Wo ist das Jahr geblieben

Ein Rauch verweht, ein Wasser verrinnt, eine Zeit vergeht, eine neue beginnt.           -Joachim Ringelnatz-

Das alte Jahr ist sehr schnell vorbeigegangen. Es war für uns ein anstrengendes Jahr.

Das neue Jahr ist schon wieder zehn Tage alt. Und endlich hat es aufgehört zu regnen. Das an sich ist schon ein Grund zur Freude. Die Sonne scheint und es ist lausig kalt. Ein wunderbares Winterwetter. Ich finde, ein bisschen Sonne haben wir uns verdient. Nach dem vielen Regen war die Erde so aufgeweicht, dass man den Garten kaum betreten konnte. Jetzt haben wir Frost und ein Gang durch den Garten ist wieder möglich. Dabei sind mir einige Winterschönheiten aufgefallen.

Wir haben viel an unserem Haus machen lassen. Darunter neue Dachfenster und den Dachinnenausbau. Wir mussten unser Schlafzimmer komplett ausräumen und wir haben zwei Monate in unserem Keller geschlafen. Es sei erwähnt, das unser Keller ausgebaut und mit einer Heizung versehen ist, aber es ist eben doch ein Keller. Wir haben gedacht, wenn es draußen schön heiß ist, ist es eine Wohltat im Keller zu schlafen. Der Sommer hatte jetzt nicht ganz so viele heiße Tage und als wir nach unten zogen war Schluss mit Hitze. Na ja und ein Keller ersetzt nicht das Schlafzimmer.

Danach haben wir uns noch unseren Traum erfüllt und uns einen kalten Wintergarten anbauen lassen. Das bedeutete der Garten musste etwas umgestaltet werden. Die Terrasse musste mit Pflastersteinen erweitert werden. Es war viel Arbeit. Bis er dann komplett fertig war, dauerte es auch nochmal zwei Monate. Jetzt haben wir ein neu gedämmtes Schlafzimmer und einen wunderbaren Wintergarten, den wir unser Gartenzimmer nennen. Wir haben schon gemütliche Stunden mit Freunden, einem Gasofen und Glühwein in unserem Gartenzimmer verbracht

Im Oktober verließ uns für immer ein lieber Freund. Wir fuhren Ende Oktober zur Beisetzung nach Bayern, an den Starnberger See.

Wieder zu Hause erwischte uns Corona. Für uns war es das erste mal. Bis dahin wollte Corona nichts von uns wissen. Bis ich endlich wieder fit war dauerte es vier Wochen. Dann kam die Adventzeit, die ich sehr mag, Weihnachten, Silvester und das Jahr war vorbei. Da ich meinen Blog etwas vernachlässigt habe, gehe ich jetzt voll neuer Motivation ins neue Jahr.

Eines Tages wirst Du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die Du immer wolltest. Tu sie jetzt.       – Paul Coehlo-

Ich wünsche Euch ein wundervolles, glückliches Jahr. Ein kreatives Jahr voller neuer Inspirationen. Und vor allen Dingen bleibt gesund Eure Sylvie

Herbstschönheiten

Es gibt viel Trauriges in der Welt und viel Schönes. Manchmal scheint das Traurige mehr Gewalt zu haben als man ertragen kann, dann stärkt sich indessen leise das Schöne und berührt wieder unsere Seele. -Hugo von Hofmannsthal-

Der November ist da und die Tage werden wieder kürzer. Für viele Menschen ist der November ein trauriger Monat. Die Stimmung wird betrübt, sie schauen nach draussen und warten schon auf den Frühling. Der aber ist noch lange nicht da. Vielen fällt es schwer, am November etwas Positives zu sehen.

Ich bin ein Novemberkind und ich mag den November. Mit seiner Melancholie berührt er mein Herz. Heute ist so ein Tag, der Wind bläst stark ums Haus und es regnet. Man möchte gar nicht nach draussen gehen. Ich trinke eine Tasse heißen Kaffee mit irischem Sahnelikör, etwas Sahne und eine Prise Zimt obendrauf

und genieße den Blick in unseren Garten. Manchmal sollte man die Melancholie einfach zulassen. Schöne Musik hören, sich einfach in die Musik fallen lassen. An diesen grauen Herbsttagen höre ich gerne Melody Gardot. Ich mag den leichten Jazz. Sie singt sehr gefühlvoll.

Die kleinen Herbstschönheiten stehen tapfer im Regen. Der Sturm wirbelt ihre Blüten hin und her. Sie leuchten als wollten sie sagen, sie her, es macht uns nichts aus.

