Reise oder Nicht Reise, das ist hier die Frage

Am Sonntag beginnt unsere Reise, die wir schon vor über einem Jahr gebucht haben. Ich bin nicht so optimistisch, dass sie stattfindet, aber wir wissen es nicht genau.

Letztes Jahr im Juni saßen wir auf unserer Terrasse und sprachen über unseren Hochzeitstag. Da wir in dem Jahr nichts Besonderes machen wollten, überlegten wir, was wir den 2026 unternehmen. Es ist unser 48. Hochzeitstag. Wir wollten schon immer mal eine Flusskreuzfahrt machen. Also wäre das doch eine gute Idee, wir machen eine Flusskreuzfahrt auf der Donau. Gesagt, getan, heute geht es ja alles super einfach. Wir schauen ins Internet und suchen uns eine Reise auf der Donau aus. Es gab eine Fahrt, die genau an unserem Hochzeitstag einen Aufenthalt in Wien macht. Die Fahrt geht von Passau nach Budapest und zurück. Da gab es nicht viel zu überlegen, wir wollten schon immer mal nach Wien. Also haben wir kurzerhand gebucht. Wir haben eine Kabine auf dem obersten Deck genommen, mit französischem Balkon. Dann mussten wir eine Anzahlung leisten und ein Jahr warten. Freunden haben wir immer mal wieder erzählt, wir machen eine Flusskreuzfahrt auf der Donau.

Nun sind wir keine erfahrenen Flusskreuzfahrturlauber. Es ist unsere erste Reise auf einem Fluss. Wir wissen nicht, muss man auf besondere Dinge achten. Was wir gemacht haben, ein Parkplatz für unser Auto gebucht. Vielleicht hätten wir uns vorher informieren sollen, was es heißt eine Flusskreuzfahrt zu machen.

Im Frühjahr haben wir das Hotel für unserer Anreise gebucht und das Hotel in Passau. Wir fahren dann noch eine Woche mit dem Auto an der deutschen Donau entlang bis zur Donauquelle. Auch diese Hotels haben wir schon gebucht. Wir haben uns einfach auf die Reise gefreut.

Seit Juni ist unsere Vorfreude getrübt, denn die Flüsse haben immer weniger Wasser. Naja, aber bis August wird sich das sicher noch ändern. Nun haben wir August und es ist noch viel schlimmer geworden. Seitdem schauen wir jeden Tag, wie es mit den Pegeln aussieht. Seit drei Wochen sitzen wir nun hier und wissen nicht, ob unsere Reise stattfinden kann. Denn vor drei Wochen ist das Schiff, mit dem wir fahren wollten, in Wien gegen die Schleusenmauer und das Schleusentor gefahren. Der Bug ist so kaputt, dass es jetzt in der Werft liegt und repariert wird. Jetzt kommt mit dem Niedrigwasser noch der Unfall dazu. Das Wenige was man erfährt ist aus den Medien oder aus Facebook-Gruppen.

Von dem Reiseveranstalter hört man nichts. Keine Benachrichtigung an uns persönlich, wie es nun weitergeht. Der Veranstalter hat dazu auf seiner Webseite geschrieben, dass die Reisen stattfinden, wenn auch mit kleinen Veränderungen. Dann schreiben sie noch, man sollte sich nicht mit ihnen in Verbindung setzten, sie würden sich rechtzeitig melden. Nur was bedeutet rechtzeitig?

Ich habe in einer Facebook-Gruppe gelesen, dass sich Reisende darüber beklagen, dass sich der Reiseveranstalter erst zwei Tage vor Reiseantritt meldet, um Reiseänderungen mitzuteilen, oder die Möglichkeit umzubuchen oder die Reise zu stornieren. Ich hoffe, dass wir in irgendeiner Weise doch ein paar Tage früher etwas erfahren werden. Ich kann auch den Reiseveranstalter verstehen. Es steht viel auf dem Spiel, wenn die Flusskreuzfahrten nicht stattfinden können. Ich kann auch verstehen, dass sie so lange wie möglich warten, ob sich das Wetter noch verändert und endlich den lang ersehnten Regen bringt.

