Eine kleine Liebe

Seit ein paar Tagen ist die Stimmung anders. Die Vögel zwitschern und die Luft riecht nach Frühling. Morgens ist es noch kalt, und wenn die Sonne scheint schaut der Frühling um die Ecke. Bis Ostern sind es noch zwei Wochen. Die Obstbäume in unserem Garten fangen schon zu blühen an. Es ist etwas früh und ich hoffe, das es keine Frostnächte mehr gibt.

Eine meiner Lieblingsblumen im Frühjahr ist die Schachblume. Ich mag diese Pflanze besonders. Ihre wunderbaren filigranen Blätter sehen so grazil aus. Man nennt sie auch Schachbrettblume oder Kiebitzei. Wo allerdings der Name Kiebitzei her kommt, habe ich nicht herausgefunden.

Ich habe schon mehrfach versucht sie in unserem Garten heimisch werden zu lassen. Hat leider nicht funktioniert. Eigentlich lebt sie in Feuchtgebieten, also sie braucht es sehr nass an ihren Füssen. Bei uns am Niederrhein wächst die Schachblume nicht in freier Natur. Ich habe sie hier noch nicht gesehen und das obwohl der Niederrhein viele Feuchtgebiete hat. Ihr botanischer Name ist Fritillaria meleagris und gehört zu den Liliengewächsen. Sie wurde 1993 zur Blume des Jahres gewählt.

Das Besondere an dieser kleinen Schönheit, sie lässt sich wunderbar fotografieren.

Die Schachbrettblume ist besonders gefährdet und muss geschützt werden. Ich habe mir gestern noch einmal zwei Exemplare aus der Gärtnerei mitgebracht. Ich werde sie zu den Pflanzen stellen die viel Wasser brauchen, so dass sie jedes mal genug Wasser mitbekommen.

Jetzt hoffe ich, das sie heimisch in unserem Garten werden. Habt noch einen wunderschönen Montagabend.

Frühling, oh Frühling

Der Frühling ist die Erneuerung der Natur. Die ersten grünen Blättchen zeigen sich ganz vorsichtig. Kleine Blüten erfreuen unseren Blick. Auch wenn der Tag noch so grau ist, die Vögel zwitschern eifrig ihr Lied. Mit dem Frühling kommt auch die Romantik. Nicht nur die Natur erwacht zum Leben, auch die Frühlingsgefühle. So viele Dichter haben Gedichte über den Frühling geschrieben.

Er ist`s

Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohl bekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab‘ ich vernommen!

Eduard Mörike  (1804 – 1875)

Jetzt sehe ihn schon um die Ecke schauen. Die Bäume zeigen uns schon ihr erstes zartes Grün. Auch die Forsythien fangen an zu blüh`n. Ich weiß gar nicht ob ich dieses Jahr besonders ungeduldig bin, aber ich kann den Frühling kaum erwarten. Immer diese grauen Wolken und dieser ständige Regen. Ich sehne mich nach Licht. Ich glaube es geht euch sicher auch so ?

Aber ich wäre nicht ich, wenn ich nicht etwas gegen diese Stimmung tun würde. Also hole ich mir den Frühling in unser Gartenzimmer. Da war die Fahrt in die Gärtnerei fällig. Wir fahren öfters nach Venlo in die Gärtnerei Leurs. Da gibt es alles was das Herz begehrt. Von Pflanzen, Blumen, jede Menge Dekorationsbedarf.

Nach den dunklen Tagen, ist es Balsam für die Seele. Die vielen Blüten und der unheimliche Duft sind schon berauschend. Dann kommt die große Frage, für was entscheide ich mich, denn das Auto hat ja nur eine bestimmte Kapazität und mein Portemonnaie auch.

Die Entscheidung fiel mir natürlich nicht wirklich schwer.

Vor einigen Jahren habe ich dieses Bild gemalt. Mit seinen Farben erinnert es mich an den Frühling.

So bereite ich mich auf den Frühling vor. Genieße den Blick in unser Gartenzimmer. Bin voller Vorfreude auf den Frühling.

