Hej, da bin ich wieder. War viel los bei uns. Nach unserem Urlaub hatte ich ein kleines Muckern an einem meiner Implantate. Da ich sowieso zwei Wochen später einen Termin zur Reinigung hatte, habe ich so lange gewartet.
Da stellte sich dann raus, ich habe eine Entzündung an meinem Implantat. Nicht schön. Ich bin drei Wochen lang, drei mal in der Woche zum Ausspülen gegangen. Ich hatte keine Schmerzen, das war schon mal gut. Aber die Spülungen halfen nicht. Es kam, was ich schon befürchtet hatte, es war ein „kleiner“ Eingriff fällig. Ich habe keine Angst beim Zahnarzt, vielleicht ist mir etwas mulmig. Vor sechs Jahren bekam ich aus gesundheitlichen Gründen meine Implantate. Ich bekam vier Implantate oben und vier Implantate unten. Das war, wie soll ich sagen, es gibt angenehmere Dinge im Leben. Das ist jetzt sechs Jahre her und ich habe es nicht bereut. Ich war in einer kleinen Zahnklinik und der Zahnarzt hat super gute Arbeit geleistet und ich habe tolle Zähne bekommen.
Und jetzt ist es das erste Mal, das es ein Problem gibt. Was ich nicht mag, sind Spitzen beim Zahnarzt. Nicht das Spritzen selbst, das macht mein Arzt wirklich gut. Aber das es immer so lange betäubt ist, man nichts essen und trinken kann. Na ja, als mein Zahnarzt mir dann erklärte was er machen will, wusste ich, es wird kein kleiner Eingriff. Ich war doch so locker flockig hingegangen, dachte in einer halben Stunde bist du wieder draußen. Nach drei Stunden, vier Spritzen und Fäden im rechten Oberkiefer konnte ich die Klinik wieder verlassen. Mit betäubtem Gesicht und einer Erfahrung reicher. Es kommt meistens anders als man denkt. Den restlichen Donnerstag habe ich mich dann vor den Fernseher gesetzt und gehofft, das es schnell vorbei geht. Als die Betäubung dann endlich nach und nach zurückging, kamen auch die Schmerzen nach und nach. Also Schmerztabletten genommen und ab ins Bett. Am Freitag dann, sah ich nicht mehr so gut aus, meine rechte Gesichtshälfte war angeschwollen und es schmerzte. Wieder zum Arzt, zur Kontrolle, soweit läuft alles nach Plan. Was kann ich denn essen? Na ja, eigentlich alles. Kauen sie wenn möglich nur auf der linken Seite. Wen das so einfach wäre. Also gab es erstmal nur weiche Lebensmittel und trinken mit dem Strohhalm. Die nächsten zwei Tage schwoll mein Gesicht noch weiter an, aber ich hatte Glück, es wurde nicht grün und blau. Gut, das wir sonst keine Termine hatten. Die Gesichtserkennung wäre etwas schwierig geworden.
Heute haben wir Dienstag, die Schwellung ist bis auf eine kleine Stelle, zurückgegangen. Die Schmerzen sind so gut wie vorbei. Essen kann ich fast normal. Ich passe noch ein bisschen auf und ich sollte jetzt nicht unbedingt Knäckebrot essen. Nächsten Montag werden die Fäden gezogen und dann hoffe ich, ich habe mindestens für die nächsten sechs Jahre wieder Ruhe.
Zur Auflockerung meines kleinen Beitrages, habe ich ein paar Herbstfotos dazwischen gelegt. Habe kein Foto von meiner dicken Wange, denn wer will schon ein Foto von sich, wenn er aussieht wie ein Pfannekuchen. Habt ihr auch solche Zahnarztbesuche hinter Euch oder stehen Euch noch bevor? Vielleicht kann ich mit meinen Erfahrungen helfen?




