Unser Plan B

Vor zwei Tagen kam dann die Nachricht, dass unsere Flusskreuzfahrt nicht stattfindet. Wir bekamen eine email, in der wir einige attraktive Angebote als Alternative erhielten. Der Reiseveranstalter zeigt sich hier sehr großzügig. Aber wir nehmen keines der Angebote in Anspruch, sondern konnten jetzt auch die Flusskreuzfahrt stornieren. Was wir dann gemacht haben. Vielleicht versuchen wir es nächstes Jahr noch einmal, dann zu einer anderen Jahreszeit.

Am vergangenen Wochenende haben wir uns allerdings schon über einen Plan B Gedanken gemacht. Wir fragten uns, was machen wir denn, wenn die Flusskreuzfahrt nicht stattfindet? Was wir wussten, wir fahren mit dem Auto. Aber wohin sollen wir fahren? Nach den ganzen Tagen, die wir mit der Flusskreuzfahrt beschäftigt waren, waren wir ratlos. Nicht, das wir unsere Reisen immer so weit im voraus planen, dieses mal war es irgendwie anders. Wir können ja eine große Deutschlandkarte nehmen und mit dem Dartpfeil werfen. Da wo er landet fahren, wir dann hin. Nur, wir haben gar keine Straßenkarten von Deutschland mehr. Die haben wir vor kurzem alle weggeworfen, weil man hat ja Navi und google maps. Da mussten wir anders rangehen. Also, wollen wir überhaupt in Deutschland bleiben? Die Entscheidung fiel auf Deutschland. Lieber in den Süden, oder Norden? Wir haben uns für den Süden entschieden und fahren ins Allgäu.

Wir haben ein sehr schönes kleines Hotel, quasi im Nirgendwo gefunden. Abseits von allem. An einem kleinen See mit Blick auf die Berge. Nur Ruhe und Entspannung. Mit Frühstück und abends ein vier Gänge-Menü. Wir können wandern gehen, Ausflüge machen oder einfach mal nichts tun, die Seele baumeln lassen.

Morgen geht es los. Es sind von uns aus bis Oberstdorf knapp 700 km, könnte man in einem durchfahren. Aber wir fahren ganz entspannt bis Sinsheim und am Sonntag genauso entspannt bis Oberstdorf. Dort bleiben wir fünf Tage und dann wissen wir noch nicht wie es weiter geht. Das lassen wir offen und schauen mal wohin die Reise uns führt.

Schade, das alles anders gekommen ist, aber wir freuen uns doch jetzt sehr auf unsere kleine Reise ins Allgäu.

Reise oder Nicht Reise, das ist hier die Frage

Am Sonntag beginnt unsere Reise, die wir schon vor über einem Jahr gebucht haben. Ich bin nicht so optimistisch, dass sie stattfindet, aber wir wissen es nicht genau.

Letztes Jahr im Juni saßen wir auf unserer Terrasse und sprachen über unseren Hochzeitstag. Da wir in dem Jahr nichts Besonderes machen wollten, überlegten wir, was wir den 2026 unternehmen. Es ist unser 48. Hochzeitstag. Wir wollten schon immer mal eine Flusskreuzfahrt machen. Also wäre das doch eine gute Idee, wir machen eine Flusskreuzfahrt auf der Donau. Gesagt, getan, heute geht es ja alles super einfach. Wir schauen ins Internet und suchen uns eine Reise auf der Donau aus. Es gab eine Fahrt, die genau an unserem Hochzeitstag einen Aufenthalt in Wien macht. Die Fahrt geht von Passau nach Budapest und zurück. Da gab es nicht viel zu überlegen, wir wollten schon immer mal nach Wien. Also haben wir kurzerhand gebucht. Wir haben eine Kabine auf dem obersten Deck genommen, mit französischem Balkon. Dann mussten wir eine Anzahlung leisten und ein Jahr warten. Freunden haben wir immer mal wieder erzählt, wir machen eine Flusskreuzfahrt auf der Donau.

Nun sind wir keine erfahrenen Flusskreuzfahrturlauber. Es ist unsere erste Reise auf einem Fluss. Wir wissen nicht, muss man auf besondere Dinge achten. Was wir gemacht haben, ein Parkplatz für unser Auto gebucht. Vielleicht hätten wir uns vorher informieren sollen, was es heißt eine Flusskreuzfahrt zu machen.

