Der lange Januar

Heute ist Blue Monday. Laut Berechnung eines britischen Psychologen soll heute der traurigste Tag des Jahres sein. Er sagt, weil Weihnachten vorbei ist. Das kann ich nachfühlen. In der Adventszeit ist man beschäftigt. Die Wohnung wird geschmückt, man geht auf Weihnachtsmärkte. Auch wen das Wetter schlecht ist, es ist immer was los und man genießt die Vorweihnachtszeit. Er sagt unter anderem auch, dass viele Menschen ihre guten Vorsätze Mitte Januar schon wieder aufgeben. Darum habe ich auch nie Vorsätze für das neue Jahr. Entweder man macht etwas Neues oder nimmt sich etwas vor, dafür braucht man den Jahreswechsel nicht. Ich finde den ganzen Januar schon immer irgendwie traurig und gefühlt dauert er länger als die anderen Monate. Dieses Jahr besonders. Das ewige graue Wetter und der viele Regen -hier schon seit November letzten Jahres- geht auf das Gemüt. Letzte Woche hatten wir vier Tage Sonnenschein und es war schön kalt. Endlich konnten wir Sonne tanken. Dann war aber auch schon wieder Schluss mit Lustig, die Sonne ist weg und der graue Himmel wieder da, mit Schnee und Regen.

Aber was beschwere ich mich, wir haben hier keine Unwetterkatastrophen und auch sonst ist es ziemlich ruhig hier. Also, alles ist gut und es gibt eigentlich keinen Grund unzufrieden zu sein. Darf man überhaupt unzufrieden sein, wenn es auf der Welt Kriege gibt und alles nicht so wirklich in Ordnung ist. Ich beantworte mir die Frage selbst: darf ich, denn ich bin nicht unzufrieden sondern nur betrübt und melancholisch. Das Wetter kann ich nicht ändern, auch der Januar hat schon immer 31 Tage und was auf unserer Welt passiert, auch das kann ich leider nicht ändern.

Aber da ich ein ewiger Optimist bin, schaue ich aus dem Fenster und denke, ist ja gar nicht so schlimm. Wenn es noch mehr schneit wird es schön winterlich aussehen und mit dem Hund durch den Schnee zu gehen ist doch einfach nur schön.

Heute haben wir den 15. Januar und der Januar ist schon zur Hälfte vorbei, auch das ist positiv.

Und die Geschehnisse auf unserer schönen Welt, da fällt es mir doch dann schwer positiv zu sein, aber…

Ich frage mich, gibt es auch den Tag, an dem die Menschen am glücklichsten sind. Ja, der selbe Psychologe meint, am 23.Juni sind die Menschen am glücklichsten. Das Wetter ist warm, die Tage sind lang und die Freude auf den Urlaub. Na, das kann ich nachvollziehen.

Auf der Suche nach diesem Thema bin ich auf viele interessante Dinge gestoßen. Es gibt den Weltglückstag der wurde von UN-Hauptversammlung beschlossen. Dieser findet am 20. März jeden Jahres statt. In unserer heutigen Zeit gibt es doch für alles einen besonderen Tag. Ich suchte den Welt-Melancholie-Tag und bekam die Auswahl zum Welt-Mettbrötchen-Tag. Gut, dass es wohl keinen besonderen Tag für`s Unglücklichsein gibt.

Es gibt wirklich für alles einen Tag, Morgen am 16. Januar ist der Nichts tun Tag, der wird seit 30 Jahren in Amerika gefeiert. Also dann in diesem Sinne, hört ihr erst ab dem 17. Januar wieder etwas von mir. Habt einen schönen Abend.

Sonnenaufgang ist überall schön

Es gibt ein spanisches Sprichwort: „Hoy es un buen día para sonreír.“

„Heute ist ein guter Tag um zu lächeln.“

7.24h

Diesen Sonnenaufgang habe ich vor ein paar Tagen von unserem Dachfenster aufgenommen. Weil ich nur mein Smartphone oben hatte, habe ich damit alle paar Minuten ein Foto gemacht.

7.25h

Unser Schlafzimmer befindet sich unter dem Dach und morgens von der Sonne geweckt zu werden ist schon besonders.

7.27h

Manchmal allerdings wird man auch vom Regen geweckt. Aber auch das ist eine besondere Art geweckt zu werden.