Der Frühling

Die Sonne glänzt, es blühen die Gefilde,
Die Tage kommen blütenreich und milde,
Der Abend blüht hinzu, und helle Tage gehen
Vom Himmel abwärts, wo die Tag´ entstehen Das Jahr erscheint mit seinen Zeiten.
Wie eine Pracht, wo sich Feste verbreiten,
Der Menschen Tätigkeit beginnt mit neuem Ziele,
So sind die Zeichen in der Welt, der Wunder viele.
Friedrich Hölderlin
(1770-1843)

Der meteorologische Frühling beginnt am 1. März. Der Wetterbericht sagt für die nächsten Tage etwas höhere Temperaturen voraus, also über zehn Grad, etwas Sonne und kein Regen. Da werden doch die Frühlingsgefühle schon ein bisschen geweckt.

In frühlingshafter Erwartung eure Sylvie

Herbstschönheiten

Es gibt viel Trauriges in der Welt und viel Schönes. Manchmal scheint das Traurige mehr Gewalt zu haben als man ertragen kann, dann stärkt sich indessen leise das Schöne und berührt wieder unsere Seele. -Hugo von Hofmannsthal-

Der November ist da und die Tage werden wieder kürzer. Für viele Menschen ist der November ein trauriger Monat. Die Stimmung wird betrübt, sie schauen nach draussen und warten schon auf den Frühling. Der aber ist noch lange nicht da. Vielen fällt es schwer, am November etwas Positives zu sehen.

Ich bin ein Novemberkind und ich mag den November. Mit seiner Melancholie berührt er mein Herz. Heute ist so ein Tag, der Wind bläst stark ums Haus und es regnet. Man möchte gar nicht nach draussen gehen. Ich trinke eine Tasse heißen Kaffee mit irischem Sahnelikör, etwas Sahne und eine Prise Zimt obendrauf

und genieße den Blick in unseren Garten. Manchmal sollte man die Melancholie einfach zulassen. Schöne Musik hören, sich einfach in die Musik fallen lassen. An diesen grauen Herbsttagen höre ich gerne Melody Gardot. Ich mag den leichten Jazz. Sie singt sehr gefühlvoll.

Die kleinen Herbstschönheiten stehen tapfer im Regen. Der Sturm wirbelt ihre Blüten hin und her. Sie leuchten als wollten sie sagen, sie her, es macht uns nichts aus.

Nebel hängt wie Rauch ums Haus,
drängt die Welt nach innen;
ohne Not geht niemand aus; 
alles fällt in Sinnen.

Leiser wird die Hand, der Mund,
stiller die Gebärde.

Heimlich, wie auf Meeresgrund,
träumen Mensch und Erde.

Christian Morgenstern

Hört einfach mal rein.

So, heute wollte ich einfachmal meine Gedanken zum November und meine schöne kleine rote Aster mit euch teilen. Habt einen wunderschönen gemütlichen Herbstsonntag.

Eine entschlossene Rose

Was ist das für ein wunderbarer Herbstanfang. Wir genießen diese schönen warmen Tage in unserem Garten. Auch die Rosen blühen noch. Besonders diese Rose hat sich entschlossen dieses Jahr doch noch zu blühen.

Schwierige Zeiten lassen uns Entschlossenheit und innere Stärke entwickeln. -Dalai Lama-

Ich habe sie vor einem Jahr in einen Topf gepflanzt, damit sie sich erholen kann. In der Erde fühlte sie sich nicht so gut. Jetzt ist wohl der richtige Zeitpunkt ihre Schönheit zu zeigen.

Sie ist eine französische Malerrose und wunderschön.

Es ist die Rose „Claude Monet“. Eine Malerrose ist immer zweifarbig und jede Rose hat ein anderes Muster.

Sie duftet und man sieht sie schon von weitem, weil ihre Farben sehr leuchten.

Jetzt bin ich froh, das sie sich wieder erholt hat. Ich wünsche Euch noch ein paar wunderschöne warme Herbsttage.

Der letzte Sommertag

Morgen ist Herbstanfang und heute merkt man, der Sommer geht zu Ende

Die Rosen geben noch einmal alles und versüßen den Übergang in den Herbst.