Im Frühjahr haben wir das Hotel für unserer Anreise gebucht und das Hotel in Passau. Wir fahren dann noch eine Woche mit dem Auto an der deutschen Donau entlang bis zur Donauquelle. Auch diese Hotels haben wir schon gebucht. Wir haben uns einfach auf die Reise gefreut.

Seit Juni ist unsere Vorfreude getrübt, denn die Flüsse haben immer weniger Wasser. Naja, aber bis August wird sich das sicher noch ändern. Nun haben wir August und es ist noch viel schlimmer geworden. Seitdem schauen wir jeden Tag, wie es mit den Pegeln aussieht. Seit drei Wochen sitzen wir nun hier und wissen nicht, ob unsere Reise stattfinden kann. Denn vor drei Wochen ist das Schiff, mit dem wir fahren wollten, in Wien gegen die Schleusenmauer und das Schleusentor gefahren. Der Bug ist so kaputt, dass es jetzt in der Werft liegt und repariert wird. Jetzt kommt mit dem Niedrigwasser noch der Unfall dazu. Das Wenige was man erfährt ist aus den Medien oder aus Facebook-Gruppen.

Von dem Reiseveranstalter hört man nichts. Keine Benachrichtigung an uns persönlich, wie es nun weitergeht. Der Veranstalter hat dazu auf seiner Webseite geschrieben, dass die Reisen stattfinden, wenn auch mit kleinen Veränderungen. Dann schreiben sie noch, man sollte sich nicht mit ihnen in Verbindung setzten, sie würden sich rechtzeitig melden. Nur was bedeutet rechtzeitig?

Ich habe in einer Facebook-Gruppe gelesen, dass sich Reisende darüber beklagen, dass sich der Reiseveranstalter erst zwei Tage vor Reiseantritt meldet, um Reiseänderungen mitzuteilen, oder die Möglichkeit umzubuchen oder die Reise zu stornieren. Ich hoffe, dass wir in irgendeiner Weise doch ein paar Tage früher etwas erfahren werden. Ich kann auch den Reiseveranstalter verstehen. Es steht viel auf dem Spiel, wenn die Flusskreuzfahrten nicht stattfinden können. Ich kann auch verstehen, dass sie so lange wie möglich warten, ob sich das Wetter noch verändert und endlich den lang ersehnten Regen bringt.

Aber auch ich möchte verstanden werden. Ich sitze hier und weiß nicht, kann die Reise so wie wir sie gebucht haben stattfinden. Wenn nicht, muss ich meine Hotelbuchungen stornieren. Wenn das nicht mehr geht, was für Kosten kommen da auf uns zu. Anstatt mich auf eine schöne Flusskreuzfahrt zu freuen, sitze ich hier und fühle mich nicht sehr wohl dabei. Ich möchte mich nicht beklagen, ich schreibe einfach wie es im Moment ist. Vom Veranstalter erwarte ich mehr Kommunikation als bisher, das war nämlich keine mit der wir etwas anfangen können. In den diversen Foren wird viel geschrieben, wenn man eine Flusskreuzfahrt bucht, dann muss man damit rechnen, dass es Änderungen gibt in Bezug auf Niedrigwasser, auf Hochwasser oder andere Begebenheiten. Dadurch bekommt man das Gefühl, dass keine Flusskreuzfahrt normal verläuft.

Und so auf dem Trockenen gelassen zu werden, ist nicht schön.

Den Beitrag habe ich am letzten Freitag entworfen, heute ist es Dienstag, fünf Tage vor Reisebeginn und wir warten immer noch…… Können wir überhaupt noch in Urlaub fahren?

Trotz allem, wie wir uns jetzt dabei fühlen, ist dieses trockene Wetter natürlich für die Natur, die Wirtschaft, den Tieren und uns Menschen eine Katastrophe.

Die Zeit verbraucht sich so schnell

Ich sitze hier und schaue in den Garten. Die Sonne versucht durch die Wolken zu blinzeln. Karneval ist nun auch schon wieder vorbei. Dieses Jahr war Karneval wirklich früh. Wo ist die Zeit geblieben von Silvester bis jetzt. Wird dieses Jahr auch wieder so schnell vergehen? Ich muss es mit vielen Erinnerungen auffüllen. Die Zeit, sie geht so schnell vorbei.