Nebel hängt wie Rauch ums Haus,
drängt die Welt nach innen;
ohne Not geht niemand aus; 
alles fällt in Sinnen.

Leiser wird die Hand, der Mund,
stiller die Gebärde.

Heimlich, wie auf Meeresgrund,
träumen Mensch und Erde.

Christian Morgenstern

Hört einfach mal rein.

So, heute wollte ich einfachmal meine Gedanken zum November und meine schöne kleine rote Aster mit euch teilen. Habt einen wunderschönen gemütlichen Herbstsonntag.

Der letzte Sommertag

Morgen ist Herbstanfang und heute merkt man, der Sommer geht zu Ende

Die Rosen geben noch einmal alles und versüßen den Übergang in den Herbst.

Ich sitze noch auf unserer neuen überdachten Terrasse. Die Sonne zeigt sich heute noch einmal von ihrer schönsten Seite. Es ist windig und mit dem Wind kommt der Herbst. Wie schön wäre es jetzt, wenn unser Wintergarten fertig wäre. Wir warten immer noch auf unsere Markise und die Glaswände. Geduld ist zwar eine Stärke von mir, aber manchmal freue ich mich einfach auf neue Sachen und da kann ich sehr ungeduldig sein. So langsam werden die Tage und die Abende kälter. Wenn unser Gartenzimmer schon geschlossen wäre, könnten wir noch lange draußen sitzen und unseren Garten genießen. Bin mal gespannt, ob in zwei Wochen alles fertig ist, denn so lange soll es wohl noch dauern.

Wir nennen es unser Gartenzimmer. Es wird nicht beheizt und einige Pflanzen werden hier überwintern. Es ist wie ein Gewächshaus und wird von der Sonne beheizt.

Ich schaue in den Garten und sehe die Rosen blühen, die Bienen, die noch fleißig Blütenstaub sammeln.

Eben hat es unglaublich geregnet und die Temperauren sind stark gesunken. Ich gehe ins Haus und mache es uns gemütlich. Die Kerzen anzünden, ein Glas Rotwein, bequem auf dem Sofa kuscheln. Ein Buch oder etwas Fernsehen ? Ich freue mich auf den Herbst.

Ich wünsche Euch noch einen wunderschönen letzten Sommerabend.

Wenn das Herz Traurigkeit trägt

Ich habe festgestellt, dass ich so gut wie keine Türen fotografiere und heute mein Archiv durchgestöbert und einige Türaufnahmen gefunden. Mir sind mal wieder ein paar Zeilen eingefallen, ich finde die Türbilder passen gut dazu.

Jetzt habe ich auch die Zeit mir über die Ereignisse der letzten Wochen Gedanken zu machen. Schöne Ereignisse, wie unseren besonderen Hochzeitstag, den wir dieses mal mit lieben Freuden gefeiert haben. Meistens fahren wir über unseren Hochzeitstag in Urlaub. Aber bei der ganzen Arbeit die wir hatten, sind wir zu Hause geblieben. Es war ein schönes spanisches Sommerfest im kleinen Kreis.

Es kommen auch Gedanken, die mich mit Traurigkeit erfüllen. Dazu sind mir diese Zeilen eingefallen.

Manchmal schließt sich eine Tür und man weiß es war der Wind. Dann lässt sie sich wieder leicht öffnen.

Manchmal schließt sich eine Tür und sie lässt sich nur schwer wieder öffnen. Aber die Hoffnung ist da, dass sie sich wieder leicht öffnen lässt.

Manchmal schließt sich eine Tür nur sehr langsam, man weiß nicht warum. Man weiß aber, sie lässt sich, wenn überhaupt nur schwer wieder öffnen.

Manchmal schließt sich eine Tür mit einem Knall und man weiß sie wird sich nie mehr öffnen.

Manchmal öffnet sich eine Tür, von der man nicht erwartet hat, dass sie sich jemals öffnet. Da ist die Hoffnung, sie wird für immer offen bleiben.

-Sylvia Naumann-

Traurig zu sein ist nicht so schön und gehört zum Leben dazu. Es wird vergehen, wie der Wind der durch meine Haare weht. Der Wind, der alle Gedanken wegpustet und man wieder einen klaren Kopf bekommt.

Ich lasse es einfach so stehen und wünsche Euch einen schönen Abend.

Schnee und Eis

Das Bewusstsein der Vergänglichkeit macht uns klar, daß wir jeden kostbaren Moment nutzen müssen. -Dalai Lama-

Was war das den gestern? Schnee an einem Tag. Heute ist alles wieder verschwunden, als ob nichts gewesen wäre. Wie vergänglich doch alles ist. Auch die kleinen Dinge.