Ich sitze noch auf unserer neuen überdachten Terrasse. Die Sonne zeigt sich heute noch einmal von ihrer schönsten Seite. Es ist windig und mit dem Wind kommt der Herbst. Wie schön wäre es jetzt, wenn unser Wintergarten fertig wäre. Wir warten immer noch auf unsere Markise und die Glaswände. Geduld ist zwar eine Stärke von mir, aber manchmal freue ich mich einfach auf neue Sachen und da kann ich sehr ungeduldig sein. So langsam werden die Tage und die Abende kälter. Wenn unser Gartenzimmer schon geschlossen wäre, könnten wir noch lange draußen sitzen und unseren Garten genießen. Bin mal gespannt, ob in zwei Wochen alles fertig ist, denn so lange soll es wohl noch dauern.

Wir nennen es unser Gartenzimmer. Es wird nicht beheizt und einige Pflanzen werden hier überwintern. Es ist wie ein Gewächshaus und wird von der Sonne beheizt.

Ich schaue in den Garten und sehe die Rosen blühen, die Bienen, die noch fleißig Blütenstaub sammeln.

Eben hat es unglaublich geregnet und die Temperauren sind stark gesunken. Ich gehe ins Haus und mache es uns gemütlich. Die Kerzen anzünden, ein Glas Rotwein, bequem auf dem Sofa kuscheln. Ein Buch oder etwas Fernsehen ? Ich freue mich auf den Herbst.

Ich wünsche Euch noch einen wunderschönen letzten Sommerabend.

Und schon ist es Pfingsten

„Zeit, wieso rennst du so und ich bleibe stehen?“ -sylvie.n-

Ich habe mir eine kurze Auszeit genommen und nun ist es schon Pfingsten. Ich habe die Zeit in meinem Garten gearbeitet. Ihn umgestaltet. Jetzt sitze ich hier auf unserer Terrasse und schaue in den Garten. Fertig bin ich noch nicht, aber es hat sich viel getan. Ich habe noch mehr Rosenstöcke gepflanzt. Ich habe jetzt so um die 55 Rosen. Muss sie mal zählen. Nicht mitgezählt sind die Rosen in den Töpfen. Morgen bekomme ich noch eine neue Rose. Eine Baccararose. Sie ist die wohl weltweit berühmteste Rose. Freue mich schon wenn sie blüht. Bin ich Rosensüchtig?

Aber im Moment ist meine Pfingstrose die schönste im Garten.

Sie steht schon viele Jahre im Garten und jedes mal ist eine Pracht, wenn sie blüht.

„Ich sitze in meinem Garten und sehe die Schönheit und nicht die Mühe“ -sylvie.n-

Heute weht wieder ein kräftiger Wind. Ein kühler Wind aus Nordosten. Die Sonne gibt sich Mühe, die Luft ein wenig zu erwärmen.

Die Pfingstrosen sind jetzt so weit geöffnet, dass sie Besuch von den Bienen bekommen. Es ist ein Blütenstaubparadies für Bienen.

Aber nicht nur die Bienen finden die Päonien anziehend. Auch der Trauer-Rosenkäfer ist wohl von dieser Blütenpracht angetan. Es ist ungewöhnlich einen Trauer-Rosenkäfer hier bei uns zu sehen. Sie leben eigentlich in wärmeren Gebieten. Ich bin begeistert einen solchen Käfer fotografieren zu können.

Es wäre schön, wenn der Nordwind nicht noch kältere Luft zu uns bringen würde.

Ich wünsche Euch noch einen schönen Pfingstmontag.

Ich bin guten Mutes

Auch wenn ich aus dem Fenster schaue und es regnet -mal wieder oder immer noch- bin ich hoffnungsvoll. Denn in acht Tagen beginnt der Frühling. Ich glaube zwar nicht, das er sich genau daran hält, aber die Zeichen stehen auf Frühling.

Was blitzt in der Sonne, was schimmert so hell?
Und als ich so fragte, da murmelt der Bach:
"Der Frühling, der Frühling, der Frühling ist wach."