Ist es nicht so mit der Zeit:

wenn man auf etwas wartet, die Zeit viel zu langsam vergeht;

wenn man traurig ist, die Zeit nie vergeht;

wenn man glücklich ist, die Zeit wie im Flug vergeht

Wir erinnern uns an die Zeit die vergangen ist. Wir können die Zeit nicht mehr zurückdrehen. Oft vertreiben wir uns die Zeit einfach nur mit schönen Dingen. Wir warten in unserem Leben eine lange Zeit. Wir denken an die Zeit die uns noch bleibt.

Leben wir in schwierigen Zeiten? Leben wir nicht in einer guten Zeit? Ist es uns je besser gegangen als in dieser heutigen Zeit?

Die Zeiten haben sich verändert. Die Zeit hat die Menschen verändert. Die Menschen haben keine Zeit mehr. Für viele ist das Leben nur noch stressig. Sie werden aggressiver. Nur die eigene Meinung zählt. Es wird nicht mehr diskutiert.

Die Menschen meinen sie können sich über jeden anderen Menschen eine Meinung bilden und diese auch laut herausschreien oder wie es heute ist, in jeder sozialen Plattform sein Gift verteilen. Egal wie verletzend es ist. Mein Motto ist, wenn du nicht willst was man dir tut, das füg auch keinem anderen zu.

Die Zeit soll ohne Risiko vergehen. Aber das Leben war nie ohne Risiko.

Im Moment leben wir in einer schwierigen Zeit. Aber hat es nicht immer schwierige Zeiten gegeben?

Die Zeit heilt alle Wunden, mit der Zeit gehen, Zeit die vergeht, Zeit nutzen,

ich habe keine Zeit, es war Zeit zu gehen, es war Zeit zu reden, sich Zeit nehmen

die Zeit läuft einem davon, aber das hat doch noch Zeit, das ist eine lange Zeit,

Zeit zum Nachdenken.

Die Zeit heilt alle Wunden. Wer kennt ihn nicht diesen Satz, wenn Freunde, Bekannte, liebe Menschen trösten wollen wenn etwas Schlimmes passiert ist. Die Zeit heilt keine Wunden. Es wird vielleicht leichter, aber sie heilt nicht. Ein Mensch kann mit Wörtern verletzen, oder mit dem was er macht. Das heilt nicht. Selbst wenn er sich entschuldigt, bleibt immer etwas in der Seele zurück. Man vergisst es nicht. Es wird nur ein bisschen leichter.

Mit der Zeit gehen. Was bedeutet mit der Zeit gehen. Mit der Mode gehen. Da bin ich wohl zeitlos. Sich den Ansichten der Anderen anpassen. Ist auch nichts für mich. Den jeweiligen Verhältnissen anpassen. Ich denke, das muss sein, sonst kommt man nicht vorwärts. Fortschrittlich sein. Das gehört zum Leben. Jeder Fortschritt bringt Positives. Der Fortschritt hat uns so einiges gebracht, nicht nur Gutes.

Manchmal hat man das Gefühl, man hängt in einer Zeitschleife fest. Nichts bewegt sich, keine Veränderung. Vielleicht möchte man manchmal die Zeit zurückdrehen um Dinge anders zu machen. Aber man lernt aus der Erfahrung die uns die Zeit bringt und dann muss man die vergangene Zeit so hinnehmen wie sie nun einmal war.

Die Erde dreht sich immer weiter, egal wie schnell die Zeit für uns vergeht oder was wir aus der Zeit machen. Das Leben und die Zeit sind so kostbar und deshalb sollten wir das Beste aus beidem machen.

Es könnte alles schlimmer sein

Wo immer das Glück sich aufhält, hoffe, ebenfalls dort zu sein. Wo immer jemand freundlich lächelt, hoffe, dass sein Lächeln dir gilt. Wo immer die Sonne aus den Wolken hervorbricht, hoffe, dass sie besonders für dich scheint. Damit jeder Tag deines Lebens so hell wie nur möglich sei.

Irischer Segenswunsch

Ich will ehrlich sein, ich habe meinen Blog etwas vernachlässigt. Es war mal wieder viel los. Eigentlich hat es schon im Oktober 2024 angefangen. Probleme mit meinen Zähnen. Am Anfang war ich drei mal die Woche beim Zahnarzt zum Ausspülen. Ich hatte Bakterien an einem Implantat. Im November eine kleine Operation, dazu die erste Antibiotikaeinnahme. Das brachte keine wirkliche Besserung, also wieder zum spülen. Dann im März letzten Jahres nahm ich eine Woche lang jeden Tag zwei starke verschiedene Antibiotika und das hat dann geholfen. Seitdem ist es in Ordnung. Hoffe, das bleibt auch so.