7.43h

Jetzt ist der Herbst auch bei uns abgekommen. Wir hatten noch so schöne spätsommerliche Tage. Ich glaube, dieser Sonnenaufgang ist der Hinweis der Herbst ist da

7.44h

Gestern hat es den ganzen Tag geregnet. Unser Garten ist noch so unheimlich grün. Aber ich denke, es wird jetzt ganz schnell gehen und der Garten wird sich in den schönsten Herbstfarben zeigen.

7.47h

Die Rosen legen sich auch noch einmal ins Zeug und blühen wie verrückt.

7.54h

Heute Morgen versucht die Sonne herauszukommen. Ein Blick in den Wetterbericht zeigt, es bleibt nicht so. Aber manchmal stimmt die Prognose nicht so ganz. Ich werde es sehen.

7.56h

Auch wenn der Tag nicht immer gleich beginnt und die Stimmung schon beim Aufstehen nicht die Beste ist, versucht den Tag mit einem Lächeln zu beginnen. Ich wünsche Euch einen wunderschönen Tag.

Wenn das Herz Traurigkeit trägt

Ich habe festgestellt, dass ich so gut wie keine Türen fotografiere und heute mein Archiv durchgestöbert und einige Türaufnahmen gefunden. Mir sind mal wieder ein paar Zeilen eingefallen, ich finde die Türbilder passen gut dazu.

Jetzt habe ich auch die Zeit mir über die Ereignisse der letzten Wochen Gedanken zu machen. Schöne Ereignisse, wie unseren besonderen Hochzeitstag, den wir dieses mal mit lieben Freuden gefeiert haben. Meistens fahren wir über unseren Hochzeitstag in Urlaub. Aber bei der ganzen Arbeit die wir hatten, sind wir zu Hause geblieben. Es war ein schönes spanisches Sommerfest im kleinen Kreis.

Es kommen auch Gedanken, die mich mit Traurigkeit erfüllen. Dazu sind mir diese Zeilen eingefallen.

Manchmal schließt sich eine Tür und man weiß es war der Wind. Dann lässt sie sich wieder leicht öffnen.

Manchmal schließt sich eine Tür und sie lässt sich nur schwer wieder öffnen. Aber die Hoffnung ist da, dass sie sich wieder leicht öffnen lässt.

Manchmal schließt sich eine Tür nur sehr langsam, man weiß nicht warum. Man weiß aber, sie lässt sich, wenn überhaupt nur schwer wieder öffnen.

Manchmal schließt sich eine Tür mit einem Knall und man weiß sie wird sich nie mehr öffnen.

Manchmal öffnet sich eine Tür, von der man nicht erwartet hat, dass sie sich jemals öffnet. Da ist die Hoffnung, sie wird für immer offen bleiben.

-Sylvia Naumann-

Traurig zu sein ist nicht so schön und gehört zum Leben dazu. Es wird vergehen, wie der Wind der durch meine Haare weht. Der Wind, der alle Gedanken wegpustet und man wieder einen klaren Kopf bekommt.

Ich lasse es einfach so stehen und wünsche Euch einen schönen Abend.

Ausflug mit Geschichte

Es ist schon verrückt, aber die Zeit vergeht so schnell. Da komme ich manchmal nicht hinterher. Jetzt ist unsere Fahrt an den Rhein schon wieder eine Woche her. Und habe ich etwas geschrieben? Nein, immer kommt etwas anderes dazwischen. Heute habe ich mir fest vorgenommen zu schreiben. Ich sitze nun hier und fange an. Schon ruft mein Mann, der Kaffee ist fertig. Gehe ich nun runter und wir trinken gemeinsam den Kaffee, oder hole ich mir die Tasse an den Schreibtisch? Ich entscheide mich für ein gemeinsames Kaffee trinken. Also dann bis gleich. So da bin ich wieder. Für unser Wochenendtrip war das Gepäck schnell fertig. Wir konnten uns auch Zeit lassen, denn unsere Fahrt nach Bad Godesberg dauerte nur eineinhalb Stunden. Unser Hotel liegt direkt am Rhein. Ich glaube, es gibt kaum ein Hotel das näher am Rhein liegt wie dieses. Es ist das „Weiße Haus am Rhein“.

Das Rheinhotel Dreesen ist ein Hotel mit viel Charme und mit einer historischen Geschichte. Ich finde es beindruckend, dass das Hotel heute noch in Familienbesitz ist. Es gibt auch einen Film, einen Zweiteiler der die Geschichte des Hotels beschreibt.

Wir hatten ein Zimmer mit Balkon. Der Ausblick vom Balkon ist einfach großartig. Was für ein Blick auf den Rhein.

Von unserem Balkon schauten wir auf das Siebengebirge. Genau gegenüber liegt der Petersberg.