Aber auch ich möchte verstanden werden. Ich sitze hier und weiß nicht, kann die Reise so wie wir sie gebucht haben stattfinden. Wenn nicht, muss ich meine Hotelbuchungen stornieren. Wenn das nicht mehr geht, was für Kosten kommen da auf uns zu. Anstatt mich auf eine schöne Flusskreuzfahrt zu freuen, sitze ich hier und fühle mich nicht sehr wohl dabei. Ich möchte mich nicht beklagen, ich schreibe einfach wie es im Moment ist. Vom Veranstalter erwarte ich mehr Kommunikation als bisher, das war nämlich keine mit der wir etwas anfangen können. In den diversen Foren wird viel geschrieben, wenn man eine Flusskreuzfahrt bucht, dann muss man damit rechnen, dass es Änderungen gibt in Bezug auf Niedrigwasser, auf Hochwasser oder andere Begebenheiten. Dadurch bekommt man das Gefühl, dass keine Flusskreuzfahrt normal verläuft.

Und so auf dem Trockenen gelassen zu werden, ist nicht schön.

Den Beitrag habe ich am letzten Freitag entworfen, heute ist es Dienstag, fünf Tage vor Reisebeginn und wir warten immer noch…… Können wir überhaupt noch in Urlaub fahren?

Trotz allem, wie wir uns jetzt dabei fühlen, ist dieses trockene Wetter natürlich für die Natur, die Wirtschaft, den Tieren und uns Menschen eine Katastrophe.

Auf nach Trier

Es war Dienstagmorgen, das Wetter war alles andere als schön. Wir wollen diesen Tag in Trier verbringen. Gut gestärkt nach einem leckeren Frühstück haben wir uns auf den Weg gemacht. Von Ralingen bis Trier sind es nur 16 km. Wir lassen uns doch vom Wetter nicht aufhalten. In Trier angekommen haben wir sehr schnell einen Parkplatz gefunden. Erst sind wir zum Hauptmarkt gegangen. Er ist einer der größten und schönsten Plätze in Trier. Dort steht der Petrusbrunnen. Den Namen dieses Brunnens hat er von der Petrusfigur die oben auf seiner Spitze steht.

Wisst ihr wie schön Trier ist? Hier gibt es sehenswerte Gebäude sowohl aus der Antike als auch aus dem Mittelalter und der Neuzeit zu sehen.

Dann sind wir auf direktem Weg zur Porta Nigra gegangen. Das Wahrzeichen der Stadt.

Trier ist die älteste Stadt Deutschlands. Die Römer waren schon hier. Was heißt sie waren hier, sie haben Trier unter dem Namen Augusta Treverorum gegründet. Die Römer haben hier ihre Spuren hinterlassen. Neun römische Bauten in Trier gehören zum UNESCO Weltkulturerbe.

Wir haben schon einmal vor der Porta Nigra gestanden und immer wieder ist es beeindruckend hier zu stehen. Wir sind dieses mal ins innere der Porta Nigra gegangen. Es war toll, aber dazu mache ich einen eigenen Beitrag. Wenn euch der Weg einmal nach Trier führt, müsst ihr nicht nur davor stehen, sondern auf die Porta Nigra steigen.

Es ist sehr interessant und der Ausblick auf Trier ist einmalig. Hier sieht man den Trierer Dom und die Liebfrauenkirche. Der Trierer Dom ist die älteste Bischofskirche Deutschlands. Die Liebfrauenkirche ist eine der ältesten gotischen Kirchen Deutschlands.

Unser Weg führte uns dann zur Römerbrücke. Natürlich über die Brückenstraße bis zur Mosel. Es war kalt und windig. Auf dem Weg sind wir an einem Café vorbeigekommen und dort haben uns bei einem heißen Kaffee und einem Stück Kuchen aufgewärmt. Dann ging es weiter zur Brücke.

Auch die Römerbrücke gehört zum Weltkulturerbe. Von hier hatten wir einen schönen Blick auf die Mosel.