Im Mai dann, wurden meine Rückenschmerzen schlimmer und ich war beim Orthopäden. Nach Röntgen meines Rückens stellte er fest, dass ich im oberen Rückenbereich Wirbelsäulenathrose habe. Nicht gut. Zur Schmerzlinderung bekam ich einmal die Woche eine Spritze. Eine Dreierkombination unter anderem mit Kortison. Das ganze dann sechs Wochen lang. Die Spritzen haben sehr gut geholfen. Allerdings bekam ich zur selben Zeit starke Schweißausbrüche. Ich dachte, das wäre ein hormonelles Problem. Das war es aber nicht. Dann auf einmal ließen die Schweißausbrüche nach und so wie sie gekommen waren, sind sie auch wieder verschwunden. Nach vier Wochen bekam ich nochmal eine Auffrischungsspritze für den Rücken. Als ich dann am Abend auf dem Sofa saß, kamen die Schweißausbrüche wieder. Na so was!! Ich habe mich an den Laptop gesetzt und gegoogelt ob das von den Spritzen sein kann. Drei Wirkstoffe waren es und beim Kortison bin ich dann fündig geworden. In seltenen Fällen kann es zu schweren Schweißausbrüchen kommen. Ich habe den Arzt gefragt, ob so etwas sein kann. Er meinte, es ist nicht auszuschließen, aber nur in ganz, ganz seltenen Fällen. Na dann bin ich wohl so ein seltener Fall. Da ich aber auch seit meiner Kindheit Schmerzen im Lendenwirbelbereich habe, hat der Arzt mir Akupunktur empfohlen. Ich habe 15 Behandlungen bekommen. Leider hat es nicht geholfen. Danach habe ich mit Physiotherapie und Krankengymnastik angefangen. Die Termine liefen dann bis kurz vor Weihnachten. Mein Rücken ist für den Moment besser geworden. Aber es wird nie wieder zurückgehen.

Dann fiel mir im Sommer auf, wenn meine Hände kalt wurden fingen sie an zu jucken und ich bekam Pusteln auf der Haut. Komisch, dachte ich, aber es wird schon wieder verschwinden. Nun im Sommer war es nur, wenn ich mit kaltem Wasser in Berührung kam. Dann kam die kalte Jahreszeit und es wurde schlimmer. Sobald ich draußen war wurden meine Hände und auch meine Oberschenkel rot, hatte Pusteln und es juckte stark. Also ging ich im Dezember zu einem Hautarzt in unserer Nähe. Er meinte, ich habe wohl eine Kälteallergie. Ich hatte noch andere Symptome und er sagte, dass ich vielleicht ein Problem mit meinem Histamin haben könnte. Er nahm mir Blut ab und verschrieb mir Antihistaminika und im neuen Jahr sollte ich für die Ergebnisse wiederkommen. Er sagte er mache einen Histamintest. Ich habe mich dann informiert, was eine Histaminintoleranz bedeutet. Ist nicht gut. Bei meinem Termin stellte sich heraus, dass er nur einen allgemeinen Allergietest gemacht hat. Da kam allerdings nichts neues raus und eine Kälteallergie kann man nicht über das Blut feststellen. Ich fragte ihn, was ich den jetzt machen kann. Er meinte, ich sollte in eine wärmere Gegend ziehen. Ich fragte ihn, wenn ich Probleme mit meinem Histamin habe, was ich tun soll. Auf meine Angst, das es schlimmer werden könnte sagte er, wenn sie merken, das sie einen Apfel nicht vertragen, was machen sie dann? Dann essen sie eben keinen Apfel. Ich war etwas irritiert, eigentlich war ich sehr irritiert. Dachte dann aber, was bist du den für ein Arzt und bin gegangen. Ich hätte natürlich auch noch etwas gegen seine blöden Kommentare sagen können, aber ich dachte was soll es, geh zu einem anderen Arzt.