Was knospet, was keimet, was duftet so lind?
Was grünet so fröhlich? Was flüstert der Wind?
Und als ich so fragte, da flüstert der Hain:
"Der Frühling, der Frühling, der Frühling zieht ein."

Was klinget, was  klaget, was flötet so klar?
Was jauchzet, was jubelt so wunderbar?
Und als ich so fragte, die Nachtigall schlug:
"Der Frühling, der Frühling!"  -da wußt ich genug!

-Heinrich Seidel, 1842-1906, deutscher Schriftsteller-
Jeder Baum,  jede Hecke, ist ein Strauß von Blüten
und man möchte zum Marienkäfer werden,
um in dem Meer von Wohlgerüchen herumschweben
und all seine Nahrung finden zu können.
-Johann Wolfgang von Goethe-

Es kommt die Zeit, da malt der Frühling Farben in die Natur. -sylvie.naumann-

Ich stehe schon in den Startlöchern um endlich im Garten zu arbeiten. Mal sehen, was die kommende Woche bringt. Ich wünsche Euch eine wundervolle frühlingshafte Woche.

Einfach mal lächeln

Es gibt ja das Sprichwort:

„Das schöne am Frühling ist, dass er immer dann kommt, wenn man ihn am dringendsten braucht.“ -Jean Paul-

Ich könnte jetzt dringend den Frühling gebrauchen, aber er hält sich doch noch sehr zurück. Wenn ich dieses Gefühl habe, gibt es nur eins, eine Fahrt in die größte Gärtnerei die wir hier in unserer Nähe haben.

Die Farben und der unglaubliche Duft nach Frühlingsblumen, da bekommt die Stimmung doch einen Riesenschub. Dieses Jahr habe ich mir unter anderem Stiefmütterchen und Hornveilchen mitgebracht.

Ich mag Stiefmütterchen und Hornveilchen. Sie sind sehr robust, blühen lange im Jahr und sie überstehen den Frost.

Jetzt haben wir ein paar sonnige Tage mit Frost. Da bekommt man trotzdem schon so ein Gefühl von Frühling. Die Vögel zwitschern um die Wette und die warme Sonne ist einen Wohltat. Nur im Schatten, da bekommt man die Kälte so richtig zu spüren.

Ich habe heute versucht schon im Garten zu arbeiten, aber es war mir einfach zu kalt. So schaue ich mit die Frühlingsblumen noch vom Sofa aus an.

Eine kleine Blüte, mehr braucht es nicht um ein Lächeln in Herz zu zaubern. -sylvie.naumann-

Ich wünsche Euch auch eine kleine Blüte zum Lächeln. Habt noch einen schönen Montagabend.

Lächeln erlaubt

Heute ist der Tag des Lächelns. Es geht um das uns allen bekannte Smiley. Harvey Balls entwarf das Smiley und er hat den Tag ins Leben gerufen.

In Spanien gibt es ein Sprichwort:

Hoy es un buen dia, para sonreir.

Es heißt: „Heute ist ein guter Tag zum Lächeln.“

Das Sprichwort begleitet mich durch mein Leben. Denn es erinnert mich daran, das jeder Tag ein guter Tag zum Lächeln ist.

Ich lächle jeden Tag. Es gibt immer eine Zeit zum Lächeln. Wenn ich die Vögel in unserem Garten beobachte. Auch wenn ich eine wunderschöne Rose sehe.

Es gibt viele Dinge die einen zum Lächeln bringen. Auch wunderschöne Erinnerungen gehören dazu.

Und versüßt es uns nicht den Tag, wenn uns jemand mit einem Lächeln begegnet. Oder wenn man einen anderen Menschen beobachtet der vor sich hinlächelt, lächelt man einfach mit.

Mit einem kleinen Lächeln kann man soviel erreichen. Und es ist nicht schwer.

Vielleicht hat euch heute auch Etwas ein Lächeln auf euer Gesicht gezaubert. In dem Sinne wünsche ich Euch einen wunderschönen Abend und vergesst das Lächeln nicht.