Mit ein bisschen Fantasie…

Ich musste mich beeilen um diese Fotos zu machen, denn sie veränderten sehr schnell ihre Form und

dann verschwinden sie. Da kommen mir die Gedanken über die Vergänglichkeit. Keine traurigen Gedanken, denn so ist das Leben.

Auch wenn die eine Rose verblüht, folgt ihr schon die nächste Rose. -sylvie.naumann-

So, jetzt kann es aber wirklich Frühling werden. Ich wünsche Euch ein wunderschönes Wochenende.

Regen ist etwas wunderbares

Das Leben entsteht aus einem einzigen kleinen Regentropfen. -sylvie.naumann-

Der Regen hat den Staub von den Dächern und den Straßen gespült.

Mittwochnacht hat es mit großem Getöse angefangen zu regnen. Ein starkes Gewitter zog über unser Haus. Und die Natur nimmt den Regen dankbar an. Die Bäume strecken ihre Blätter in die Luft. Es tut gut, wenn man sieht wie die Natur sich so ganz langsam wieder erholt.

Nach einem Regenschauer blühen die Farben des Gartens. -sylvie.n-

Ich bin durch unseren Garten gegangen und habe die Stimmung eingefangen.

Ein paar Impressionen aus unserem verregneten Garten.

Nach dem Regen sieht das Grün der Pflanzen so satt aus.

Die Rosen lassen ihre Blüten hängen. Das geht vorbei, wenn die Sonne scheint.

Nach dem Regen folgt wieder Sonnenschein.

Gestern Nachmittag gab es dann noch einen wunderschönen Regenbogen.

Nur wenn Sonne und Regen sich vereinen, wirst du einen Regenbogen sehen. -sylvie.n-

Ich wünsche Euch ein wunderschönes Wochenende.

Zauberhafte Kamelie

Wo Blumen blühen lächelt die Welt. -Ralph Waldo Emerson-

Auch wenn es noch kalt ist, die Kamelie blüht schon sehr früh im Jahr. Sie stimmt uns auf den kommenden Frühling ein. Ich finde, sie steht für den Neuanfang. Den Aufbruch in ein neues Jahr. Sie ist wunderschön anzusehen. Auch wenn der Himmel grau ist, sieht man die Kamelien leuchten.

Sie sind als Fotomodel wirklich sehr gut geeignet.

Seit ein paar Tagen haben wir auch eine weiße Kamelie.

Heute wollte ich euch meine wunderschönen Kamelien zeigen. Nach den letzten sehr schönen sonnigen und schon warmen Tagen, ist es heute wieder regnerisch und kalt. Aber der Regen muss sein, denn die Erde ist wirklich schon wieder sehr trocken geworden. Also schau ich nach draußen in den Garten und freue mich, dass die Natur erblüht.

An grauen Tagen verzaubern die Blüten die Natur und die Herzen. -sylvie.naumann-

Für morgen sagt der Wetterbericht Schnee voraus. Ich bin mal gespannt, ob ich die Kamelien in weißer Pracht fotografieren kann.

Ich schaue aus dem Fenster, es ist dunkel geworden und unser Rosenbogen leuchtet schon. Ich mache Schluss für heute und wünsche Euch einen schönen Freitag.

Was macht man mit zwei alten Lampen?

Du kannst Kreativität nicht aufbrauchen. Je mehr du sie benutzt, desto mehr hast du von ihr. -Maya Angelou-

Wenn ich einen Spruch finde, der mir gefällt, schreibe ich ihn sofort auf. Und wenn ich ihn dann brauche, schaue ich mir an wer sich hinter diesem Spruch verbirgt. Und auch diesmal war ich beeindruckt, von der Persönlichkeit die hinter diesem Spruch steht. Maya Angelou war eine US-amerikanische Schriftstellerin, Professorin und Bürgerrechtlerin. Es lohnt sich über sie zu lesen.

Diese Hängelampe entkam meiner Kreativität nicht.

Vor einigen Jahren, oder vielleicht sind es auch mehr Jahre. Unser Geschmack hatte sich gerade geändert. Wir hatten genug von Weichholzmöbeln und Häkelgardinen. Damals wurde Chrome, Glastisch, schwarz und weiß modern. Und diese zwei Hängelampen kamen ins Haus. Sie hingen über unserem Esstisch aus Glas und Chrom. Naja, wie das so ist, veränderte sich nach Jahren wieder einmal der Geschmack. Die Lampen mussten weg. Wir haben sie aber noch behalten und gedacht, vielleicht können wir sie noch einmal verwenden. Also kamen sie in den Keller. Aber was einmal im Keller verschwunden war, war dann auch tatsächlich verschwunden. Wir sahen sie nur noch selten und sie gerieten in Vergessenheit.