Das ließ mir alles keine Ruhe und bin dann zu meinem früheren Arzt nach Düsseldorf gegangen. Er bestätigte die Diagnose. Da ich aber auch noch andere Symptome habe, hat er mir empfohlen in die Uni nach Düsseldorf zu gehen und alles mal genauer untersuchen zu lassen. Da habe ich jetzt einen Termin im März. Irgendwie war ich gefühlt letztes Jahr jeden Tag beim Arzt oder in einer Behandlung.

Im Moment kann ich mich nur sehr kurz draußen aufhalten und total geschützt vor der Kälte, denn ein paar Minuten reichen schon aus. Und wenn ich mich doch für längere Zeit draußen aufhalte, nehme ich Tabletten ein. Daher hoffe ich, das es ganz schnell wärmer wird.

So ist das letzte Jahr nun mit vielen Terminen vergangen und ich hoffe, das neue Jahr wird besser. Aber manchmal ist es einfach so und es könnte alles noch viel schlimmer sein.

Blumen gegen den Januar blues

Im Winternebel überkommt einem die Melancholie. Und man hofft auf den kleinsten Sonnenstrahl, der diese Melancholie durchbricht. -Sylvia Naumann-

Weihnachten und Silvester sind vorbei. Im Dezember war viel los. Das Haus wurde weihnachtlich dekoriert. Die Weihnachtsmärkte locken mit ihrer besonderen Atmosphäre. Die Geschenke werden eingekauft. Den Samstag vor dem dritten Advent machen wir eine Weihnachtsfeier mit Freunden und dann natürlich Weihnachten mit der Familie. Da ist immer etwas los. Die ersten Tage im Januar ist man noch guter Dinge. Dann kommt die Weihnachtsdekoration wieder in die Kisten. Da bin ich noch beschäftigt. Und dann stellt er sich ein, der Januar Blues.

Seit Wochen wird es nicht richtig hell. Ganz selten zeigt sich mal die Sonne. Dieser immer nur graue Himmel geht mir einfach auf den Keks. Also was tun?? Natürlich geht man raus an die frische Luft. Aber bei Minustemperaturen und Nebel bleibt man nicht lange draussen. Das ist der Ausblick aus dem Fenster von heute Mittag.

Lichtet sich der Nebel, werden die Gedanken wieder klar und die Freude im Herzen steigt. -Sylvia Naumann-

Ich habe jeden Januar mein ganz spezielles Mittel gegen den Januar Blues. Ich fahre in eine Gärtnerei. Wir wohnen in der Nähe der niederländischen Grenze und sind schnell in Venlo. Die holländischen Gärtnereien sind schon voll von bunten Frühlingsblumen.

Das ist etwas für die Sinne. Die Farben und der Duft, da fühlt man sich richtig beschwingt. Dann finden ganz schnell auch ein paar Pflanzen den Weg in unser Auto.

In unserem Wintergarten halten die Blumen es auch bei der Kälte gut aus.

Das erleichtert die Wartezeit auf den Frühling und auf wärmere Temperaturen. Der Frühling ist in unseren Wintergarten eingezogen und ein bisschen auch in mein Herz. Ich wünsche Euch einen wunderschönen Sonntagnachmittag ob mit oder ohne Sonne. Habt einfach Sonne im Herzen.

Nimm dir die Zeit

Und wieder neigt sich das Jahr dem Ende zu. Kalt ist es geworden und es gab den ersten Schnee. Pünktlich im November erreicht uns für kurze Zeit die Kälte.

Das es diese Woche geschneit hat, sorgt schon für ein kuschliges, gemütliches Gefühl. Die Nächte sind frostig und ein bisschen liegt noch Schnee auf unserer Hütte. Einigen Rosen scheint die Kälte nichts auszumachen. Sie blühen auch im November noch.

Sie lassen sich Zeit. Wie ist das so mit der Zeit? Im melancholischem November kommen die Gedanken. Was bedeutet Zeit?

Einige Synonyme für Zeit: Abschnitt, Zeitraum, Zeitalter, Epoche, Zeitspanne, Periode

Sätze über die Zeit: Die Zeit heilt alle Wunden, mit der Zeit gehen, Zeit die vergeht, Zeit nutzen, ich habe keine Zeit, es war Zeit zu gehen, es war Zeit zu reden

die Zeit läuft einem davon, aber das hat doch noch Zeit, das ist eine lange Zeit

Zeit zum Nachdenken.