Man sieht an den Wolken, wie ungemütlich das Wetter war. Dann ging es über den Kornmarkt, hier steht der Georgsbrunnen, zurück zum Hauptplatz.

Er gehört zu den schönsten Rokokobrunnen Deutschlands. Am Hauptmarkt steht ein Weinausschank, dort habe ich zum Abschluss noch einen Riesling getrunken. Die Mosel und der Riesling gehören fest zusammen. Bei diesem kalten, windigen Wetter und eiskalten Händen, war der Genuss vielleicht nicht ganz so toll. Aber er hat sehr gut geschmeckt.

Habe ich schon erwähnt, wie schön es in Trier ist. Trier ist eine Stadt mit einer sehr langen Tradition. Und natürlich die Sehenswürdigkeiten von denen es hier genug gibt. Es macht Spaß durch die Stadt zu bummeln, sich draußen in die Restaurants und Cafés zu setzen. Wie schön muss es erst bei Sonnenschein sein? Wir haben uns viel zu wenig Zeit für Trier genommen. Aber wir kommen auf jeden Fall wieder. Von uns aus sind wir in zweieinhalb Stunden in Trier und wir haben noch lange nicht alles gesehen. Ich kann euch nur sagen, wenn ihr nicht schon selber in Trier gewesen seid, fahrt hin und nehmt euch genug Zeit um diese wundervolle Stadt zu erkunden.


Osterspaziergang

Ostern ist nun auch schon wieder vorbei. Das Wetter war so durchwachsen. Am Ostersonntag kam die Sonne heraus und wir haben einen Osterspaziergang gemacht. Ganz in der Nähe von uns liegt der Naturpark Maas Schwalm Nette.

Er befindet sich auf deutscher und auf niederländischer Seite. Seinen Namen hat der Naturpark von den Flüssen Maas, Schwalm und Nette. Mit dem Auto fahren wir 30 Minuten und schon sind wir im Naturpark. Eine wunderschöne niederrheinische Landschaft die zum Wandern perfekt ist.

Unsere Runde fing am Borner See an.

Wandern war es nicht so direkt, eher war es ein Spaziergang von 7km. Denn wenn ich meine Kamera dabei habe sind wir nicht so zügig unterwegs. Es gibt immer etwas zu fotografieren

Ich habe so viele Bilder gemacht, da fällt mir die Auswahl wirklich schwer. Hier sieht man den kommenden Frühling über der Schwalm. Wie die kleinen Blüten über den Fluss strahlen.

Im Naturpark Maas Schwalm Nette gibt es eine Vielfalt von unterschiedlichen Gebieten. Da sind die Feuchtgebiete zwischen den Flüssen Nette und Schwalm. Es gibt Felder und Wälder und es ist sehr Artenreich. Auf den Äckern und Wiesen fühlen sich viele Tieren zu Hause.

Es ist wirklich ein wunderbarer Naturpark. Man kann hier die Seele baumeln lassen und einfach mal die Natur genießen.

An der Borner Kirche endete unser kleiner Osterspaziergang.

Idyllische Eifel, Teil 2

Auch wenn es Sonntag und viele Menschen unterwegs waren, war es eine ruhige Wanderung. Hier waren wir an der Rur. Danach ging es wieder bergauf.

Es war ein bergauf und bergab.

Es gab auf jeden Fall viel zu sehen.

Auch diese Vierbeiner ließen sich gut fotografieren.

Die Landschaft ist geprägt von der Rur.

Es war eine schöne Wanderung bei tollem Wetter. Jetzt sitze ich schon in den Startlöchern, denn wir fahren für eine paar Tage in den Kurzurlaub. Diesmal geht es nach Nordhessen an den Edersee. Auch zum wandern. Da hat uns unser Weg noch nicht hingeführt. Bin mal gespannt. Es kann wieder fotografiert werden. Wünsche Euch ein sehr schönes Wochenende, vielleicht auch für euch ein verlängertes Wochenende. Habt eine gute Zeit bis dahin