Und rechts davon, oberhalb von Königswinter der Drachenfels mit der Ruine der Burg Drachenfels.

Auf unseren letzten Reisen hatten wir immer schlechtes Wetter. Freunde sagen, dass sie mit uns wohl nie verreisen würden. Wir glaubten schon an einen Fluch. Aber an diesem Nachmittag haben wir im Biergarten des Hotels gesessen und das bei Sonnenschein. Wir hatten tatsächlich etwas blauen Himmel und Sonnenschein.

Blick auf den Rhein in Bad Godesberg

Hier in Bad Godesberg zu sitzen und auf den Rhein zu schauen hatte etwas Entschleunigendes. Ich bin Düsseldorferin und am Rhein groß geworden. Wir lieben es bei einem Altbier in den Kasematten am Rhein zu sitzen. Aber hier ist es anders. Nicht nur der Blick auf den Rhein, sondern auch auf das Siebengebirge ist wunderbar.

Wie die untergehende Sonne auf das Siebengebirge schien, war atemberaubend. So ein unglaubliches Licht. Am nächsten Tag sind wir zum Drachenfels gefahren und auf den Petersberg. Aber dazu nächstes mal mehr. So jetzt ist es doch schon Abend geworden. Es gab wieder einige Unterbrechungen. Wie ich schon sagte, die Zeit fliegt einfach so dahin. Ich wünsche Euch ein wunderbares entschleunigtes Wochenende.

Ich bin guten Mutes

Auch wenn ich aus dem Fenster schaue und es regnet -mal wieder oder immer noch- bin ich hoffnungsvoll. Denn in acht Tagen beginnt der Frühling. Ich glaube zwar nicht, das er sich genau daran hält, aber die Zeichen stehen auf Frühling.

Was blitzt in der Sonne, was schimmert so hell?
Und als ich so fragte, da murmelt der Bach:
"Der Frühling, der Frühling, der Frühling ist wach."

Was knospet, was keimet, was duftet so lind?
Was grünet so fröhlich? Was flüstert der Wind?
Und als ich so fragte, da flüstert der Hain:
"Der Frühling, der Frühling, der Frühling zieht ein."

Was klinget, was  klaget, was flötet so klar?
Was jauchzet, was jubelt so wunderbar?
Und als ich so fragte, die Nachtigall schlug:
"Der Frühling, der Frühling!"  -da wußt ich genug!

-Heinrich Seidel, 1842-1906, deutscher Schriftsteller-
Jeder Baum,  jede Hecke, ist ein Strauß von Blüten
und man möchte zum Marienkäfer werden,
um in dem Meer von Wohlgerüchen herumschweben
und all seine Nahrung finden zu können.
-Johann Wolfgang von Goethe-

Es kommt die Zeit, da malt der Frühling Farben in die Natur. -sylvie.naumann-

Ich stehe schon in den Startlöchern um endlich im Garten zu arbeiten. Mal sehen, was die kommende Woche bringt. Ich wünsche Euch eine wundervolle frühlingshafte Woche.

Schnee und Eis

Das Bewusstsein der Vergänglichkeit macht uns klar, daß wir jeden kostbaren Moment nutzen müssen. -Dalai Lama-

Was war das den gestern? Schnee an einem Tag. Heute ist alles wieder verschwunden, als ob nichts gewesen wäre. Wie vergänglich doch alles ist. Auch die kleinen Dinge.

Mit ein bisschen Fantasie…

Ich musste mich beeilen um diese Fotos zu machen, denn sie veränderten sehr schnell ihre Form und

dann verschwinden sie. Da kommen mir die Gedanken über die Vergänglichkeit. Keine traurigen Gedanken, denn so ist das Leben.

Auch wenn die eine Rose verblüht, folgt ihr schon die nächste Rose. -sylvie.naumann-

So, jetzt kann es aber wirklich Frühling werden. Ich wünsche Euch ein wunderschönes Wochenende.

Der Januarblues kommt und geht

Der Januarblues hat mich gepackt. Das Wetter sorgt jetzt auch nicht dafür, das es irgendwie besser wird. Es regnet und regnet. Der Himmel ist immer grau. Es wird nicht richtig hell. Mir fehlen Farben.

Ich könnte jetzt auch sagen, es kommen bessere Tage. Aber so schlimm ist es eigentlich gar nicht. Der Januar ist wie er ist, gefühlt nicht zu Ende gehend. Vielleicht liegt es aber auch daran, das nach den letzten ereignisreichen Wochen vor Jahresende, im Januar einfach nichts mehr los ist. Man wartet irgendwie auf etwas, weiß aber nicht auf was. Dann ist es leicht zu sagen, das Wetter ist schuld.