Nutzen wir unsere Zeit. Was bedeutet die Zeit nutzen? Der Alltag wird immer stressiger. Arbeiten, Kinder, Haushalt. Zur Arbeit fahren, mit der Bahn, mit dem Auto zum Einkaufen fahren. Alles muss schnell und immer schneller gehen. Nimmt man sich die Zeit, um mal nichts zu tun. Haben die Menschen die Zeit, einmal nichts zu tun. Einfach mal die Zeit so vergehen lassen. Auf dem Sofa sitzen und nichts tun. Die Gedanken schweifen lassen.

Im Moment leben wir in einer schwierigen Zeit. Es hat immer schwierige Zeiten gegeben. Die Zeit soll ohne Risiko vergehen. Aber das Leben war nie ohne Risiko. Jeder Mensch braucht seine Familie, seine Freunde, Kommunikation mit anderen. Die Freude und auch die Trauer mit anderen teilen.

Die Zeit heilt alle Wunden. Wer kennt ihn nicht diesen Satz, den man von Freunden, Bekannten, lieben Menschen gesagt bekommt, wenn etwas Schlimmes passiert ist. Ich kann nur für mich sprechen. Ich finde das nicht. Die Zeit heilt keine Wunden. Es wird vielleicht leichter, aber sie heilt nicht. Es muss noch nicht mal etwas Schlimmes passiert sein. Ein Mensch kann mich mit Wörtern verletzen, oder mit dem was er macht. Das heilt nicht. Selbst wenn er sich entschuldigt, bleibt immer etwas in der Seele zurück. Man vergisst es nicht. Es wird nur ein bisschen leichter.

Es gibt so viele Dinge, über die ich froh bin, das es sie gibt. Vor 150 Jahren hätte ich jetzt alles mit einem Füller auf Papier geschrieben. Wenn ich lesen und schreiben gelernt hätte. Und meine geschriebenen Worte wären nicht so schnell in die Welt geschickt worden. Der Fortschritt nützt uns allen. Natürlich weiß ich, es ist nicht alles Gold was glänzt.

Die Zeit hat sich verändert. Die Zeit hat die Menschen verändert. Ich denke, nicht immer zum positiven. Man hat keine Zeit mehr. Für viele ist das Leben nur noch stressig. Sie werden aggressiver. Nur die eigene Meinung zählt. Es wird nicht mehr diskutiert. Und nicht immer sind die neuen Medien ein Segen.

Die Zeit die vergangen ist, die Zeit zurückdrehen, die Zeit vertreiben und die Zeit die uns noch bleibt. Die Zeit die man wartet.

Mit der Zeit gehen. Was bedeutet mit der Zeit gehen. Mit der Mode gehen. Da bin ich wohl zeitlos. Sich den Ansichten der anderen anpassen. Ist auch nichts für mich. Den jeweiligen Verhältnissen anpassen. Ich denke, das muss sein, sonst kommt man nicht vorwärts. Fortschrittlich sein. Das gehört zum Leben. Jeder Fortschritt bringt positives. Meint man?? Aber wer möchte schon noch wie vor 100 Jahren leben? Ich bin froh, heute, hier und jetzt zu leben. Der Fortschritt hat uns so viel gebracht. Welche Frau würde heute noch die Wäsche mit der Hand waschen. Ist nur ein kleines Beispiel, dass mir spontan einfiel. Ein Klischee, aber das war das erste was mir so in den Sinn kam.

Manchmal hat man das Gefühl man hängt in einer Zeitschleife fest. Nichts bewegt sich, keine Veränderung. Keiner holt einen aus dieser Zeitschleife heraus, das muss man dann selbst in die Hand nehmen.

Dann gibt es die Momente in denen man sagt: „Aber das hat doch noch Zeit.“ Viel Zeit vergeht und man hat sich nicht die Zeit genommen. Wird man es später vielleicht bereuen? Fragt man sich dann, warum habe ich mir nicht die Zeit genommen. Aber was ist, wenn man die Zeit nicht mehr hat. Man muss sich die Zeit nehmen. Ich glaube, so ist es jedem von uns schon gegangen. Man nimmt einfach die Dinge so hin. Die Zeit vergeht wie im Flug. Also nehmt euch die Zeit für alte und für neue Freunde, für schöne Dinge, nehmt euch Zeit für Ruhe.