Vor zwei Jahren dann, der Keller wurde mal wieder aufgeräumt, waren die Lampen immer noch da. Nur hat das lange Liegen im Keller seine Spuren hinterlassen. Was machen wir mit den Lampen? Auf den Müll? Irgendwie konnte ich sie nicht wegwerfen. Dann hatte ich eine Idee. Sie kommen in den Garten. Irgendetwas wird mir schon einfallen.

Da wir noch Deko-Ständer hatten, kam mir die Idee, ich stelle sie auf den Kopf in einen Ständer. Blumen rein und fertig.

Dann habe ich versucht das Loch zu schließen um Wasser hinein zu tun. Als Vogeltränke, oder einfach nur mit Schwimmkerzen schmücken. Einen Abend schaute ich so auf meine Hängelampen und da kam mir die Idee.

Ich mache Springbrunnen aus den Lampen. Und dann ging es los. Ich habe überlegt, was brauche ich dazu. Einen kleine Pumpe, Silikon, fertig. Ging ganz einfach und nach ein paar Tagen waren meine zwei Springbrunnen fertig. Noch etwas dekoriert. Sie sahen wirklich schön aus.

Das ist jetzt zwei Jahre her. Dieses Jahr sah das innere der Lampen nicht mehr so gut aus. Das Wasser und die Algenbildung haben sie nicht schöner aussehen lassen und da ich auch Steine reingelegt habe, waren sie doch leicht verkratzt.

Vor zwei Wochen kam mir die Idee, jetzt muss Farbe her. Da ich, wie so oft spontan bin, habe ich meine Acrylfarben, die ich eigentlich zum malen benutze, herausgeholt. Mit den Farben habe ich die Innenseite der Lampen bemalt. Natürlich vorher saubergemacht, abgeschmirgelt und entstaubt.

Allerdings war mir klar, das hält nicht lange. Ein Klarlack musste her.

Also habe ich mir Bootslack gekauft und die Lampen damit überstrichen. Vier mal, nach Anleitung. Und jetzt sehen sie einfach toll aus. Es hat ein paar Tage gedauert bis sie trocken waren.

Ein Brunnen steht auf der Terrasse am Haus.

Der andere auf unsere hintere Terrasse. Ich liebe das Geräusch von plätschernden Wasser. Es hat so etwas Beruhigendes.

Nimm dir jeden Tag die Zeit, still zu sitzen und auf die Dinge zu lauschen. Achte auf die Melodie des Lebens, welche in Dir schwingt. -Buddha-

Mal sehen, was mir als nächstes so einfällt. Gerade kommt doch die Sonne wieder ein bisschen raus. Nach den wirklich schönen Tagen, gab es wieder einen Dämpfer mit viel Regen und Unwetter. Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntagabend eine kreative neue Woche und bleibt gesund.

Mein Herz in meinem Garten

Ach, wir wissen, dass die Blumen welken schon nach kurzer Frist, doch Erwartung ihrer Blüte unsres Herzens Leben ist. -Meijin-ishin Tenno- (1868-1912) japanischer Kaiser

In meinem Garten blüht die Pfingstrose. Sie hat Gründonnerstag angefangen ihre Blüten zu öffnen . Dieses Jahr ist sie besonders früh. Es liegt wohl an dem seit Tagen warmen Frühling, dass sie schon zu Ostern blüht..
So schnell wie sie erblüht, so schnell ist sie auch wieder verblüht.

Wie schnell die Natur sich verändert. Man kann dabei zusehen, wie sich die Blüten öffnen.

Sie blühen nur wenige Tage, aber ihre Schönheit ist einfach traumhaft und der Duft den sie verbreiten ist umwerfend. Jedes Jahr freue ich mich auf ihre Blüte.

Sie hat eine ungewöhnlich große Blüte. In China ist sie das Symbol für Reichtum und Glück. Wenn ich sie anschaue, fühle ich jedesmal das Glück, sie in meinem Garten zu haben, sie anzusehen und ihren Duft zu genießen.

Und natürlich bekommt sie Besuch

Sei nicht traurig, wenn die Blume verblüht, sei glücklich, dass sie geblüht. -sylvie.n-

Wo Blumen blühen, lächelt die Welt. -Ralph-Waldo Emmerson-