Auch wenn die Welt mal grau in grau ist, so ist sie noch lange nicht farblos. -sylvie.naumann-

Aber bei einem Gang durch den verregneten Garten gibt es kleine Lichtblicke. Der Goldlack blüht.

Goldlack auch Erysimum cheiri kommt eigentlich in Mitteleuropa vor, wo er sich oft zwischen Mauern ansiedelt. Hat aber auch hier in unseren Breiten seine Freunde gefunden. Und hat man ihn einmal im Garten, dann bleibt er auch. Er blüht eigentlich von April bis Juli und mag Kälte nicht besonders. Bei mir blüht er das ganze Jahr. Er ist eine zweijährige Pflanze, sät sich aber in unserem Garten selbst aus, so das ich ihn einfach wachsen lassen kann. Und im grauen Winter ist es eine Freude ihn zu sehen.

Am Mittwoch kam dann die Sonne heraus. Und mein Goldlack stand strahlend in der Sonne.

Dann kam der Frost und ein bisschen Schnee.

Heute ist es wieder grau und der kleine Goldlack steht immer noch im Garten und strahlt.

Diese kleine Pflanze ist schon erstaunlich, sie passt sich so schnell an die äußeren Veränderungen an. Vielleicht sollte ich mir ein Beispiel an ihr nehmen. Also ran, die letzte Woche des Januar werde ich mir mit Freude Gedanken über unsere neue Pläne machen und mal sehen was der Februar so mit sich bringt. Was immer ihr an diesem Wochenende macht, ob auf der Couch liegend einen Film schauen, ein Buch lesen, oder eine Wanderung durch die Natur macht, ich wünsche euch ein wunderbares Wochenende.

Es war einmal……

an einem Nachmittag im Dezember,

da fing es zu schneien an. Gerade so, dass der Garten aussah wie mit Puderzucker bestreut.

Auch die immer noch blühenden Rosen bekamen einen weißen Hut.

Die Heiderose gehört zu den Rosen, die bis Weihnachten blühen. Manchmal auch noch im Januar.

Ein paar Impressionen vom ersten Schnee in diesem Jahr aus unserem Garten.

Aber kaum war der Schnee da, war er auch schon wieder weg.

Das war vor einer Woche. Die letzten Tage ist es kalt geworden und heute ist der Garten auch weiß vom Frost. Es sieht so wunderschön aus.

Nächste Woche haben wir schon Weihnachten. Die Zeit die fliegt nur so vorbei. Ob es Weihnachten auch so kalt sein wird? Wir werden es sehen. Aber es braucht kein Schnee oder Kälte, damit wir ein schönes Weihnachtsfest feiern. Es braucht nur Harmonie und Frieden.

Bis dahin bleibt gesund und genießt die Zeit.

Advent, Advent

Ich wünsche Euch einen wunderschönen zweiten Advent.

Zur Adventzeit fiel mir heute dieses Zitat vom Dalai Lama ein. Ich finde es passt mehr denn je in unsere heutige Zeit.

Die Voraussetzung für den Frieden ist der Respekt vor dem Anderssein und vor der Vielfälltigkeit des Lebens. -Dalai Lama-

Jetzt haben wir schon wieder den 2. Advent. Nicht, dass ich mich über die Weihnachtszeit nicht freue. Ich liebe die Vorweihnachtszeit. Aber dieses Jahr fühle ich mich ein bisschen melancholisch. Vielleicht liegt es am Wetter. Vielleicht an unserer Zeit. Seit 2 Wochen wird es den ganzen Tag nicht hell. Nur grauer Himmel.

Im Herbstnebel überkommt einem die Melancholie und man hofft auf den kleinsten Sonnenstrahl, der diese Melancholie durchbricht. -sylvie.naumann-

Das Haus weihnachtlich zu schmücken ist mir jedes Jahr eine große Freude. Dieses Jahr habe ich es mit besonderer Liebe dekoriert. Wenn alles um uns herum ins Chaos stürzt, braucht man einen ruhenden Pol und das ist unser Zuhause.

Jetzt lasse ich die Welt draußen, mache die zweite Kerze an. Setze mich mit einer Tasse Kaffee und einem Stück leckeren Stollen auf das Sofa und genieße den Sonntag. Euch wünsche ich auch noch einen gemütlichen Adventsonntag.