Es geht auf kleine FAhrt

Heute ist es mal wieder soweit. Vier Tage Ostfriesland liegen vor uns. Wenn wir mal ein paar Tage Auszeit brauchen, fahren wir an die Nordsee.

Wir starten in Richtung Norden und wie immer ist unser Ziel Carolinensiel, ein kleiner verträumter Hafen. Hier kann man einfach mal die Seele baumeln lassen.

Es ist Donnerstagmorgen, die Koffer sind gepackt. Wir fahren früh los. Allerdings nicht zu früh, denn wir müssen eine kurze Strecke durch das Ruhrgebiet fahren und da sind morgens einige Staus. Wenn wir dann auf der A31 sind, geht es zügig, denn die ist fast immer frei. Wir brauchen bis zum Hotel vier Stunden.

Nach der Anstrengung mit meinen Zähnen freue ich mich, raus zu kommen, sich denn Wind um die Nase wehen lassen.

Wir werden einfach nicht viel machen. Morgen fahren wir mit der Fähre nach Wangerooge. Endlich klappt es einmal. Ebbe und Flut liegen dieses mal günstig, so das wir ein paar Stunden Aufenthalt auf der Insel haben.

Das Auto ist gepackt. Mal wieder für vier Tage viel zu viel eingepackt. Für schönes Wetter, für schlechtes regnerisches, für kaltes und für sonniges Wetter. Aber egal, das Auto hat Platz genug. Es sieht ganz so aus, als ob wir recht schönes Wetter hätten. Aber man weiß nie, es kann sich auch schnell ändern.

Ich wünsche Euch auch ein wunderbares und entspanntes Wochenende.

Eine Stadt zum verlieben

Gestern ging unsere Fahrt von Wörth am Rhein zum Starnberger See. Die Entfernung ist 347 km und dauert mit dem Auto vier Stunden. Das sind die Kilometer die wir uns für eine Fahrt vorgenommen haben. Wir sind um 9.30h losgefahren und waren ohne Staus gut unterwegs. Im Hotel in Pöcking am Starnberger See konnten wir ab 14h einchecken. Wir hatten also Zeit genug. Als wir noch 50 km vom Starnberger See entfernt waren entschloss ich mich von der Autobahn abzufahren. Abfahrt nach Landsberg am Lech und das war kein Fehler. Was für eine wunderschöne Stadt.

Wir waren begeistert und sind durch die Stadt gebummelt.

Sie hat so einen besonderen Flair. Gestern war das Wetter einfach perfekt. Überall konnte man draußen sitzen. Leider hatten wir nicht soviel Zeit um diesen wunderschönen Ort länger zu genießen. Wir waren in München noch mit einer guten Freundin verabredet.

Es reichte für ein leckeres Eis im Hörnchen. Wir werden garantiert noch einmal wiederkommen und eine wunderschöne Zeit hier verbringen. Sie kommt auf unsere Liste, der Städte, in die wir uns verliebt haben.

Gleich treffen wir uns mit unserer Freundin und machen eine Fahrt über den Starnberger See. Ich freue mich schon auf die Fotos, die ich machen kann, denn auch heute ist das Wetter traumhaft. Ach so, hier ist heute Feiertag, Mariä Himmelfahrt. Diesen Feiertag gibt es bei uns nicht und hier auch nur in überwiegend katholischen Gegenden. Mal sehen wie voll es überall ist. Hier in Pöcking ist es auf jeden Fall sehr ruhig. Habt auch noch einen wunderschönen Tag.

Rosen, ich komme

So, Koffer gepackt. Morgen geht´s los. Freue mich schon auf das Rosarium. Mein Rosentraum geht in Erfüllung. Aber bevor ich euch mit meinen Rosenbildern überschütte, habe ich noch Bilder aus Harlesiel.

Das waren mal Motive genau nach meinem Geschmack.

Ich nenne sie Schattenspiele im Sonnenuntergang.

Jetzt werde ich noch ein paar Kleinigkeiten erledigen. Wir fahren mit einer Übernachtung in Warburg. In Warburg waren wir noch nicht. Bin gespannt auf die kleine mittelalterliche, romantische Stadt mit einer 1000jährigen Stadtgeschichte. Sie liegt im Osten von Nordrhein-Westfalen. Perfekt für schöne Fotos. Ich wünsche Euch eine wunderbare Zeit, bis bald.