Latte Macchiato, na ja alles ausprobiert, was die Maschine so konnte. So kamen schon mal einige viele Tassen Kaffee am Tag zusammen. Der schmeckt aber auch so richtig gut. So nach ein paar Tagen merkte ich, das ich immer müder wurde. Ich bekam Kopfschmerzen und Schwindel. Ich fing an meinen Blutdruck zu messen und der wurde von Tag zu Tag immer niedriger. Da machte ich mir Gedanken, woher kommt das so plötzlich. Den ich habe immer einen guten Blutdruck. Da kommt man ins Grübeln und überlegt was läuft anders als sonst. Das einzige was anders war, war der Kaffeekonsum. Bevor wir den Kaffeeautomaten hatten, haben wir noch richtigen Filterkaffee zubereitet. Und wir hatten so eine kleine Maschine für Kaffeepads.

Das war in Straßburg. Kaffee und Eclairs

Gut, dachte ich, das einzige was anders läuft, ich trinke mehr Kaffee als sonst. Also habe ich ganz auf Kaffee verzichtet. Nach ein paar Tagen ging es mir wieder besser, mein Blutdruck war wieder normal. Hieß das jetzt für mich keinen Kaffee mehr trinken. Also dann habe ich es nochmal ausprobiert. Aber es ging wieder von vorne los. Ok dachte ich, versuche es mit koffeinfreiem Kaffee. Den habe ich dann gut vertragen. Ich habe immer zwischendurch versucht Kaffee mit Koffein zu trinken. Aber ich merkte, der bekommt mir nicht mehr. Heute ist es so, wenn wir unterwegs sind trinke ich immer mal wieder einen koffeinhaltigen Kaffee . Meistens dann morgens eine Tasse zum Frühstück. Es gibt tatsächlich wenig Restaurants oder Cafés die koffeinfreien Kaffee anbieten.

Irgendwo in Spanien

Dann ging die Suche nach guten koffeinfreiem Kaffee los. Wir haben jetzt den richtigen gefunden. Hat ein bisschen gedauert. Einige Kaffees wurden ausprobiert. Er schmeckt sehr aromatisch, na ja er ist einfach lecker. Ein Unterschied zu koffeinhaltigem Kaffee ist nicht festzustellen.

Hier waren wir in Österreich im Alpachtal

Aber warum kann ich keinen Kaffee mehr vertragen? Ich habe erstmal gegoogelt, ob so was sein kann. Es gibt Menschen mit einer Kaffeeunverträglichkeit. Die haben aber meistens Herzrasen, Übelkeit, Bauchschmerzen und Sodbrennen. Es gibt auch Berichte, die sagen, Kaffee senkt den Blutdruck. Warum bei mir der Blutdruck so niedrig wird nach dem ich Kaffee trinke, so richtig habe ich es noch nicht herausgefunden. Mit dieser Alternative komme ich gut zurecht, denn ich muss nicht auf den leckeren Kaffeegeschmack verzichten.

In Rüdesheim war es total retro. Hier gab es draußen nur Kännchen.

Vielleicht kennt ja einer von Euch auch dieses Problem. Wäre doch schön wenn wir unsere Erfahrungen austauschen könnten. Ich wünsche Euch noch einen fantastischen Dienstag.